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NRW-Bildungsministerin kündigt Unterricht in Wechselmodellen an - Coronatests für Lehrer

Schulstart ab 22. Februar

Bielefeld/Düsseld...

Die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen starten am 22. Februar mit einem Unterricht in Wechselmodellen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise an.

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Leere Klassenzimmer in den Schulen sollen sich ab 22. Februar zunehmend füllen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Auch Förderschulen der Primarstufe sollten dann wieder beginnen. Die Jüngsten litten am meisten unter den Corona-Beschränkungen, hieß es.

Der Präsenzunterricht für alle weiteren Schüler soll dann an die weitere Infektionsentwicklung gekoppelt werden. So will Nordrhein-Westfalen wieder alle Schulformen öffnen, sobald der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist, wie Gebauer weiter ankündigte. Das Ministerium habe ein umfassendes Schutzkonzept beschlossen. Künftig solle es zwei Corona-Tests für Lehrer pro Woche geben.

Bei ihren Beratungen über die Corona-Maßnahmen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungsschefs in einer Videokonferenz vereinbart, dass es für die Öffnung der Schulen nach der weitgehenden Schließung im Corona-Lockdown keine einheitliche Regelung geben soll. Vielmehr sollen die Länder darüber im Rahmen ihrer Kultushoheit selbst entscheiden.

Merkel hätte sich nach eigener Aussage eine Öffnung von Schulen und Kitas um den 1. März herum gewünscht. Sie habe bestimmte eigene Vorstellungen gehabt, sagte die Kanzlerin, aber im Föderalismus gebe es tief verankerte Länderzuständigkeiten und dazu gehörten Schulen und Kitas. „Und da ist es ganz einfach nicht möglich, dass ich als Bundeskanzlerin mich so durchsetzen kann, als hätte ich da ein Vetorecht“, sagte Merkel nach den Beratungen. Deshalb habe man gesagt, die Kultushoheit zähle und die Länder würden das in eigener Verantwortung entscheiden.

In Nordrhein-Westfalen wird seit Mitte Dezember in allen Schulen zur Eindämmung der Corona-Infektionen Distanzunterricht erteilt. Bundesweit sind die meisten Kitas und Schulen seitdem geschlossen oder in stark eingeschränktem Betrieb. Für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen und für Kita-Kinder und Grundschüler Betreuungsangebote, wenn Eltern keine anderen Möglichkeiten haben. Die Länder handhaben das unterschiedlich streng. So findet in Niedersachsen seit Januar an Grundschulen auch bereits in eingeschränkter Form Unterricht statt. Sachsen hatte bereits am Dienstag beschlossen, in der kommenden Woche den Grundschul- und Kita-Betrieb wieder aufzunehmen.

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