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Ostern in Corona-Zeiten

Papst feiert Karfreitagsliturgie mit wenigen Gläubigen

Franziskus liebt die Nähe der Gläubigen. Doch auch diesmal muss der Papst Karfreitag und Ostern wegen der Corona-Pandemie ohne Menschenmassen feiern.

dpa

Papst Franziskus liegt bei der Karfreitagsmesse minutenlang flach auf dem Boden vor dem Altar im Petersdom. Foto: Andreas Solaro

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat am Karfreitag mit einigen Dutzend Menschen die Messe zum Leiden und Sterben von Jesus Christus gefeiert.

Vor rund 200 anwesenden Gläubigen, Nonnen, Priestern und Kardinälen lag das Oberhaupt der katholischen Kirche traditionell minutenlang flach auf dem Boden vor dem Altar im Petersdom. Wegen der Corona-Pandemie war, wie schon ein Jahr zuvor, nur eine begrenzte Zahl an Menschen zugelassen.

In der Predigt sagte der Prediger des Päpstlichen Hauses, Kardinal Raniero Cantalamessa, die Geschwisterlichkeit der katholischen Kirche sei verwundet. Sie sei durch die Spaltung der einzelnen Kirchen auseinandergerissen worden, erklärte der 86-Jährige. Diese Spaltungen, die Katholiken polarisierten, stammten von politischen Ideologien. «Wir müssen vom Beispiel Jesu und des Evangeliums lernen», forderte er. Alle müssten eine Gewissensprüfung im Hinblick darauf vornehmen.

Später am Abend steht für Franziskus vor dem Petersdom noch der Kreuzweg an. Wie bereits im vergangenen Jahr kann diese Feier anders als üblich nicht am Kolosseum in Rom stattfinden. Beim Kreuzweg wird traditionell der Weg von Jesus in den Tod am Kreuz und ins Grab nachgestellt. In diesem Jahr haben Kinder und Jugendliche dafür Texte verfasst und Bilder gemalt.

© dpa-infocom, dpa:210402-99-62720/3

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