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In Kommunen mit Inzidenzwerten unter 100 und 50

NRW plant Öffnungen für Gastronomie und Handel

Düsseldorf

Angesichts sinkender Inzidenzwerte bei den Corona-Neuinfektionen und einer wachsenden Zahl geimpfter Menschen plant Nordrhein-Westfalen schrittweise Öffnungen im Gastgewerbe, Handel, Sport und Kultur.

Karl-Josef Laumann (r.,CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen und und Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen während einer Pressekonferenz am Mittwoch. Foto: Marcel Kusch/dpa

„Wir wollen Perspektiven aufzeigen und Schritte zur Wiederbelebung der Wirtschaft gehen“, kündigte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an. Die neue Corona-Schutzverordnung, die ab Samstag gilt, sieht abgestufte Öffnungen in Kommunen mit Inzidenzwerten unterhalb von 100 und 50 vor.

Ab einer fünftägigen Inzidenz von unter 100 darf demnach zunächst die Außengastronomie öffnen - für eine begrenzte Anzahl geimpfter, genesener oder negativ getesteter Besucher. Auch private Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen sind unter den gleichen Bedingungen wieder möglich. Sinkt der Inzidenzwert stabil unter 50, dürfen Gäste mit Test, Impfung oder bescheinigter überstandener Infektion in der Gastronomie auch wieder in Innenräumen bewirtet werden.

Außerdem sollen Messen, Tagungen und Kongresse möglich sein. Erleichterungen sind den Angaben zufolge auch für den Handel vorgesehen. Bei einer Inzidenz unter 100 entfallen Terminvergabe und die Erfassung von Kontaktdaten, Tests oder Impfnachweis bleiben aber erforderlich. Auch Sport- und Kulturveranstaltungen im Außenbereich mit begrenzter Personenzahl sollen erlaubt werden.

Der landesweite Inzidenzwert liegt nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) derzeit bei 116. In den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern werden mehr als 3.300 Corona-Patienten behandelt, davon mehr als 1.000 auf den Intensivstationen. „Wir sind immer noch in der dritten Welle, die aber gebrochen ist“, sagte Laumann. 1,6 Millionen Menschen seien bereits zweifach geimpft, 6,3 Millionen Menschen hätten eine erste Impfung erhalten.

Derzeit liefen gemeinsam mit dem Schulministerium die Planungen, wie eine mögliche Impfung von Kindern und Jugendlichen organisiert werden könne, sagte der CDU-Politiker weiter. Er rechne mit einer Zulassung des Biontech-Impfstoffes auch für 12- bis 15-Jährige im Juni, dann müssten noch die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts abgewartet werden. „Wir wollen möglichst noch vor den Ferien Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot machen.“ Voraussetzung sei, dass entsprechend genug Impfstoff vorhanden sei. Wichtig sei zudem eine Aufklärungsarbeit bei den Eltern.

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