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Neues Buch von Frank Schätzing: mit mehr Klimaschutz in eine bessere Zukunft

Thriller-Autor schreibt wieder ein Sachbuch

Köln (dpa)

Wenn es nach Greta Thunberg geht, dann gibt es in der Pandemie zumindest eine positive Erkenntnis: Die Menschheit kann entschlossen auf eine Krise reagieren, wenn sie denn nur will. Nun bekommt Thunberg tatkräftige Unterstützung eines deutschen Bestseller-Autoren: Frank Schätzing hat ein neues Buch geschrieben.

Steffen Trumpf

Frank Schätzing. Foto: picture alliance

Diesmal keinen dicken Thriller wie „Der Schwarm“ oder „Limit“, sondern sein zweites Sachbuch. Es heißt „Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise“, ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und soll der Leserin und dem Leser aufzeigen, wie die Welt vor dem Klimakollaps bewahrt werden kann. „Wir können Einfluss nehmen. Wenn wir nur wollen“, schreibt Schätzing.

Frank Schätzing: Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise. Kiepenheuer & Witsch, Köln, April 2021, 336 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3-462-00201-0. Foto:

Bis dahin muss das größte Problem der Menschheit – ja, das ist nicht Corona, sondern der Klimawandel – vom Leser zunächst einmal von Grund auf verstanden werden. Schätzing erklärt deshalb in der ersten Hälfte des Buches die Grundlagen: Was ist der Klimawandel, was unterscheidet das Klima vom Wetter und warum ist all das so gefährlich, wenn es ein paar Grad wärmer wird und irgendwo in der fernen Arktis das Eis schmilzt? Ausgestattet mit diesem Wissen erklärt der „Schwarm“-Autor seinen Lesern dann, was auch sie selbst tun können, um diese Krise zu bekämpfen – und noch dazu ein schöneres Leben zu führen.

Frank Schätzing

Was zunächst paradox klingt: Gerade die Corona-Krise hat Schätzing dazu gebracht, sein neues Buch dem Kampf fürs Klima zu widmen. „Ich hatte das Gefühl, ich muss was tun. Klar spielte auch die Situation im letzten Jahr eine Rolle“, sagte der 63-Jährige. Ein Jahr lang habe Corona alles überlagert und auch den Klimaschutz scheinbar in Vergessenheit geraten lassen.

Tatsächlich aber habe das Coronavirus den Menschen geholfen, Probleme wie die Erderwärmung und Pandemien im größeren Zusammenhang zu sehen. In Schätzings Worten: „Corona ist ein Arschloch, keine Frage. Aber es weitet unseren Blick fürs große Ganze.“ Und noch dazu sehnten sich die Menschen danach, etwas zu bewegen – und zu handeln. „Ich glaube, 2021 wird ein Klimajahr“, sagt Schätzing.

Ob er einen Thriller wie zuletzt „Die Tyrannei des Schmetterlings“ oder ein Sachbuch wie früher auch „Nachrichten aus einem unbekannten Universum“ schreibt, das macht für den Autoren keinen Unterschied. „Ich bin Geschichtenerzähler. So gehe ich auch an Sachbücher heran.“ Je packender ihm das Erzählen gelinge, desto eher höre man ihm zu – und es gelingt, auch dank seines Talents für das Verknüpfen von Wissen, Spannung und Humor.

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