1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Ueberregional
  4. >
  5. Politik
  6. >
  7. Maskenausgabe angelaufen

  8. >

Apothekerverband zufrieden mit Logistik – Awo kritisiert Qualität aus Bundesbeständen

Maskenausgabe angelaufen

Düsseldorf (dpa/WB)

Die Ausgabe von insgesamt zunächst rund 20 Millionen FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen in Nordrhein-Westfalen ist nach Einschätzung der Apothekerverbände gut angelaufen.

wn

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe ist zufrieden mit der Ausgabe der FFP2-Masken in den Apotheken. Foto: Oliver Werner

Die Ausgabe von insgesamt zunächst rund 20 Millionen FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen in Nordrhein-Westfalen ist nach Einschätzung der Apothekerverbände gut angelaufen. Den allermeisten Apotheken sei es gelungen, innerhalb kürzester Zeit die „logistische Meisterleistung zu stemmen“ und ausreichend Masken für die erste Nachfrage bereitzustellen, sagte Nina Grunsky, Sprecherin des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. Nur vereinzelt würden Apotheken auf Nachschub warten. „Die Kollegen tun alles, um die Patienten zu versorgen“, versicherte sie.

Weitere Lieferungen würden kontinuierlich erwartet, berichtete der Verband. Es bestehe kein Grund, die Apotheken zu stürmen. Geraten wird dazu, die Abholung der Masken mit einem ohnehin geplanten Apotheken-Besuch zu verbinden, um doppelte Wartezeiten zu vermeiden. Denn „viele haben auch durchaus einen hohen Beratungsbedarf, wie die Maske zu tragen ist und was es zu beachten gilt“.

Unterdessen hat das Bundesgesundheitsministerium die Warnung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Westfalen vor dem Gebrauch von Schutzmasken aus den Beständen des Bundes als haltlos zurückgewiesen. „Diese Warnung entbehrt jeder Grundlage. Die Masken sind geprüft und für gut befunden worden“, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums Dienstag mit. Die versendete Schutzausrüstung an Pflegeeinrichtungen sei einem standardisierten, mehrstufigen Prüfverfahren unterzogen worden. Die Masken erfüllten „alle Anforderungen an die Qualität und Sicherheit, die Grundlage für eine Nutzung sind“. Geprüft wurden demnach unter anderem Funktion sowie Filterqualität. Das Masken-Hilfspaket entstamme dem in der Hochphase der Corona-Pandemie aufgrund von Sonderregelungen angeschafften Bestand der Bundesrepublik. „Sie werden nicht in den Verkehr gebracht und nicht generell bereitgestellt“, hieß es zudem. Damit wurde im Fall der Pflegeheime auf andere Bestände zurückgegriffen als bei den Schutzmasken, die seit Dienstag über Apotheken an die Risikogruppe ausgegeben werden sollten.

Die Awo hatte am Montag in einem Schreiben an 60 Einrichtungen in der Region vor dem Gebrauch der gelieferten Masken gewarnt. Es seien rund 30.000 FFP2-Schutzmasken geliefert worden, die aus Sicht der Awo „völlig untauglich“ seien. So seien sie mit dem Hinweis „Non-Medical“ versehen und damit nicht in der Pflege nutzbar, sagte ein Sprecher. Bei einigen fehlten zudem Angaben wie das Haltbarkeitsdatum oder der Verwendungsbereich.

Startseite