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Reaktionen aus aller Welt - alles Wissenswerte im Überblick

Zum Tod von Queen Elizabeth II.

London

„Mein ganzes Leben, sollte es kurz oder lang werden“, versprach die spätere Königin Elizabeth II. an ihrem 21. Geburtstag, wolle sie ihren Untertanen widmen. Im Alter von 96 Jahren ist die britische Königin nun am Donnerstag auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben.

Von dpa und unseren Lokalredaktionen

 Die britische Königin Elizabeth II. ist tot. Foto: dpa

Obwohl die britische Monarchin über keine politische Macht verfügte, galt sie als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Mit unbedingtem Pflichtbewusstsein und Beständigkeit führte sie das Land durch große Veränderungen hindurch. Elizabeth hinterlässt ein beeindruckendes Erbe.

Online-Kondolenzbuch der Royals

Die königliche Familie legt anders als bei Trauerfällen in früheren Jahren in Großbritannien keine Kondolenzbücher aus, in die sich Trauernde nach dem Tod von Königin Elizabeth II eintragen können. Vielmehr wurde auf der offiziellen Webseite der königlichen Familie ein Online-Kondolenzbuch eingerichtet. So war der Palast auch beim Tod des Ehemanns der Queen, Prinz Philip, im April 2021 verfahren, als wegen der Corona-Pandemie keine echten Kondolenzbücher ausgelegt werden konnten.

Auf der Webseite können Menschen aus aller Welt unter Angabe von Namen, Email-Adresse und dem Wohnort Beileidsbekundungen hinterlassen. „Eine Auswahl von Botschaften wird an Mitglieder der königlichen Familie weitergegeben und kann in den königlichen Archiven für die Nachwelt aufbewahrt werden“, steht dazu auf der Webseite.

Churchills Enkel: Großvater hat die Queen geliebt

Der Enkel des berühmten britischen Ex-Premiers Winston Churchill (1874 - 1965), Nicholas Soames, ist überzeugt, dass sein Großvater die Queen „geliebt“ hat. „Das ist das einzig passende Wort, das nur annähernd beschreiben kann, was er für diese junge Monarchin empfunden hat“, sagte der frühere konservative Abgeordnete und Freund von King Charles III. dem Sender Times Radio am Freitag.

Winston Churchill, der seinem Land bereits während des Zweiten Weltkriegs als Premierminister gedient hatte (1940 - 1945), war während einer zweiten Amtszeit (1951 - 1955) der erste Premier, den die am Donnerstag gestorbene Elizabeth II. als Königin erlebte. Die Queen habe ihn als große Stütze empfunden, so Soames weiter. Die Queen hat in ihrer langen Herrschaftszeit seit 1952 insgesamt 15 Premierminister unter sich gehabt.

Sting hat geweint

Popstar Sting hat nach dem Tod der Queen nach eigenen Worten Tränen vergossen. „Ich habe leise um die Königin geweint, ich bin traurig um mein Land und darum, was es verloren hat“, twitterte Sting (70). Der Ex-Beatle Paul McCartney (80) veröffentlichte auf Twitter ein Foto der jungen Queen mit den Worten: „Gott segne Königin Elizabeth II. Möge sie in Frieden ruhen. Lang lebe der König.“

Im Ausland werde die große Trauer um die Königin vielleicht als seltsam empfunden, schrieb die Erfinderin von Zauberlehrling Harry Potter, J. K. Rowling (57), auf Twitter. „Aber Millionen empfanden Zuneigung und Respekt für die Frau, die 70 Jahre lang ihre verfassungsmäßige Rolle ohne Klagen erfüllte.“ Die Queen habe sich wie ein roter Faden durch das Leben der meisten Briten gezogen. „Sie wurde zu einem dauerhaften, positiven Symbol für Großbritannien in der ganzen Welt.“

Simon Cowell (62), Musikmanager und Juror von Casting-Shows wie „America's Got Talent“, würdigte die Königin, weil sie mit viel Liebe geführt habe: „Ich schätze mich glücklich, dass wir während meines Lebens eine Monarchin hatten, der es gelungen ist, große Führungsstärke, Tradition und Fortschritt in Einklang zu bringen.“

