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Sonderveröffentlichung

Die große Pause: Welche Zukunft erwartet die Schulausbildung?

Die Tendenzen in der Hochschulausbildung — individuelle Programme, Flexibilität des Studiums und Betonung der praktischen Verwendung der Kenntnisse — haben auch die Schule nicht links liegen gelassen. Was passiert jetzt in der modernen Schule und was können wir in der Zukunft erwarten?

Aschendorff Medien

Foto: LightField Studios / Shutterstock.com

Stundenplan für morgen

Wenn wir von der Zukunft der Schule sprechen, können wir behaupten, dass vieles damit noch nicht ganz klar ist. Heute gibt es in der Welt kein von allen anerkanntes Schulmodell, man spricht eher von einigen erfolgreichen lokalen Praktiken. Zum Beispiel, zwei erfolgreiche Modelle – in Finnland und Südkorea – unterscheiden sich dramatisch voneinander. In Südkorea verbringen die 15-jährige Kinder im Unterricht mehr als 30 Stunden pro Woche, außerdem fast 80% aller Schüler besuchen den Privatunterricht und verwenden dafür noch 9 Stunden pro Woche. In Finnland plant man dagegen für den Unterricht nicht mehr als 25 Stunden wöchentlich, der Privatunterricht in den Schulfächern ist nicht verbreitet.

Die Experte meinen, dass die Zukunft der Schulausbildung vielmehr mit der Individualisierung des Unterrichts verbunden ist. Wahrscheinlich werden die Digital-Modelle des Unterrichts die Schule stark verändern, wie sie auch andere Branchen verändert haben. Die Schulen implementieren schon einige Elemente des künftigen Systems – technologische Infrastruktur und digitales Content. Das Schulmilieu ist aber sehr konservativ, deswegen spricht man heute eher von den ersten Schritten und einigen Elementen, nicht von den revolutionären Veränderungen des ganzen Systems. Die Bewegung zum neuen Schulmodell nimmt wahrscheinlich noch Jahre in Anspruch.

VViele nützliche Internetseiten, wie z. B. https://grademiners.com/ antworten auf die Tendenz zur Digitalisierung und Individualisierung der Ausbildung mit der Schaffung der Services, welche die Schüler und Studenten mit verschiedenen Texten für Ihr Studium, künftige Business-Ideen oder ein Blog im Internet versorgen können.

Jetzt wird die Personalisierung in der Schule mit den traditionellen Methoden erreicht durch die Änderung des Programms und die Einführung der zusätzlichen Kurse. Das heißt, jetzt kann man von den einigen Entwicklungsrichtungen im Schulwesen sprechen, die die Individualisierung verbreiten.

Konkurrenz um die jungen Genies

Die führenden Schulen konkurrieren heute miteinander für die Ratings, Finanzierung und hauptsächlich für die begabten Schüler. Dieser Wettbewerb drückt sich dadurch aus, dass einige Schulen die talentierten Schüler möglichst früh für sich gewinnen wollen. Die Schulen veröffentlichen die Einschreibung in die Klassen mit dem vertieften Fachunterricht nicht vor den 8. oder 9. Klassen, sondern schon vor den 7. oder sogar 6. Klassen. Die Kinder beginnen die Vorbereitung zum vertieften Profilunterricht schon in der Grundschule.

Foto: shutterstock

Die älteren Klassen für Profilunterricht

Den Wert der Profilausbildung haben die Kinder und ihre Eltern schon längst eingeschätzt.

Die Wahl des Profils in den älteren Klassen ist nur der erste Schritt zur Individualisierung der Ausbildung. Die Schüler können jetzt einige Fächer im vertieften Unterricht fokussiert erlernen und die anderen nur auf dem Basisniveau. Man muss aber die Ausbildung in den älteren Klassen flexibel aufbauen und die Wünsche der Schüler berücksichtigen, die noch nicht einen konkreten Profilunterricht ausgewählt haben, weil sie noch nicht genau wissen, was sie in der Zukunft beruflich machen wollen.

Foto: shutterstock

Die Flexibilität des Programms ist nun für die Schüler wichtig, die ihren Interessen nicht bewusst sind und auch für diejenigen Schüler, die umgekehrt viele Interessen haben. Zum Beispiel, die Profilrichtung „Computerlinguistik“ hat eine ungewöhnliche Kombination von den Fächern, so dass es kaum zu glauben ist, dass in einer Schule die ganze Klasse von Schülern mit Interessen auf diesem Gebiet gesammelt wird. Aber die Kinder, die sich für diese Sphäre interessieren, können selbständig fortgeschrittene Mathematik, Programmieren und Sprachen auswählen und im Rahmen eines Individualunterrichts erlernen.

Fazit

Am Ende ist es wichtig nochmal Folgendes zu betonen. Laut den Vorhersagen der Experte werden mehr als 50% der Kinder, die in den entwickelten Ländern Anfang des 21. Jahrhunderts geboren sind, mehr als 100 Jahre lang leben. Wenn wir heute an die Ausbildung für diese Kinder denken, müssen wir außer Acht nicht lassen, dass jedes Kind seine Kindheit haben soll. Die Wissenschaftler sind heutzutage nicht darüber einig, dass die frühe und intensive Ausbildung in der Zukunft für Kinder bessere Ergebnisse mit sich bringen wird.

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