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2G im gesamten Freizeitbereich - In Discos und Karneval Negativtest auch für Geimpfte

Ab Mittwoch schärfere Corona-Regeln in NRW

Düsseldorf

NRW zieht die Daumenschrauben beim Kampf gegen Corona an. Ungeimpfte haben nicht mehr viel Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, erklärt der Gesundheitsminister.

Von dpa

"Geimpft! Genesen!" steht auf dem Schild an einer Bar. Foto: dpa-Zentralbild

In Nordrhein-Westfalen gelten ab Mittwoch strengere coronabedingte Einschränkungen. Das kündigte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag bei der Vorstellung der aktualisierten Coronaschutzverordnung in Düsseldorf an.

Im Freizeitbereich gelten demnach ab Mittwoch flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind (2G-Regel). Das gilt für  Sportveranstaltungen, auch im Amateursport, und ebenso für Besuche von Museen, Ausstellungen, Konzerten, Theatern, Kinos, Tierparks, zoologischen Gärten, Freizeitparks, Schwimmbädern, Wellnesseinrichtungen, Weihnachtsmärkten und Volksfesten.

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In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko - etwa in Diskotheken, Clubs oder bei Karnevalsfeiern - müssen selbst Geimpfte und Genesene dann zusätzlichen einen aktuellen negativen Test vorlegen (2G plus). Ausnahmen gelten für Minderjährige und Menschen ohne Impfempfehlung beziehungsweise diejenigen, die nicht geimpft werden können.

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Eine Million Arbeitnehmer in NRW ungeimpft

Nichtgeimpfte seien dann mit Ausnahme ihres Arbeitslebens weitestgehend von gesellschaftlichen Veranstaltungen ausgeschlossen, sagte Laumann. Es sei nicht verantwortbar, sich nicht impfen zu lassen, wenn es der gesundheitliche Zustand zulasse, betonte der Minister. In NRW gebe es noch etwa eine Million Arbeitnehmer, die nicht geimpft seien. Sie müssten ab Mittwoch täglich mit einem frischen negativen Test zum Arbeitsplatz kommen.

Für den Friseur-Besuch gilt iab diesem Mittwoch ebenfalls die 3G-Regel. Das heißt, in den Friseursalon dürfen nur geimpfte oder genesene Kunden sowie Kunden mit einem aktuellen negativen Corona-Testnachweis.

Die 3G-Regel gilt auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, nicht-touristische Übernachtungen und medizinische Fußpflege.

Präsenzbetrieb in Schulen bleibt - vorerst

Dagegen soll es in den Schulen vorerst beim Präsenzbetrieb bleiben. In der jetzigen Situation seien besondere Maßnahmen nicht notwendig, sagte Laumann. Wie sich die Lage der Corona-Neuinfektionen bis Weihnachten entwickele, sei noch unklar.

Karl-Josef Laumann im Landtag. Foto: Marius Becker/dpa/Bildarchiv

Angesichts der dramatisch zugespitzten Lage hatten Bund und Länder vergangene Woche beschlossen, dass Ungeimpfte überall da keinen Zutritt zu Freizeitveranstaltungen, Gastronomie, Hotels sowie auch körpernahen Dienstleistungen mehr bekommen sollen, wo ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird. NRW werde weitere Schutzmaßnahmen treffen sobald diese sogenannte Hospitalisierungsrate über sechs liege, erklärte Laumann. Auch hier verschärfe sich die Problematik in den Krankenhäusern.

Die Hospitalisierungsrate beschreibt die Anzahl der coronabedingten Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. In NRW lag sie am Dienstag bei 4,22. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stieg weiter deutlich an. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag auf 249,0 pro 100.000 Einwohner. Damit lag sie aber weiterhin unter dem bundesweiten Wert Schnitt von fast 400.

In NRW starben binnen 24 Stunden den RKI-Angaben zufolge 52 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vortag, als vier Todesfälle gemeldet wurden.

Die Zahl der Covid-Patienten in NRW-Krankenhäusern stieg bis Dienstag um fast 200 auf 2415. Knapp 10,5 Prozent der Intensivbetten in NRW waren nach Angaben der Landesregierung mit Covid-19-Patienten belegt. 317 der 546 Patienten, die mit Covid-19-Erkrankungen auf Intensivstationen lagen, mussten beatmet werden. 377 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit waren noch frei.

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