Kondolenzbuch im Landtag NRW

Der Landtag in Düsseldorf will ein Kondolenzbuch für die verstorbene britische Königin Elisabeth II. auslegen. „Königin Elizabeth II. hat als Mensch und Monarchin Epochen durchlebt und geprägt“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper (CDU), am Donnerstagabend in Düsseldorf. Mit dem Kondolenzbuch sollten Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalen ihre Trauer bekunden können.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die britische Besatzungsmacht das westdeutsche Bundesland gegründet, als sie 1946 die ehemaligen preußischen Provinzen Nordrhein und Westfalen zusammenlegte. „Wir Nordrhein-Westfalen sind im Herzen dankbar für das Geschenk der Demokratie durch die Briten“, betonte der Christdemokrat. Kuper nannte den Düsseldorf-Besuch der Queen im Jahr 2004 „ein besonderes Kapitel in der Geschichte des Parlaments“.

Böllerschüsse und Gottesdienst

In Großbritannien sind nach dem Tod von Königin Elizabeth II. am Freitag zahlreiche offizielle Trauerbekundungen geplant. An der St. Paul's-Kathedrale und der Westminster Abbey in London sowie an Schloss Windsor rund 40 Kilometer westlich von London, wo die Queen zuletzt überwiegend lebte, sollen am Mittag die Glocken läuten. Im Hyde Park soll es danach Kanonen-Salutschüsse geben. 

Im Parlament soll der verstorbenen Queen sowohl im Unter- als auch im Oberhaus gedacht werden. Der bisherige Thronfolger und neue König Charles III. und seine Frau Camilla wollen von Schloss Balmoral in Schottland, wo die Königin gestorben ist, nach London reisen. Am Nachmittag soll der König mit Premierministerin Liz Truss zusammentreffen. Eine Rede an die Nation von König Charles ist für den frühen Abend geplant, ebenso ein anschließender Gedenkgottesdienst in der St. Paul's Kathedrale.

Viele Sportveranstaltungen in England abgesagt

Nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. haben zahlreiche Sportveranstalter reagiert und geplante Wettkämpfe unterbrochen oder abgesagt. Betroffen sind davon unter anderem ein Golf-Turnier, Pferderennen und Rugby-Spiele sowie zumindest die für Freitag angesetzten unterklassigen Fußballspiele Burnley gegen Norwich City und Tranmere Rovers gegen Stockport County. Die Veranstalter der BMW PGA Championship in Wentworth unterbrachen das Turnier nach Bekanntwerden des Todes am Donnerstag und wollen den Golfplatz am Freitag geschlossen lassen.

Am Freitagmorgen will der für die zweite, dritte und vierte Spielklasse des englischen Fußballs zuständige Verband English Football League eine Entscheidung fürs Wochenende treffen. Dies solle in Abstimmung mit anderen Sportarten geschehen, teilte die ELF mit.

Papst betrübt

Papst Franziskus hat sich „zutiefst betrübt“ über den Tod der britischen Königin Elizabeth II. geäußert. In einem Telegramm an den neuen König Charles III., über das das kirchliche Nachrichtenportal „Vatican News“ am Donnerstagabend berichtete, würdigte das katholische Kirchenoberhaupt den „unerschütterlichen Glauben“ der Queen. Ihr Leben sei „vom Dienst am Wohl der Nation und des Commonwealth“ bestimmt gewesen. Dabei habe sie „ein Beispiel an Pflichterfüllung“ gegeben und ihren festen Glauben an Christus bezeugt.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, schrieb am Abend bei Twitter: „Mit dem Tod der Queen geht eine lebensfrohe Persönlichkeit, sichtbare Monarchin und ein einfühlsames Staatsoberhaupt.“ Sie habe „die Herzen der Menschen erobert. Ihre Fürsorge galt den Bürgerinnen und Bürgern des Commonwealth“.

Taschentuch von Ghandi

Der indische Premierminister Narendra Modi hat nach dem Tod von Elizabeth II. an eine besondere Geste der britischen Königin erinnert. „Bei einem der Treffen zeigte sie mir das Taschentuch, das Mahatma Gandhi ihr zu ihrer Hochzeit geschenkt hatte“, schrieb Modi am Donnerstagabend (Ortszeit) über eines seiner Zusammentreffen mit der Queen. Er werde ihre Wärme und Freundlichkeit niemals vergessen. Der indische Subkontinent war bis 1947 britische Kolonie.

