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Finanzen

Die private Bonität verbessern: 8 Tipps

Neben vielen anderen Faktoren des Alltags im Bereich Finanzen spielt die Bonität eine große Rolle. Nicht umsonst gibt es eine Reihe von Auskunfteien, die darauf spezialisiert sind, mithilfe von Scoring-Verfahren eine Bonitätseinstufung zu ermitteln. Von ihr hängt unter anderem ab, ob und wie leicht ein Verbraucher ein Darlehen bekommen kann.

Aschendorff Medien

Eine gute Bonität hat viele Vorteile – beispielsweise das einfachere Erhalten eines Kredits durch einen hohen Schufa-Score. Foto: Adobe Stock/ Prostock-studio

Gleichzeitig kann die Bonitätseinstufung sich durch verschiedene Ereignisse und Entwicklungen bezüglich der Finanzen einer Privatperson verändern. Was können Menschen unternehmen, um ihre Bonität zu verbessern?

Grundsätzliches: Wichtige Infos rund um das Thema Bonität

Die Bonität speist sich grundsätzlich aus einer Reihe von Merkmalen, die in ihrer Gesamtheit eine Aussage über die Zahlungsfähigkeit eine Person treffen können. Sie ist also ein Beleg für die finanzielle Vertrauenswürdigkeit eines Menschen, sofern eine gute Bonität besteht.

Wem hilft die Bonität?

Eine schlechte Bonität wiederum deutet darauf hin, dass die Person in finanziellen Dingen weniger vertrauenswürdig ist. Zum einen dient die Bonitätseinstufung verschiedenen wirtschaftlichen Unternehmen dazu, herauszufinden, ob das jeweilige Gegenüber ein zahlungskräftiger- und williger Kunde ist oder nicht. Die Bonität bietet also die Basis für die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob ein Verbraucher seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird.

Gleichzeitig kann sie den Verbraucher davor schützen, sich zu überschulden. Das liegt darin begründet, dass er es mit einer schlechten Bonität schwieriger hat, bestimmte Verträge einzugehen. Aufgrund dieses Faktors kann es sich für die verschiedensten Lebensbereiche lohnen, die Bonität zu verbessern.

In welchen Situationen ist die Bonität relevant?

Unter anderem ist eine gute Bonität relevant für:

  • Banken
  • Autohäuser
  • Mobilfunkanbieter

Für Banken spielt die Bonität grundsätzlich eine Rolle, um die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit eines potenziellen Kreditnehmers zu überprüfen. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, wofür dieses Darlehen dienen soll.

Gleiches gilt für Autohäuser. Diese vermitteln dem Kunden beim Kauf eines Wagens in einigen Fällen einen Autokredit bei einer entsprechenden Bank. Aber auch beim Leasing eines Wagens kann die Bonität eine entscheidende Rolle spielen.

Für viele Mobilfunkanbieter ist die Bonität ebenfalls von Bedeutung. Mit einer guten Bonität haben Verbraucher deutlich bessere Chancen, einen Handyvertrag abschließen zu können. Dabei kann zudem eine im Vertrag enthaltene Finanzierung eines Mobiltelefons eine Rolle spielen. Die Mobilfunkanbieter nutzen die Bonitätseinstufung, um sich dagegen zu schützen, dass der Kunde seine Handyrechnungen nicht begleicht.

Wie wird die Bonität gemessen?

Informationen über die Bonität erhalten die verschiedenen Unternehmen von sogenannten Auskunfteien. Diese ermitteln die Bonitätseinstufung anhand von vielseitigen Daten über eine bestimmte Person.

Die entsprechenden Daten erhalten sie sowohl aus öffentlichen Verzeichnissen als auch von Partnerunternehmen. Daher ist es für Verbraucher wichtig, bei Unternehmen die Zahlungsverpflichtungen einzuhalten, um die Bonität zu verbessern - dazu später mehr. Zusätzlich können Daten aus Inkassoverfahren eine Rolle spielen.

