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Wie finde ich einen guten Beamer?

Beamer und Heimkino gehören untrennbar zusammen. Für viele Nutzer kommt nämlich nur dann eine wirkliche Heimkino-Atmosphäre auf, wenn sie sich die packende Handlung eines Films auf eine riesengroße Leinwand projizieren lassen. Doch der Markt für Beamer ist besonders für Einsteiger verwirrend. Viele Interessierte verstehen erst einmal nur chinesisch, wenn sie sich mit den vielen Fachbegriffen wie ANSI-Lumen, LCD, DLP und Keystone-Korrektur auseinandersetzen.

Aschendorff Medien

Foto: unsplash

Deshalb möchten wir in diesem Ratgeber für Abhilfe sorgen. Wir leiten Sie sicher durch den Dschungel an Fachbegriffen, damit Sie den Projektor finden, der eine exzellente Leistung mit einer üppigen Funktionsvielfalt vereint und exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Eine gelungene Auswahl präsentiert dieses Kundenportal, das die besten Beamer ermittelt hat.

Auflösung

Beginnen wir mit einem eher leichten Thema: die Auflösung. Die Auflösung kennen die meisten schon aus der Welt der Fernseher und Videos. Über viele Jahre dominierte hier die Standard Division (SD) mit einer Pixelschärfe von 720 × 576. Erst ab dem neuen Jahrtausend galoppierte der Fortschritt in Siebenmeilenstiefeln voran. Die High Definition (HD) löste mit einer Pixelschärfe von 1280 × 720 den ehemaligen „Standard“ ab. Es folgte Full-HD mit einer Sehschärfe von 1920 × 1080 px, während sich heute eine Auflösung in 4K mit 3840 × 2160 px immer mehr durchzusetzen beginnt.

Vor den Toren steht bereits der Standard 8K (8192 × 4320 px). Jeder, der einmal auf YouTube oder anderswo eine Kostprobe von 8K erhalten hat, wird das Gefühl kennen, man schaue direkt aus dem Fenster. Bei Beamern verläuft die Entwicklung etwas langsamer als beim Fernseher. Der Standard 4K wird allerdings auch auf dem Markt für Heimkino-Projektoren angeboten.

Lichtstärke und Kontrastverhältnis

Neben der Auflösung sind Lichtstärke und Kontrastverhältnis zentrale Pfeiler, die Auskunft über die Bildqualität des Beamers geben. Die Lichtstärke zeigt die Fähigkeit des Beamers an, sich gegenüber der Hintergrundhelligkeit durchzusetzen. Beamer mit einer geringen Lichtstärke lassen sich hingegen nur in einem abgedunkelten Raum richtig genießen. Bei Heimkino-Beamern sollten es schon mindestens 2.000 ANSI-Lumen sein. 3.500 ANSI-Lumen benötigt man, wenn man auch bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung auf den Beamer schauen möchte.

Das Kontrastverhältnis eines Beamers ist die Kennzahl, die den Faktor des hellsten Punktes gegenüber dem dunkelsten Punkt anzeigt. Nur bei einem hohen Kontrastverhältnis sehen die Bilder nicht verwaschen aus, sondern erstrahlen differenziert und in klaren Konturen. Als Minimum benötigen Kunden ein natives Kontrastverhältnis von mindestens 5.000:1 und für ein wirklich gelungenes Heimkinoerlebnis von mindestens 10.000:1.

Mit einer Zwischenbildberechnung (Interpolation) vervielfachen manche Hersteller das Kontrastverhältnis. Dieses ist dann allerdings nicht mehr nativ und wird von manchen Experten kritisch gesehen. Diese befürchten aufgrund möglicher Berechnungsfehler, die sich in Bildfehlern niederschlagen einen sogenannten Soap-Opera-Effekt.

Projektionstechnologie

Die beiden bekanntesten Technologien sind bei Beamern die Verfahren DLP und LCD. LCD-Beamer bestechen durch ihre schillernde Farbvielfalt, während DLP-Beamer dunkle Szenen wirklich dunkel darstellen können, durch einen besseren Kontrastwert auffallen und bei schnellen Szenen ihre Vorteile haben.

Darüber hinaus gibt es diverse Weiterentwicklungen der Projektionstechnologie wie 3LCD, D-ILA, LcoS und SXRD. Ein LED-Beamer ist der sparsamste Vertreter seiner Zunft, dessen Bildqualität allerdings nicht wirklich überzeugen kann. Als König unter den Beamern wird ein Laser-Beamer angesehen, der allerdings noch ein Vielfaches dessen kostet als andere Projektoren.

Nützliche Funktionen und Anschlüsse

In vielen Räumen fehlt die Möglichkeit, den Beamer rechtwinklig zur Leinwand aufzustellen. Für Abhilfe sorgen die Keystone-Korrektur und der Lensshift. Der Lensshift ist generell vorzuziehen, denn er leistet die digitale Übersetzung der Verschiebungen auf die Weise, dass eine Verschiebung des Beamers nicht mehr notwendig ist. Kurzdistanz- und Ultrakurzdistanzbeamer sind wiederum ideal für kleine Haushalte, weil sie nur wenig Abstand zur Leinwand benötigen. Die Focus-Funktion dient dem Schärferstellen der Bilder bei Bedarf und der Zoom ist eine Lupenfunktion, wobei eine zweifache Vergrößerungsleistung markttypisch ist.

Wer seinen Beamer mobil nutzen möchte, ist mit einem Dreifuß gut bedient, während das Plug-and-Play-Feature eine besonders einfache Bedienung verspricht. Bei den Anschlüssen gelten analoge Übertragungen als veraltet, sodass digitale Standards wie HDMI und DVI vorzuziehen sind. Die Internet-Konnektivität stellt neben WLAN bei Beamern auch Miracast her, wobei Miracast ebenfalls zur Herstellung einer Smartphone-Verbindung genutzt werden kann.

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