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Kölner Polizei warnt vor Mittel aus Heilig-Geist-Apotheke in Köln-Longerich

Ermittlungen: Mutter und Baby sterben an Mittel aus Apotheke

Köln (dpa). Die Polizei ermittelt weiter im Fall einer jungen Frau und ihres neugeborenen Kindes, die nach der Einnahme eines Mittels aus einer Kölner Apotheke gestorben sind.

Die Heilig-Geist-Apotheke in Köln. Wie die Polizei am Montagabend mitgeteilt hatte, waren vergangene Woche eine 28-Jährige und ihr per Notkaiserschnitt geborenes Kind gestorben, nachdem die Frau ein in der Heilig-Geist-Apotheke in Köln-Longerich hergestelltes Glukosegemisch eingenommen habe. Foto: Federico Gambarini/dpa

»Wir ermitteln weiter auf Hochtouren«, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Ob sich bei der eingesetzten Kölner Mordkommission weitere Patienten gemeldet haben, konnte er zunächst nicht sagen. Die Polizei plane für Dienstagmittag eine Pressekonferenz, um über den aktuellen Stand zu berichten.

Komplikationen bei einer weiteren Frau

Wie die Polizei am Montagabend mitgeteilt hatte, waren vergangene Woche eine 28-Jährige und ihr per Notkaiserschnitt geborenes Kind gestorben, nachdem die Frau ein in der Heilig-Geist-Apotheke in Köln-Longerich hergestelltes Glukosegemisch eingenommen habe. Bei einer anderen Frau, die das gleiche Mittel eingenommen habe, seien ebenfalls Komplikationen aufgetreten. Sie habe die Einnahme abgebrochen. Ein Arzt habe beide Fälle am vergangenen Donnerstag gemeldet.

Mordkommission ermittelt

Polizei und Stadt warnen ausdrücklich davor, Mittel mit Glukose einzunehmen, die in der Apotheke zusammengestellt wurden. Patienten, die glukosehaltige Präparate dieser Apotheke besitzen, sollten sie nicht einnehmen und umgehend bei der nächsten Polizeiwache abgeben. Andere Apotheken seien nach aktuellem Ermittlungsstand nicht betroffen. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen.

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