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Eishockey-Weltmeisterschaft

«Bronze - egal wie»: DEB-Team verpasst Endspiel unglücklich

Riga (dpa)

Im ersten WM-Halbfinale seit 2010 zeigte das deutsche Eishockey-Team eine starke Leistung und war Titelverteidiger Finnland mindestens ebenbürtig. Individuelle Aussetzer im ersten Drittel waren aber entscheidend. Eine Medaillenchance bleibt.

Von Carsten Lappe und Kristina Puck, dpa

Finnlands Hannes Björninen (l) erzielt das 2:0 gegen den deutschen Torhüter Mathias Niederberger. Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa

Nach dem knapp verpassten Final-Traum soll die Weltmeisterschaft in Riga für Deutschlands Eishockey-Nationalteam mit der Bronzemedaille enden.

Die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm verlor das erste WM-Halbfinale seit elf Jahren gegen dessen Heimatland Finnland knapp mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0). Individuelle Fehler und verschwenderisch ausgelassene Chancen verhinderten den Überraschungserfolg, der nun aber im Spiel um Platz drei am Sonntag (14.15 Uhr/Sport1) gegen die USA gelingen soll. Die deutschen Nationalspieler sind fest entschlossen, diese Chance auf die erste WM-Medaille seit 68 Jahren zu ergreifen.

«Wir holen morgen Bronze - egal wie», kündigte der frühere NHL-Profi Korbinian Holzer trotzig an: «Da werden wir noch einmal alles rausholen. Wir lassen keinen Tropfen mehr im Tank.» Die Niederlage soll schnell abgehakt werden. «Es ist noch nicht vorbei. Es gibt noch was zu gewinnen», sagte Stürmer Leo Pföderl: «Wir brauchen bloß so weiterzumachen. Morgen wollen wir das Ding holen.»

Gegen Titelverteidiger Finnland reichte eine glänzende Leistung der erneut leidenschaftlich kämpfenden deutschen Mannschaft nicht, weil unter anderem auch der bislang so sichere Torhüter Mathias Niederberger entscheidend patzte. «Wir haben wahrscheinlich eins unserer, wenn nicht das beste Spiel gespielt. Es war eine großartige Leistung von uns», lobte Söderholm: «Wir haben vieles gemacht, was an einem anderen Abend zum Sieg gereicht hätte. Es ist enttäuschend, dass wir das Finale nicht erreicht haben.»

Doch ein Überzahltreffer von Mannheims Matthias Plachta (32. Minute) war zu wenig. Für den gnadenlosen dreimaligen Weltmeister Finnland trafen Iiro Pakarinen (14.) von Jokerit Helsinki und Hannes Björninen (19.) von Pelicans Lahti. Bereits in der Vorrunde hatte Deutschland gegen die Heimat von Söderholm knapp 1:2 verloren. «Die Enttäuschung ist jetzt sehr groß», sagte Kapitän Moritz Müller geknickt bei Sport1: «Wir wollten Weltmeister werden.»

Finnland hat jetzt am Sonntagabend (19.15 Uhr) gegen Kanada die Chance zur Titelverteidigung. Deutschland kann im Spiel um die Bronzemedaille gegen die USA immer noch das beste Abschneiden bei einer WM seit 1953 erreichen. Damals hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes bei allerdings nur drei Teilnehmern in der Endabrechnung Silber gewonnen, nachdem die Tschechoslowakei vorzeitig abgereist war. 2010 bei der Heim-WM kam Platz vier heraus.

Seine Mannschaft hätte die Bronzemedaille verdient, bilanzierte Söderholm und schwärmte voller Bewunderung von der «unglaublichen Gruppe»: «Es ist ein so besonderes Team. Diese Mannschaft hat einen sehr, sehr großen Teil meines Eishockey-Herzens gewonnen.»

Gegen die Finnen war die DEB-Auswahl nicht nur ebenbürtig, sondern über weite Strecken besser. Viele Chancen blieben aber ungenutzt. Ausgerechnet der bislang so starke Niederberger patzte zudem bei einem harmlosen Schuss von Pakarinen und ließ die Scheibe ins Tor gleiten. Björninen erhöhte kurz vor der ersten Pause gar zum 2:0, nachdem ihm eine abprallende Scheibe nach einem unsauberen Pass von Lukas Reichel auf Moritz Seider in den Lauf gefallen war.

Dass das deutsche Team ohne individuelle Fehler mindestens auf Augenhöhe agierte, bewies es danach. Im Mittelabschnitt gelang gar ein Tor in Überzahl durch Plachta. Das deutsche Powerplay war zuvor im Turnier vollkommen ungefährlich gewesen. Hoffnungen kamen auf, wie im Viertelfinale gegen die Schweiz ein 0:2 noch zu drehen. Im Schlussdrittel machte Deutschland noch einmal Druck und war nun drückend überlegen. Ein später Ausgleich fiel diesmal aber nicht.

Trotz der erneuten Halbfinal-Niederlage - 2010 hatte Deutschland in Köln gegen Russland ebenfalls 1:2 verloren - ist die WM schon jetzt ein Erfolg und bestätigt die olympische Silbermedaille von Pyeongchang. Söderholm hatte sich für dieses Turnier, das aufgrund der Coronavirus-Pandemie unter besonderen Umständen in einer Blase und ohne die absoluten Top-Stars steigt, Chancen ausgerechnet. Durch den Einzug in die Vorschlussrunde festigte Deutschland in der für den WM-Spielplan und die Olympia-Qualifikationen wichtigen Weltrangliste Platz sieben und vergrößert den Vorsprung vor dem Erzrivalen Schweiz.

