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NRW-Städtetag zweifelt an ausreichender Lieferung für Schulen

Millionen Tests nötig

Düsseldorf (dpa)

Der Städtetag NRW bezweifelt, dass genügend Corona-Tests zur Verfügung stehen, falls die Schulen nach den Osterferien wieder geöffnet werden.

wn

Antigen-Tests einsatzbereit Foto: Frank Molter/dpa

Zwar habe die Landesregierung eine Testpflicht an Schulen angekündigt, sagte der Landesvorsitzende des Städtetags, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD). Um die versprochenen zwei Selbsttests pro Schüler zur Verfügung zu stellen, seien wöchentlich aber etwa fünf Millionen Test-Sets nötig. „Diese Menge ist bisher bei weitem nicht vorhanden“, sagte Clausen, dessen Rechnung auslässt, das bei Schulen mit Wechselunterricht die Hälfte der Tests reichen würde.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte in der vergangenen Woche versichert, die Auslieferungen an die Schulen würden auch in den Ferien fortgesetzt. Damit sei „sichergestellt, dass bei einem Schulstart nach den Osterferien für alle Schüler zwei Selbsttests pro Woche bereitstehen“.

Zu prüfen sei, ob künftig nicht besser zu Hause getestet werden sollte. Clausen: „Dann würden positiv Getestete gar nicht erst in die Schule kommen. Nur mit mehr Impfungen der Lehrkräfte und regelmäßigen Tests wird es gelingen, den Präsenzunterricht in den Schulen unter schwierigen Pandemiebedingungen aufrecht zu erhalten.“

Gebauer will diese Woche mit Schulverbänden über die Wiederaufnahme des Unterrichts sprechen. Bereits in der vorletzten Woche hatte sie angekündigt, dass es nach den Osterferien zunächst keinen Regelbetrieb mit vollständigem Präsenzunterricht geben werde. Sofern es das Infektionsgeschehen zulasse, sollen Schulen zunächst für zwei Wochen in den Wechselunterricht starten. Auch für den Kitabereich werden Gespräche mit den beteiligten Verbänden erwartet.

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