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Vorfall in Köln

Entlassener Sexualstraftäter soll Teenager zum Sex aufgefordert haben

Köln (dpa). Ein erst im vergangenen Oktober aus der Haft entlassener Sexualstraftäter soll sich in Köln einem 13-Jährigen genähert und ihn zum Sex aufgefordert haben.

Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Der 26-Jährige sei in der Nacht zum Dienstag vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er soll versucht haben, den 13-Jährigen über einen Messenger-Dienst zum Sex zu bewegen. Dabei soll er ihm Geld und Geschenke versprochen haben.

Nach Erkenntnissen der Polizei hatte der Mann den Teenager und dessen Freunde in der vergangenen Woche in einer Kleingartenanlage kennengelernt, als diese in einer Gartenlaube übernachteten.

Dort soll er die Handynummer bekommen haben. Für das Wochenende habe er den Kindern Alkohol besorgt. Am Wochenende trafen die Eltern ihre Kinder dann betrunken. Die Mutter des 13-Jährigen kontrollierte dessen Handy und stieß auf den Chat mit dem Mann.

Kontakt zu Kindern und Jugendlichen untersagt

Nach Angaben der Polizei war der Deutsche im Oktober nach der Haft in das Rückfallprogramm »Kurs« (»Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern«) übernommen worden. Ihm sei jeglicher Kontakt zu Kindern und Jugendlichen untersagt worden.

Im Juni hatten die Behörden bereits über einen anderen Fall berichtet, bei dem ein Kurs-Proband versucht haben soll, zwei Frauen zu vergewaltigen. Das Landeskriminalamt bezifferte die Rückfallquote des Programms damals auf 3,1 Prozent. Das Programm gibt es in NRW seit acht Jahren für rückfallgefährdete Sexualstraftäter, die ihre Strafe verbüßt haben.

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