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Wettbewerb

Filmfestival Max Ophüls Preis startet wieder in Präsenz

Saarbrücken (dpa)

Zwei Jahre lang verhinderte Corona viele Begegnungen zwischen Filmschaffenden und Fans. Jetzt kann das Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken wieder in Präsenz laufen. Es gilt als Sprungbrett für Talente - auch Promis sind wieder dabei.

Von dpa

Wieder in Präsenz: Das Filmfestival Max Ophüls Preis beginnt. Foto: Oliver Dietze/dpa

Die Vorfreude und die Spannung sind bei allen Beteiligten groß: Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie kehrt das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) komplett in die Kinos zurück. Nach einer Online- und einer Hybrid-Ausgabe wird das 44. MOP vom 23. bis 29. Januar erstmals wieder in Präsenzform stattfinden, ergänzt um einige Online-Angebote.

«Nach ein paar größeren und kleineren Hürden der letzten Wochen sind wir nun überglücklich auf der Zielgeraden und aufgeregt, dass es endlich am Montag losgeht und wir unsere Gäste und das Publikum vor Ort begrüßen können», sagte Festivalleiterin Svenja Böttger der Deutschen Presse-Agentur. Auch prominente Schauspielerinnen und Schauspieler werden in Saarbrücken erwartet. Zur Eröffnung wollen  Barbara Philipp, Peter Lohmeyer, Ben Münchow und Pegah Ferydoni kommen. Ihren Besuch angekündigt haben für die Festivalwoche zudem Sandra Hüller, Heiko Pinkowski, Bibiana Beglau und Lena Urzendowsky. 

Insgesamt werden 127 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in 225 Vorstellungen gezeigt: an sieben Spielstätten in Saarbrücken und an anderen Orten im Saarland. Die Themen reichen von gebrochenen Männlichkeitsbildern, Eltern-Kind-Beziehungen, psychischer Gesundheit und queeren Liebesgeschichten bis zu Krieg, Flucht und Militär. Auch die Darstellungsform ist vielfältig: Viele kleine und persönliche Geschichten sind ebenso dabei wie Absurdes, Mystery und Horror. Nur Komödien sind diesmal die Ausnahme.

56 Filme starten in den vier Wettbewerbskategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm, darunter 39 Uraufführungen. Böttger und die beiden neuen Programmleiterinnen Theresa Winkler und Carolin Weidner hatten die Wettbewerbs-Teilnehmer aus insgesamt 700 Filmen ausgesucht. Damit war die Zahl der Einsendungen weitaus höher als in den beiden Jahren zuvor. Auf die Wettbewerbsfilme warten 18 Preise mit einem Gesamtvolumen von 118 500 Euro, unter anderem der mit 36 000 Euro dotierte Max-Ophüls-Preis für den besten Spielfilm.

Zusätzlich zu den Kinopremieren wird eine Auswahl an Filmen des Programms über ein Streaming-Angebot deutschlandweit mit begrenztem Ticketkontingent zur Verfügung gestellt. Eröffnet wird das Festival am Montag (19.30 Uhr) in Saarbrücken mit dem Spielfilm «Aus meiner Haut» von Alex Schaad. Auch das Filmteam wird dazu erwartet:  darunter neben Regisseur Alex Schaad sein Bruder Dimitrij, der nicht nur im Film mitspielt, sondern auch das Drehbuch mitgeschrieben hat.

Der Schauspielerin Sandra Hüller widmet das 44. Filmfestival das diesjährige Tribute und präsentiert drei ihrer Filme sowie eine Auswahl an Musikvideos. Am Samstag (28. Januar) wird Hüller eine exklusive Masterclass unterrichten sowie ein öffentliches Werkstattgespräch führen.

Den Auftrag, das einzige dezidierte Nachwuchsfestival für den deutschsprachigen Film zu sein, nimmt man nach Aussage von Svenja Böttger sehr ernst. Nach zwei Jahren Online-Aktivitäten startet auch wieder das Branchenprogramm «MOP-Industry». In zahlreichen Veranstaltungen sollen vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und der Vernetzung zwischen Nachwuchs und Experten der Filmbranche geboten werden. Nach Angaben Böttgers ist es das Anliegen, «den Talenten den Weg in die Branche zu erleichtern und ihnen einen umfassenden Übungsplatz zu bieten».

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