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Protest gegen Corona-Maßnahmen in Kassel

Polizei nach Demo in der Kritik

Kassel

Nach dem Protest gegen Corona-Beschränkungen in Kassel ist die Debatte um den Einsatz der Polizei in vollem Gang. Der Ablauf werfe viele Fragen auf, „die selbstverständlich beantwortet werden müssen“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag, Eva Goldbach. Der Innenausschuss will sich mit den Fragen befassen.

wn

In Kassel hatten am Samstag mehr als 20.000 Menschen demonstriert – erlaubt waren nur 6000 und auch nicht in der Innenstadt. Viele Teilnehmer hielten sich nicht an Auflagen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Zudem gab es Gegendemonstrationen . Es kam teils zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat eine gründliche Nachbereitung des Polizeieinsatzes angekündigt. Kritiker werfen den Beamten ein zu zurück­haltendes Auftreten gegenüber den Corona-Maßnahmen-Gegnern vor. Auch Kritik am Umgang der Polizei mit Gegendemons­tranten gab es.

Die Polizeiführung hat ihr Vorgehen verteidigt. Man könne einen Platz mit Tausenden Menschen nicht mit Schlagstöcken oder Wasserwerfern räumen, weil diese keinen Mund-Nasen-Schutz trügen, hieß es bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Dann kommen wir zu der Verhältnismäßigkeit der Mittel“, sagte GdP-Landeschef Andreas Grün.

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