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Nach dem knapp verpassten Final-Traum soll die Weltmeisterschaft in Riga für Deutschlands Eishockey-Nationalteam mit der Bronzemedaille enden.

Die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm verlor das erste WM-Halbfinale seit elf Jahren gegen dessen Heimatland Finnland knapp mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0). Individuelle Fehler und verschwenderisch ausgelassene Chancen verhinderten den Überraschungserfolg, der nun aber im Spiel um Platz drei am Sonntag (14.15 Uhr/Sport1) gegen die USA gelingen soll. Die deutschen Nationalspieler sind fest entschlossen, diese Chance auf die erste WM-Medaille seit 68 Jahren zu ergreifen.

«Wir holen morgen Bronze - egal wie», kündigte der frühere NHL-Profi Korbinian Holzer trotzig an: «Da werden wir noch einmal alles rausholen. Wir lassen keinen Tropfen mehr im Tank.» Die Niederlage soll schnell abgehakt werden. «Es ist noch nicht vorbei. Es gibt noch was zu gewinnen», sagte Stürmer Leo Pföderl: «Wir brauchen bloß so weiterzumachen. Morgen wollen wir das Ding holen.»

Gegen Titelverteidiger Finnland reichte eine glänzende Leistung der erneut leidenschaftlich kämpfenden deutschen Mannschaft nicht, weil unter anderem auch der bislang so sichere Torhüter Mathias Niederberger entscheidend patzte. «Wir haben wahrscheinlich eins unserer, wenn nicht das beste Spiel gespielt. Es war eine großartige Leistung von uns», lobte Söderholm: «Wir haben vieles gemacht, was an einem anderen Abend zum Sieg gereicht hätte. Es ist enttäuschend, dass wir das Finale nicht erreicht haben.»

Doch ein Überzahltreffer von Mannheims Matthias Plachta (32. Minute) war zu wenig. Für den gnadenlosen dreimaligen Weltmeister Finnland trafen Iiro Pakarinen (14.) von Jokerit Helsinki und Hannes Björninen (19.) von Pelicans Lahti. Bereits in der Vorrunde hatte Deutschland gegen die Heimat von Söderholm knapp 1:2 verloren. «Die Enttäuschung ist jetzt sehr groß», sagte Kapitän Moritz Müller geknickt bei Sport1: «Wir wollten Weltmeister werden.»

Finnland hat jetzt am Sonntagabend (19.15 Uhr) gegen Kanada die Chance zur Titelverteidigung. Deutschland kann im Spiel um die Bronzemedaille gegen die USA immer noch das beste Abschneiden bei einer WM seit 1953 erreichen. Damals hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes bei allerdings nur drei Teilnehmern in der Endabrechnung Silber gewonnen, nachdem die Tschechoslowakei vorzeitig abgereist war. 2010 bei der Heim-WM kam Platz vier heraus.

Seine Mannschaft hätte die Bronzemedaille verdient, bilanzierte Söderholm und schwärmte voller Bewunderung von der «unglaublichen Gruppe»: «Es ist ein so besonderes Team. Diese Mannschaft hat einen sehr, sehr großen Teil meines Eishockey-Herzens gewonnen.»

Gegen die Finnen war die DEB-Auswahl nicht nur ebenbürtig, sondern über weite Strecken besser. Viele Chancen blieben aber ungenutzt. Ausgerechnet der bislang so starke Niederberger patzte zudem bei einem harmlosen Schuss von Pakarinen und ließ die Scheibe ins Tor gleiten. Björninen erhöhte kurz vor der ersten Pause gar zum 2:0, nachdem ihm eine abprallende Scheibe nach einem unsauberen Pass von Lukas Reichel auf Moritz Seider in den Lauf gefallen war.

Dass das deutsche Team ohne individuelle Fehler mindestens auf Augenhöhe agierte, bewies es danach. Im Mittelabschnitt gelang gar ein Tor in Überzahl durch Plachta. Das deutsche Powerplay war zuvor im Turnier vollkommen ungefährlich gewesen. Hoffnungen kamen auf, wie im Viertelfinale gegen die Schweiz ein 0:2 noch zu drehen. Im Schlussdrittel machte Deutschland noch einmal Druck und war nun drückend überlegen. Ein später Ausgleich fiel diesmal aber nicht.

Trotz der erneuten Halbfinal-Niederlage - 2010 hatte Deutschland in Köln gegen Russland ebenfalls 1:2 verloren - ist die WM schon jetzt ein Erfolg und bestätigt die olympische Silbermedaille von Pyeongchang. Söderholm hatte sich für dieses Turnier, das aufgrund der Coronavirus-Pandemie unter besonderen Umständen in einer Blase und ohne die absoluten Top-Stars steigt, Chancen ausgerechnet. Durch den Einzug in die Vorschlussrunde festigte Deutschland in der für den WM-Spielplan und die Olympia-Qualifikationen wichtigen Weltrangliste Platz sieben und vergrößert den Vorsprung vor dem Erzrivalen Schweiz.

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