Allseits bekannt ist die Schufa, die bereits seit etwas weniger als einem Jahrhundert existiert. Sie ist ein Verein und gibt neben ihrer Hauptaufgabe der Erstellung von Bonitätsprüfungen hin und wieder einen Eindruck über Entwicklungen wie beispielsweise die Zahlungsmoral der Verbraucher. Weitere Auskunfteien in Deutschland sind unter anderem:

  • CRIF BÜRGEL
  • Creditreform Boniversum

Letztere konzentriert sich allerdings vor allem auf die Bonitätsbewertungen von Wirtschaftsunternehmen.

Aus den Daten der verschiedenen Quellen ermitteln die Auskunfteien mithilfe des Scorings den Score. Das Scoring ist ein Verfahren, bei dem sowohl Mathematik als auch Statistik für die Bonitätsprüfung eine Rolle spielen. Der Score ist als Ergebnis dieses Verfahrens ein Zahlenwert, der eine klare Auskunft über eine schlechte oder gute Bonität gibt.

So ergibt sich eine Bonitätseinstufung. Der bekannte Schufa-Score beispielsweise wird in prozentualen Werten angegeben. Dabei stellt ein Score von über 97,5 Prozent eine sehr gute Bonität („sehr geringes Risiko“) dar, ein Score zwischen 95 Prozent und 97,5 Prozent wiederum eine gute („geringes bis überschaubares Risiko“).

Niedrigere Schufa-Scores sind entsprechend gestaffelt und zeigen unter anderem ein „zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko“ oder ein „deutlich erhöhtes bis hohes Risiko“ auf. Liegt der Wert unter 50 Prozent, wird von einem „sehr kritischen Risiko“ ausgegangen. Wie genau die Werte durch die Schufa ermittelt werden, ist allerdings nicht bekannt und wird von der Auskunftei geheim gehalten.

Die entsprechenden Werte werden in Quartalsabständen ermittelt und auf diese Weise immer wieder aktualisiert. So können Banken und Unternehmen sichergehen, die jeweils aktuelle Kreditwürdigkeit und voraussichtliche Zahlungsfähigkeit eines Kreditnehmers oder Verbrauchers zu erhalten.

Wie können Verbraucher ihre Bonität herausfinden?

Verbraucher können sich regelmäßig bei den entsprechenden Auskunfteien, vorwiegend bei der Schufa, über ihren eigenen Schufa-Score sowie die Einschätzung ihrer Bonität informieren. Dies ist auf mehreren Wegen möglich, unter anderem durch eine Anfrage der Zusendung der Daten per Telefon oder online.

Grundsätzlich ist das Erhalten einer Schufa-Auskunft einmal im Jahr kostenlos. Beispielsweise bei der Online-Beantragung sollten jedoch verschiedene Punkte beachtet werden, um keine Ausgaben für das Herausfinden der eigenen Bonitätseinstufung zu verursachen.

Dazu gehört vor allem die Auswahl des richtigen Produktes auf der Webseite sowie das Klicken der richtigen Buttons bei jedem einzelnen Schritt. Denn neben der kostenlosen Auskunft bietet die Schufa weitere kostenpflichtige Optionen an, deren Vorteile sie herausstellt.

Die Auskunft über die aktuelle Bonitätseinstufung bietet Verbrauchern eine wichtige Info über ihren aktuellen Stand bezüglich der Kreditwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit in Zahlungsangelegenheiten. Auf dieser Basis haben sie die Möglichkeit, durch verschiedene Handlungen ihre Bonität zu verbessern.

Bonitätseinstufung regelmäßig erfragen

Eine wichtige Grundlage, um die eigene Bonität zu verbessern, ist die regelmäßige Abfrage der Bonitätseinstufung. Begründet liegt dies vor allem darin, dass der Score von der Schufa immer wieder aktualisiert wird.