Hollywoodstars trauern

Zahlreiche Hollywood-Stars haben mit rührenden Erklärungen auf den Tod von Queen Elizabeth II. reagiert. „Möge diese große Königin in Frieden ruhen. Die Welt wird so jemanden wie sie nie wieder sehen“, schrieb Action-Star Sylvester Stallone am Donnerstag auf Instagram. Dazu stellte er ein älteres Foto, das ihn gemeinsam mit der Monarchin zeigt.

„Sie war unerschütterlich, standhaft und bis ganz zum Schluss engagiert. 70 Dienstjahre. Unglaublich“, schrieb die Schauspielerin Bette Midler auf Twitter. Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand würdigte die Queen als „eine Konstante für uns alle“, die weltweit respektiert worden sei. Auf Instagram postete sie ein Foto, auf dem sie der Monarchin die Hand reicht. „Was für eine elegante, unglaubliche Frau“, schrieb Schauspielerin Jennifer Garner auf Instagram.

Oscar-Preisträgerin Whoopi Goldberg erinnerte auf Twitter an ein Zusammentreffen mit der Queen im Jahr 2009. Sie habe „große Ehrfurcht“ vor ihr gehabt und habe es kaum glauben können, der Monarchin gegenüber zu stehen. Auch „Star Trek“-Schauspieler George Takei, Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon und Sängerin Janet Jackson bekundeten ihre Trauer. „Mögest du in Frieden ruhen, Königin“, schrieb Jackson auf Instagram zu einem gemeinsamen Foto.

Ein Kommentar

Elizabeth wird 1952 Königin

Als sie 1952 Königin wurde, war Großbritannien noch eine Kolonialmacht. 1997 wurde als letzte größere Kolonie Hongkong an China übergeben. Durch den Commonwealth pflegte die Queen später weiterhin den Kontakt zu den ehemaligen Kolonien.

Schon als 13-Jährige hatte Elizabeth sich in den schneidigen Philip Mountbatten verliebt. Der griechische Prinz aus einem dänisch-deutschen Adelshaus war zeitlebens ihre große Stütze. Die Ehe währte bis zu Philips Tod im April 2021 im Alter von 99 Jahren.

In der Familie der Königin gab es immer wieder Krisen und Tragödien. Dazu zählten der Unfalltod ihrer Ex-Schwiegertochter Prinzessin Diana, aber auch die Vorwürfe im Missbrauchsskandal gegen ihren Sohn Andrew und der Rückzug des Enkels Prinz Harry von seinen royalen Pflichten. Die Queen ertrug alles mit stoischer Ruhe.

Ein Bildschirm eines Nachrichtenportals meldet am Abend im Frankfurter Hauptbahnhof den Tod der britischen Königin Elizabeth II. Foto: dpa

Das Ende einer Epoche

Mit dem Tod der Queen endet eine Epoche, in der sich Großbritanniens Rolle in der Welt massiv verändert hat. Doch die Queen herrschte - obwohl sie nur symbolische Macht hatte - wie ein Fels in der Brandung.

Familie stand ihr zur Seite

Bereits am Nachmittag haben sich alle ihre Kinder sofort auf den Weg nach Schloss Balmoral gemacht.

Ärzte hatten der Königin schon am Mittwoch Ruhe verordnet.

Ihr letzter Amtstermin

Noch vor zwei Tagen hatten Elizabeth II. Liz Truss empfangen. Die bisherige Außenministerin wurde am Dienstag von der Queen auf Schloss Balmoral in Schottland zur Nachfolgerin von Boris Johnson ernannt.

Die britische Thronfolge

Mit dem Tod der Queen ist ihr ältestes Kind, Charles, König geworden. An erster Stelle der Thronfolge steht nun sein Erstgeborener, Prinz William, gefolgt von dessen ältestem Sohn Prinz George. Dessen Geschwister Prinzessin Charlotte und Prinz Louis haben in der Thronfolge ihren Onkel Harry überholt. Bei den Windsors haben Prinzen in der Thronfolge keinen Vorrang mehr vor Prinzessinnen. Der jüngere Bruder von William steht damit auf Rang fünf. Prinz Harrys Sohn Archie reiht sich an sechster Stelle ein, Tochter Lilibet ist Nummer sieben.

