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Nach Tod von Präsident Déby

Bundesregierung: Deutsche im Tschad sollen Land verlassen

Nach dem Tod von Tschads Langzeitherrscher Déby warnt das Auswärtige Amt vor bewaffneten Auseinandersetzungen. Im Land lebende Deutsche sind aufgerufen, noch bestehende Flugverbindungen zu nutzen.

dpa

Mahamat Idriss Déby Itno (Mitte), Sohn des verstorbenen tschadischen Präsidenten, soll eine militärische Übergangsregierung führen. Foto: -

Berlin (dpa) - Angesichts der unübersichtlichen Lage im Tschad hat die Bundesregierung die dort lebenden Deutschen zum sofortigen Verlassen des Landes aufgerufen.

Sie sollten die noch bestehenden Flugverbindungen nutzen, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in der Bundespressekonferenz in Berlin. Es sei auch eine Reisewarnung ausgesprochen worden.

Nach dem überraschenden Tod des tschadischen Langzeitherrschers Idriss Déby Itno hat der neue Übergangs-Militärrat die Machtverhältnisse in einer Regierungscharta geregelt. Die Führung des zentralafrikanischen Landes setze sich ab sofort aus dem Militärrat, einem Nationalen Übergangsrat und einer Übergangsregierung zusammen, heißt es in einem Dokument. Als Präsident des Übergangsmilitärrates übernehme Débys Sohn Mahamat die Aufgaben des Präsidenten der Republik und Obersten Chefs der Armeen. Er werde eine Übergangsregierung ernennen, die ihm unterstellt sei.

Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Internetseite, dass im Tschad mit politischer Instabilität und bewaffneten Auseinandersetzungen zu rechnen sei. Die Bundesregierung werbe dafür, dass das Land so schnell wie möglich zu einer verfassungsgemäßen Ordnung zurückkehrt, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

«Das heißt, dass wir das Militär und alle gesellschaftlichen Kräfte im Tschad dazu aufrufen, unter der Achtung der Menschenrechte einen friedlichen Übergang in eine neue demokratische Ordnung im Rahmen der Verfassung zu ermöglichen.»

© dpa-infocom, dpa:210421-99-294718/2

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