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Ministerin Gebauer hofft auf Bestand des Wechselunterrichts bis zu den Sommerferien

Was jetzt in den Schulen gilt

Düsseldorf (WB)

Vor knapp einer Woche kam die Nachricht: alle Schulen bleiben geschlossen, Schülerinnen und Schüler müssen bis auf wenige Ausnahmen in den Distanzunterricht. Doch gestern verkündete NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine neuerliche Kehrtwende.

Frank Polke

In den NRW-Schulen gilt Maskenpflicht. Für jüngere Kinder reichen einfache Modelle, für ältere müssen es FFP2-Masken sein. Foto: dpa

NRW öffnet die Klassenzimmer wieder, wenigstens tageweise. Die Hintergründe:

Wechselunterricht

Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler – 2,5 Millionen in NRW – wechselweise an einem Tag in die Schule gehen dürfen, um dort unterrichtet werden, an einem anderen Tag wieder zu Hause Online-Unterricht erhalten. Dieses Modell wurde schon in der Zeit von Januar bis zu den Osterferien praktiziert. Vor einer Woche musste dann NRW-Schulministerin Gebauer erklären, eine Woche nach den Osterferien die Schulen zu schließen. Ein Grund waren die gestiegenen Infektionszahlen, der andere sicherlich die nicht in ausreichender Menge ausgelieferten Tests an die Schulen.

Was sich geändert hat

Die Infektionszahlen sind weiter hoch, steigen sogar. Doch das Land hat die Probleme mit der Belieferung der Schnelltests offenbar gelöst. „Die Logistikfirma hat in ausreichendem Maße die Tests zu den Schulen liefern können. Zudem ist sichergestellt, dass dies in den kommenden Wochen ebenfalls der Fall ist“, so Gebauer. Zudem seien erste Probeverfahren mit den Schülern – vor allem in der Notbetreuung – grundsätzlich positiv verlaufen. Für jüngere Kinder in den Grundschulen suche man derzeit noch „kind- und altersgerechtere Testverfahren“, so Gebauer.

Unter welchen Voraussetzungen bleiben die Schulen geöffnet?

Laut Verordnung wird der Wechselunterricht gestoppt, wenn eine Stadt oder ein Kreis über einen Zeitraum von einer Woche eine Inzidenz von über 200 aufweist. Dies ist aktuell zum Beispiel der Fall in Solingen, Remscheid, dem Märkischen und dem Oberbergischen Kreis. Die jetzt geltende Regel soll Gebauer zufolge bis zu den Sommerferien Bestand haben. „Wir hoffen, dass wir ein langfristiges Planen des Schulalltag gewähren können.“

Maskenpflicht und Impfungen:

Neben der Testpflicht, ohne die keine Teilnahme am Unterricht möglich ist, gilt nach wie vor eine strenge Maskenpflicht – sowohl am Platz als auch auf dem Gelände. Vorgeschrieben sind bei älteren Kindern FFP-2-Masken. Positiv bewertet Gebauer die Fortschritte beim Impfen. „Wir hoffen, dass wir bis Ende kommender Woche alle Grundschullehrkräfte geimpft haben.“ Verbände wie die GEW und der VBE verlangen seit längerem, auch Lehrkräfte an weiterführenden Schulen impfen zu lassen.

Abschlussklassen:

Für diese ändert sich nichts, da diese bereits nach den Osterferien in den Wechselunterricht gehen durften. Auch Abiturprüfungen sollen wie geplant geschrieben werden.

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