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ARD-Telenovela

Keine Weihnachtsferien bei «Roten Rosen» wegen Corona

Die Dreharbeiten zu den «Roten Rosen» pausieren nur über die Feiertage. Die Schauspieler müssen die Corona-Pause aus dem Frühjahr aufholen. Der Produzent hat keine Angst vor einem Covid-19-Fall am Set - die Hygienemaßnahmen seien vorbildlich.

dpa

Produzent Jan Diepers muss mit dem «Rote Rosen»-Team den Rückstand aufholen. Foto: Philipp Schulze

Lüneburg (dpa) - Der Weihnachtsurlaub ist für die Schauspieler der ARD-Telenovela «Rote Rosen» coronabedingt gestrichen. «Eine richtige Pause ist nicht existent. Wir arbeiten durch, weil wir Zeit verloren haben», sagte Produzent Jan Diepers der Deutschen Presse-Agentur.

Die Rosen mussten vom 23. März an für fünf Wochen pausieren und haben den Rückstand bei der Vorproduktion der Nachmittagssendungen noch nicht aufgeholt.

«Jeder Krankheitsfall, jeder Schnupfen kostet Zeit, da müssen wir jedes Mal verschieben oder das Drehbuch umschreiben», erklärt Diepers, der seit August die 18. Staffel in Lüneburg betreut. So habe man zuletzt auch drei Samstage in Reihe gearbeitet, um Zeit aufzuholen. Allerdings sei der normale Krankenstand durch das Maskentragen im Alltag und in den Aufenthaltsräumen zurückgegangen.

Angst vor Corona am Set hat der Serienproduzent nicht: «Bisher hatten wir keinen positiven Covid-19-Fall in der Produktion und ich erwarte auch keinen. Wir haben ein sehr strenges Sicherheitskonzept.» Entscheidend sei aber, dass die Mitarbeiter Verantwortung füreinander übernehmen und auch im Privaten umsichtig sind.

Aber falls sich die Zuschauer in Zukunft wundern sollten, dass es in der Serie keine Mund-Nase-Bedeckungen gibt, kann Diepers beruhigen: Es werde viel getestet vor Szenen mit Nähe. Und weil es ein fiktionales Format sei, müsse es nicht an die aktuelle Realität angelehnt sein. «Der Zuschauer braucht die Entspannung am Nachmittag, bei uns gibt es am Ende des Tages doch auch ein Happy End», meint Diepers. «Deshalb ist Lüneburg auch so gut geeignet, der Ort ist toll, wird mit Urlaub verbunden.»

Und wenn es etwas Positives in der Pandemie gebe, dann sei es die Rückbesinnung auf traditionelle Werte. «Der Markenkern der Rosen sind Freundschaft, Zusammenhalt und Emotionen. Corona hilft, Prioritäten zu setzen», betont Diepers, der zusammen mit seinem Kollegen Emmo Lempert die Verantwortung für die Produktion trägt.

Mit Liedermacher Rolf Zuckowski wurde ein Weihnachtslied aufgenommen, der klassische Heiligabend findet in der Serie allerdings nicht statt. Zu groß ist die Gefahr einer Verschiebung des Sendedatums durch aktuelle Geschehnisse. Für das Team fallen Weihnachtsfeier und Geschenke aus, stattdessen erhalten die Mitarbeiter einen Corona-Bonus, der steuerfrei ausgezahlt werden kann.

© dpa-infocom, dpa:201223-99-793348/3

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