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»Breitbart News« entschuldigt sich bei Fußball-Weltmeister

Jets-Ski-Foto: Poldi geht trotz Löschung weiter gegen US-Portal vor

Berlin (epd). Fußball-Weltmeister Lukas Podolski geht nach einer Entschuldigung von »Breitbart News« weiterhin juristisch gegen das ultrarechte US-Nachrichtenportal vor.

Das Bild entstand während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Foto: dpa

»Breitbart News«

Der US-Unternehmer Andrew Breitbart rief »Breitbart News« 2007 als Informationsportal für rechte Kreise ins Leben. Nach Breitbarts Tod 2012 übernahm Stephen Bannon das Ruder, der später als Chefstratege von US-Präsident Donald Trump in das Weiße Haus wechselte und nach seiner Entlassung dort in der vergangenen Woche zu »Breitbart News« zurückkehrte. Seinen Hauptsitz hat »Breitbart News« in Los Angeles, weitere Büros gibt es bislang in Texas, London und Jerusalem. Ende vergangenen Jahres hatte das Portal angekündigt, auch nach Deutschland und Frankreich expandieren zu wollen.

Die Seite hatte ein Foto des Sportlers am Freitag in den Zusammenhang mit Schleuserbanden im Mittelmeer gebracht . Am Sonntagabend löschte die Redaktion das Bild und entschuldigte sich bei dem 32-Jährigen. »Das reicht uns noch nicht«, sagte Podolskis Anwalt Simon Bergmann am Montag in Berlin.

Ein Unterlassungsanspruch verfalle nicht durch Entschuldigung und Löschung. »Unser Ziel ist es, auch gegen zukünftige Persönlichkeitsrechtsverletzungen abgesichert zu sein.« Eine entsprechende Abmahnung sei inzwischen an »Breitbart News« verschickt.

Bild entstand während WM in Brasilien

Auf dem Bild, das während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien entstand, ist Podolski gut gelaunt als Mitfahrer auf einem Jet-Ski zu sehen.

»Breitbart News« stellte das Foto zu einem Artikel der französischen Nachrichtenagentur AFP, in dem es heißt, die spanische Polizei habe einer Gruppe von Schleusern aufgebracht, die Menschen per Jet-Ski von Marokko nach Spanien gebracht haben soll.

»Keinen Beweis«

Nach Löschung des Fotos fügte »Breitbart News« dem Artikel einen Hinweis an, in dem es heißt: »Breitbart London möchte sich bei Herrn Podolski entschuldigen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass Herr Podolski Mitglied einer Bande von Migranten ist oder geschleust wurde.« Dem Profifußballer wünscht das Portal »alles Gute für seinen kürzlich angekündigten Rückzug aus dem internationalen Fußball«.

Podolski absolvierte im Frühjahr sein letztes Spiel als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Derzeit kickt er beim japanischen Club Vissel Kobe.

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