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Präsidentschaftswahl

Macron wirft Le Pen heimliche Ausstiegspläne aus der EU vor

Mulhouse (dpa) -

Vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wird der Ton der Kontrahenten rauer. Präsident Macron spricht von «Blödsinn», die seine rechtsnationale Herausforderin Le Pen erzähle.

Von dpa

Frankreich steht nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Foto: Ludovic Marin/AFP/dpa

Vor der Endrunde der Präsidentschaftswahl hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron seiner rechtsnationalen Herausforderin Marine Le Pen heimliche Austrittspläne aus der EU vorgeworfen.

«Frau Le Pen erzählt wie üblich Blödsinn», sagte Macron am Dienstag im elsässischen Mulhouse. Sie habe gesagt, die EU-Beträge nicht mehr bezahlen und alleine die Regeln verändern zu wollen. «Es gibt einige, die es versucht haben, die haben Probleme», meinte Macron. «Das heißt, sie will austreten, aber traut sich nicht mehr, es zu sagen.»

«Sie hat in ihr Programm aufgenommen, dass sie eine Allianz unter Nationalstaaten bilden will», sagte Macron. «Also, sie will aus Europa raus und etwas Neues machen, sicher mit ihren Freunden, sie will eine Allianz bilden mit Polen und Ungarn, das ist ein ulkiger Club», sagte der Präsident mit Blick auf enge Kontakte von Le Pen zu den beiden euroskeptischen Ländern. «Ich glaube nicht, dass das ein Club ist, der gut ist für Frankreich, das ist kein Club, der gut ist für Europa.»

Macron: «Ich glaube an Europa»

Macron betonte seine eigene Verbundenheit mit Europa sowie die Vorzüge der EU für das Leben der Menschen in Frankreich. «Ich glaube an Europa, wir haben es in den vergangenen fünf Jahren verändert und wir haben als Europäer Dinge gemacht, die das Leben unserer Landsleute verändert haben.» Unter anderem verwies er auf die gemeinsame europäische Impfstoffbeschaffung und den durch europäische Schulden finanzierten Fonds zur Bewältigung der Corona-Krise.

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