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Offenbar keine Verletzten

Auto mit Protest-Botschaft dringt an Tor des Kanzleramts vor

Schrecksekunde im Regierungsviertel: Während drinnen im Bundeskanzleramt das Kabinett tagt, dringt ein Auto bis zum Tor vor. Auf den Fahrzeugseiten stehen Beschimpfungen und politische Forderungen.

dpa

Ein Auto steht vor dem Tor des Bundeskanzleramts. Auf der Tür ist die Aufschrift «Stop der Globalisierungs-Politik» zu lesen. Foto: Michael Kappeler

Berlin (dpa) - Ein Autofahrer ist am Mittwochvormittag mit seinem Wagen bis zum Tor des Bundeskanzleramtes in Berlin vorgedrungen. Das sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Hintergründe sind unklar.

Von Verletzten sei zunächst noch nichts bekannt. Der Fahrer wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen, wie die Berliner Polizei auf Twitter mitteilte. Es werde derzeit noch geklärt, ob er den Wagen gegen das Tor vor dem Gebäude gesteuert habe.

Auf der Seite des augenscheinlich unbeschädigten dunklen Kombis steht in weißer Schrift eine Beschimpfung geschrieben: «Ihr verdammten Kinder und alte Menschen-Mörder». Auf der Beifahrerseite steht «Stop der Globalisierungs-Politik».

Der Vorfall ereignete sich während der laufenden Sitzung des Bundeskabinetts. Dieses tagt in der Regel mittwochs morgens im Kanzleramt.

Ob die Aktion womöglich in Zusammenhang mit den jüngsten Protesten gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht, war zunächst noch unklar. In der vergangenen Woche waren während einer Abstimmung des Bundestages über das Infektionsschutzgesetz Protestkundgebungen in direkter Nähe des Bundestages und vor dem Kanzleramt verboten worden.

© dpa-infocom, dpa:201125-99-456228/7

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