Auch in OWL wird getrauert

In ihrer langen Amtszeit hat die Queen auch einige Male Ostwestfalen-Lippe besucht. Am 26. Mai 1965 waren die Königin und ihr Mann in Gütersloh zu Gast. Für die Gütersloher Kinder gab es damals schulfrei, viele von ihnen standen in der ersten Reihe, um „eine echte Königin“ samt ihrem Prinzen aus der Nähe zu sehen, berichten Zeitzeugen.

Das Bataillon „The Royal Welsh Fusiliers“ in Lemgo besuchte die englische Königin im Dezember 1980. Und als Übernachtungsmöglichkeit vor der morgendlichen Militärvisite nutzte das königliche Protokoll das Haus des Brigadegenerals in Oerlinghausen.

In Bielefeld-Brackwede rauschte sie in den 60er Jahren eigentlich nur vorbei. Für ein paar Minuten sah man sie dort am Bahnhof winkend an einem Zugfenster stehen.

Am 7. Juli 1977 schlug das Herz des Paderborner Landes für die englischen Monarchie. Achteinhalb Stunden lang machte die britische Königin Elizabeth II. im Kreis Paderborn Station. Dabei nahm sie in der Senne bei Bad Lippspringe die bislang größte britische Truppenparade auf deutschem Boden ab und trug sich anschließend im Paderborner Rathaus ins Goldene Buch der Stadt ein.

Tod von Prinz Philip im Jahr 2021

An der Seite der Queen war stets Ehemann Philip. Für die Hochzeit ins Haus Windsor verzichtete der deutsch-griechische Prinz auf eine Karriere bei der Royal Navy.

Königin Elizabeth II. von Großbritannien und ihr Mann Prinz Philip winken nach der prunkvollen Krönungszeremonie 1953 vom Balkon des Buckingham Palasts. Foto: Str/PA/dpa

Am 9. April 2021 starb Philip im Alter von 99 Jahren. Für die Queen ein schwerer Schlag.

Wüst: NRW trauert mit den Briten um Queen

 Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat nach dem Tod von Queen Elizabeth II. seine Trauer ausgedrückt und an ihre Verbindung mit dem bevölkerungsreichsten Bundesland erinnert. „Mit Königin Elizabeth II. verlieren wir eine der bedeutendsten und pflichtbewusstesten Monarchinnen der Zeitgeschichte“, teilte er am Donnerstagabend mit. „Nordrhein-Westfalen trauert mit den Briten um ihre Königin.“

Bei ihren Besuchen in NRW 1965 und 2004 habe sie die Herzen der Nordrhein-Westfalen berührt, sagte Wüst. Die Queen zu Gast in NRW - das sei „Ausdruck gelebter Freundschaft und tiefer Verbundenheit zwischen unseren Ländern“ gewesen. „Wegen ihrer Gelassenheit und ihrer Empathie wurde sie hochverehrt“, sagte er. „Mit ihrem Tod geht ein Kapitel Zeitgeschichte zu Ende.“

Wie der Landtag mitteilte, soll in dem Parlamentsgebäude ein Kondolenzbuch ausgelegt werden, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Trauer bekunden können. Die britische Königin starb am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland, wie der Palast mitteilte.

„Operation London Bridge“ - Was passiert, nachdem die Queen gestorben ist? 

„London Bridge is down.“ Mit diesem Satz - auf Deutsch etwa „Die London Bridge ist eingestürzt“ - informiert der Privatsekretär der Queen den britischen Premierminister oder die Premierministerin darüber, dass Königin Elizabeth II. tot ist.

Das sind die nächsten Schritte nach Angaben der Vereinigung der Auslandspresse in Großbritannien:

- Das Außenministerium wird die Nachricht an die Regierungen außerhalb des Vereinigten Königreichs, in denen die Königin Staatsoberhaupt ist, und an die anderen Länder des Commonwealth übermitteln.

D-Day

- Der Tag, an dem die Königin stirbt, heißt D-Day. Jeder folgende Tag bis zum Tag der Beerdigung wird als D-Day+1, D-Day+2 und so weiter bezeichnet.

- Die Minister werden per E-Mail über den Tod informiert. Spätestens zehn Minuten nach Bekanntgabe des Todes werden die Flaggen auf der Straße Whitehall im Londoner Regierungsviertel auf halbmast gesenkt.

- Die britische Nachrichtenagentur Press Association wird eine Blitzmeldung senden. Gleichzeitig wird am Buckingham Palast die offizielle Mitteilung über den Tod an das Tor oder an eine Staffelei geheftet.

