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Bravo-Rufe für „Mephisto“-Ensemble und -Inszenierung in Bielefeld

„Seine Falschheit ist seine Echtheit“

Bielefeld

Der reale Schlussapplaus steht dem, der zu Beginn der Aufführung von „Mephisto“ überlaut aus der Konserve zu hören ist, in nichts nach: Das Premieren-Publikum im Bielefelder Stadttheater feierte am Samstagabend Inszenierung, Ensemble und vor allem Hauptdarsteller Simon Heinle mit stehenden Ovationen und Bravo-Rufen.

Von Burgit Hörttrich

Die Inszenierung des „Mephisto“ spielt nicht nur mit dem Theater im Theater, sondern auch mit Film und Live-Video wie in dieser Szene mit (von links) Oliver Baierl, Thomas Wehling, Thomas Wolff, Susanne Schieffer und Leona Grundig.
Foto: Philipp Ottendoerfer

Dabei spielte die zweite Hauptrolle unbedingt die Inszenierung von Dariusch Yazdkhasti. Er setzte Film und Live-Video ein, um jede Nuance, aber auch die Monstrosität der zeitgeschichtlichen Ereignisse sichtbar zu machen, vor allem aber, um das gesamte Theatergebäude vom Zuschauerraum bis zu den Künstlergarderoben, verfremdet in Schwarzweiß, mit einbeziehen zu können. Theater im Theater – schließlich ist Hendrik Höfgen, der legendäre „Mephisto“, nur „ein ganz gewöhnlicher Schauspieler“ und seine Welt ist die Bühne.

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