Nur wenn ein Verbraucher hier einen genauen Überblick hat, hat er die Möglichkeit, die Faktoren, die Zweifel an einer guten Bonität aufkommen lassen, zu beeinflussen. Daher sollte die kostenlose Abfrage über die aktuelle Bonitätseinstufung im besten Falle einmal im Jahr, in bestimmten Einzelfällen öfter stattfinden.

Gleichzeitig haben Verbraucher die Möglichkeit, sie aufgrund von bestimmten Ereignissen bezüglich ihrer Finanzen einzuholen. Dieser Schritt kann ebenfalls äußerst zielführend für das Verbessern der Bonität sein, da sie so einen Einblick bekommen, ob und inwiefern der Schufa-Score beeinflusst und verändert wurde.

Zudem kann das regelmäßige Einholen der Daten und des Scores bewirken, dass etwaige Fehler bei der Bonitätsprüfung auffallen. Dazu können unter anderem gehören:

  • fehlerhafte Daten
  • veraltete Informationen
  • unvollständige Daten

Falls einer dieser Umstände auftritt, besteht die Möglichkeit, die Schufa oder eine andere Auskunftei um eine Korrektur des aktuellen Scores zu bitten. Aufgrund dessen, dass die Auskunfteien viele Partnerunternehmen haben und häufig eine große Zahl von Personen und Unternehmen bewerten, können Irrtümer auftreten.

Dadurch muss jedoch nicht grundsätzlich die Kompetenz jeder Auskunftei infrage gestellt werden. Wichtig ist jedoch, dass die Fehler korrigiert werden. Hierbei haben Verbraucher also eine gewisse Eigenverantwortung, wie sie in vielen anderen Lebensbereichen ebenfalls gegeben ist.

Wichtig dabei ist ebenfalls, dass die entsprechende Person den Fehler nachweisen kann und zudem die Richtigkeit seiner alternativen Angabe belegt. In diesem Falle haben Auskunfteien sogar die Pflicht, eine Korrektur vorzunehmen.

Nicht zu häufig die Bank wechseln

Um die Bonität zu verbessern, kann es außerdem hilfreich sein, nicht zu häufig die Bank zu wechseln. Ein solches Verhalten kann negative Auswirkungen auf den Schufa-Score haben, was in mehreren Faktoren begründet liegt.

Zunächst könnte der Eindruck entstehen, dass der Kontobesitzer etwas verschleiern möchte. Für das Vertrauen im Finanzbereich, in diesem Falle bezüglich der Zahlungsverpflichtungen, wäre dieser Umstand alles andere als hilfreich.

Des Weiteren deutet das häufige Wechseln des Kontos auf eine geringe Beständigkeit hin. Dies ist vor allem dann ein Problem, wenn der entsprechende Verbraucher Schulden hat und die Gläubiger sich nicht sicher sein können, ob das entsprechende Konto dauerhaft besteht. Aber auch bei Handyverträgen kann der Faktor eine Rolle spielen.

In diesem Falle müsste das Unternehmen oder die Bank umständlich herausfinden, bei welcher Bank der Verbraucher ein neues Konto eröffnet hat und ihrem Geld „hinterherlaufen“. Für das Grundvertrauen in die Zahlungsfähigkeit und den Zahlungswillen ist dies äußerst negativ.

Übrigens: Nicht nur ein häufiger Wechsel des Kontos, sondern auch eine regelmäßige Veränderung des Wohnortes kann einen negativen Einfluss haben und dem Verbessern der Bonität entgegenwirken. Die Gründe hierfür sind ähnlich wie bei einem häufigen Kontowechsel und liegen vor allem in der nicht sichergestellten Erreichbarkeit des Schuldners oder Zahlungspflichtigen.

Nicht gleichzeitig mehrere Konten besitzen

Ebenfalls davon abzuraten ist, gleichzeitig mehrere Konten zu besitzen. In einigen Fällen lässt sich dies nicht umgehen, beispielsweise wenn eine Person ein Geschäfts- und ein Privatkonto hat. Dies wäre allerdings eher unproblematisch.