- Das britische Parlament und die Parlamente in Schottland, Wales und Nordirland werden vertagt.

- Auf der Webseite der Königsfamilie erscheint eine schwarze Seite mit einer Erklärung, in der der Tod bestätigt wird. Auf der Website der britischen Regierung wird ein schwarzes Banner angezeigt.

- Der Premierminister oder die Premierministerin wird als erster oder erste eine Erklärung abgeben.

- Die königliche Familie wird die Pläne für das Staatsbegräbnis veröffentlichen, das voraussichtlich zehn Tage nach dem Tod stattfinden soll. Eine nationale Schweigeminute wird angekündigt.

Operation Springflut

- Der Premierminister wird eine Audienz mit dem neuen König halten. Damit leitet er die „Operation Spring Tide“ (Springflut) ein.

- Beerbt wird Elizabeth II. von ihrem Sohn Prinz Charles. Sein königlicher Name wird Charles III. sein. 

- Der neue König wird an diesem Tag um 18 Uhr eine Ansprache an die Nation halten.

D-Day+1

- Ein Rat tritt um 10 Uhr zusammen, um den König zum neuen Monarchen zu proklamieren. Die Proklamation wird im St. James's Palace und in der Royal Exchange, dem Ort der ersten Börse Londons, verlesen, wodurch Charles als König bestätigt wird.

- Das Parlament tritt zusammen, um eine Beileidsbekundung zu verabschieden. Alle parlamentarischen Arbeiten werden für zehn Tage ausgesetzt.

- Der Premierminister und das Kabinett werden um 15.30 Uhr mit dem neuen König zusammentreffen.

D-Day+2 und Operation Einhorn

- Der Sarg der Königin wird in den Buckingham-Palast gebracht sofern er nicht bereits dort ist.

- Der Leichnam der Königig wird von Balmoral mit dem königlichen Zug nach London überführt («Operation Unicorn» - also Einhorn). Sollte dies nicht möglich sein, wird ihr Leichnam nach London zurückgeflogen.

D-Day+3

- Der neue König wird den Kondolenzantrag in der Westminster Hall entgegennehmen.

- Anschließend begibt er sich auf eine Trauerreise durch das Vereinigte Königreich, beginnend mit Schottland. Er wird im schottischen Parlament einen Kondolenzantrag entgegennehmen und an einem Gottesdienst in der St. Giles' Cathedral in Edinburgh teilnehmen.

D-Day+4

- Der König wird in Nordirland eintreffen, wo er im Hillsborough Castle eine weitere Beileidsbekundung entgegennehmen und an einem Gottesdienst in der St. Anne's Cathedral in Belfast teilnehmen wird.

- Es findet eine Probe für die „Operation Lion“ (Löwe) statt: die Prozession mit dem Sarg vom Buckingham Palace zum Parlamentsgebäude Palace of Westminster.

D-Day+5

- „Operation Lion“: Der Sarg der Königin wird auf einer Route durch London vom Buckingham Palace zum Parlamentsgebäude Palace of Westminster überführt. In der Westminster Hall findet eine Gedenkfeier statt.

D-Day+6: Operation Feder

- „Operation Feather“ (Feder): Die Königin wird drei Tage im Palace of Westminster aufgebahrt. Der Sarg wird 23 Stunden am Tag für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

- Probe für den Staatsbegräbniszug

D-Day+7

- Der König reist nach Wales, um einen Antrag des walisischen Parlaments entgegenzunehmen und an einem Gottesdienst in der Kathedrale von Llandaff in Cardiff teilzunehmen.

D-Day+8 und 9

- Der Sarg wird aufgebahrt. Hunderttausende Menschen werden in London erwartet, um der Queen die letzte Ehre zu erweisen. Kondolenzbücher werden online geöffnet.

D-Day+10

- Staatstrauertag

- Das Staatsbegräbnis findet in der Westminster Abbey statt.

- Im ganzen Land wird es mittags zwei Schweigeminuten geben

- Prozessionen finden in London und Windsor statt.

- Die Königin wird auf Schloss Windsor in der King George VI. Memorial Chapel neben ihrem Vater beigesetzt. Das Porträt der Königin wird mit einem schwarzen Band in allen Rathäusern für einen Monat aufgehängt, bevor es durch ein Porträt des neuen Königs ersetzt wird.

Der Nachruf

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