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Entscheidung müsse in Gesamtkonzept eingebettet sein

Laumann verteidigt Schulöffnungen in NRW

Düsseldorf (epd)

NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) hat die Schulöffnungen in NRW verteidigt. Es gebe die klare Regelung, einen Schulschließungen erst dann zu erwägen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz mit Corona-Infektionen dauerhaft über 100 pro 100.000 Einwohnern liege, sagte Laumann am Mittwoch im WDR-Morgenecho.

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NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) Foto: Federico Gambarini/dpa

Eine solche Entscheidung müsse zudem in ein Gesamtkonzept eingebettet sein. Die Oberbürgermeister oder Landräte müssten ein Gesamtkonzept vorlegen und auch Alternativen zu Schulschließungen vorschlagen.

Laumann kritisierte einen Antrag der Stadt Dortmund, die den Präsenzunterricht angesichts steigender Infektionszahlen vorsorglich auszusetzen wollte. Der Antrag war vom Gesundheitsministerium abgelehnt worden. Wenn eine Gemeinde trotz nicht problematischer Inzidenzwerte Schulen schließen, aber zugleich alles andere aber weiterlaufen lassen wolle, sei es „ganz gut, dass da ein Gesundheitsministerium oder auch ein Schulministerium noch mal drüber guckt“, sagte Laumann.

Insgesamt würden aktuell 2,5 Millionen Selbsttests an die Schulen verteilt, erklärte Laumann weiter. Jeder Schüler in NRW könne so bis Ostern mindestens einmal getestet werden. „Es ist nicht alles rund, aber auf dem richtigen Weg.“

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) kritisierte hingegen die Entscheidung des Gesundheitsminister scharf. „Wir haben die Situation in Dortmund, dass die britische Variante das Ruder des Infektionsgeschehens übernommen hat“, sagte Westphal im WDR-Morgenecho. Die Ansteckung betreffe jetzt stärker Kinder. Die Übertragungsrate in den Familien liege bei 100 Prozent. „Das sehen wir in den Schulen. Deshalb fanden wir es nicht verantwortlich, hier jetzt zu öffnen.“ Voraussichtlich werde bereits am Montag die Dortmunder Inzidenz die 100er-Grenze überschreiten.

„Wir müssen jetzt handeln, damit wir nicht nach Ostern Inzidenzwerte haben wie in Großbritannien im Januar“, warnte Westphal. „Deshalb sollten wir jetzt schließen.“

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