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Kommentar zu Bedenken gegen Astrazeneca-Impfstoff

Zu spät reagiert

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) würde sich sofort mit dem Serum von Astrazeneca impfen lassen, wenn er denn an der Reihe wäre.

Andreas Kolesch

Symbolbild Foto: dpa

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann den medienwirksamen Piks in Kürze sogar tatsächlich erlangen – als Arzt will er in einem Impfzentrum tätig werden, und in dieser Funktion stünde ihm der Schutz dann ja auch zu.

Die große Werbe-Koalition für den Impfstoff ist unübersehbar. Und sie ist ja auch, nach allem was man weiß, gut begründet. Ob eine Impfung mit dem Astrazeneca-Mittel nun zu 60, 70 oder 80 Prozent schützt, ist unerheblich: Jeder Schutz ist besser als keiner.

Die große Werbe-Koalition kommt allerdings reichlich spät. Allerlei Vorbehalte und Unsinns-Theorien wie die über eine angeblich gefährdete Fruchtbarkeit kursierten seit Wochen. Experten mögen ja auch die Nebenwirkungen erwartet haben – für Otto-Normal-Impfling sind sie zumindest irritierend.

Da hilft nur noch eines: So viele Fakten wie möglich auf den Tisch legen – und ehrlich mit allen Sorgen umgehen. Bloße PR-Aktionen reichen da nicht aus.

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