Den Besitz mehrerer Konten ohne triftigen Grund interpretiert die Schufa hingegen im Rahmen einer Bonitätsprüfung als einen Hinweis auf eine geringe Beständigkeit. In der Konsequenz geht sie davon aus, dass der Verbraucher für die Gläubiger und Firmen nicht erreichbar und greifbar sein könnte oder möchte.

Infolgedessen kann also die Schließung einiger Konten bereits dabei helfen, die Bonität zu verbessern und das Vertrauen der Auskunftei in die Zahlungsfähigkeit zu steigern. Gleiches gilt übrigens für den Besitz vieler Kreditkarten.

In den allermeisten Fällen ist davon abzuraten, mehrere Konten gleichzeitig zu besitzen, da dieser Umstand die Bonitätseinstufung negativ beeinflussen kann. Foto: Adobe Stock/ Big blue

Dispo nicht überziehen

Ebenfalls sollten Verbraucher darauf achten, den Dispo des Kontos nicht zu überziehen. Auch unabhängig von der Bonität können Dispokredite in vielen Fällen einige Nachteile wie beispielsweise hohe Zinsen haben, auf die die Verbraucherzentralen aufmerksam machen. Allerdings ist der Dispo selbst für die Bonitätsprüfung unproblematisch.

Schwierig wird es dann, wenn der Dispo überzogen wird, was bedeutet, dass der Verbraucher über den mit der Bank vereinbarten Dispo-Rahmen hinausgeht. Zwar haben manche Banken hierbei eine gewisse Toleranz. In diesem Fall besteht ebenfalls kaum das Risiko eines negativen Schufa-Eintrags.

Allerdings können die Banken die Überziehung des Dispos als ein Verhalten einstufen, das an der Kreditwürdigkeit des Kunden zweifeln lässt. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Bank der Schufa diese Umstände meldet.

Zum Verbessern ihrer Bonität sollten Verbraucher also darauf achten, nicht über das Dispolimit hinauszugehen und so bezüglich der Kreditwürdigkeit einen guten Eindruck zu hinterlassen. Dabei kann auch eine passende Einrichtung des Kontos helfen, unter anderem durch:

  • keine Möglichkeit zum Dispokredit
  • Option zu einem besonders hohen Dispokredit

Im ersten Fall ist eine Überziehung des Dispositionskredites ausgeschlossen, da er nicht vorhanden ist. Im zweiten Falle ist die Wahrscheinlichkeit geringer, da der Kreditnehmer umfassenderen finanziellen Spielraum hat, bis er Gefahr läuft, den Rahmen des Dispos zu überziehen. Verbraucher sollten sich überlegen, welche der beiden Möglichkeiten die für sie individuell passendere und sicherere Variante ist.

Schulden begleichen

Ein der wichtigsten und grundlegendsten Faktoren, um die Bonität zu verbessern, ist das Begleichen von Schulden. Hierfür sollten Verbraucher ihren entsprechenden Zahlungsverpflichtungen für ein Darlehen oder einen anderen Vertrag immer nachkommen. Dabei spielt zudem die Pünktlichkeit der Zahlung eine entscheidende Rolle.

Falls dies nicht geschieht, steigt die Gefahr einer Verschlechterung der Bonitätseinstufung durch eine entsprechende Auskunftei. Vor allem die durch ein solches Verhalten gezeigte Unzuverlässigkeit ist der Grund dafür, dass die Vorhersage über die Zahlungsfähigkeit des Verbrauchers leidet.

In vielen Fällen erhalten die Schuldner zunächst eine Mahnung, im Rahmen derer der Gläubiger über die mögliche Meldung bei der Schufa aufklärt. Spätestens, wenn nach der zweiten Mahnung keine Zahlung erfolgt, wird dieser Umstand an die Schufa weitergeleitet und führt zu einer Verschlechterung des Schufa-Scores.

Alternativ kann zudem ein darauffolgendes Inkassoverfahren zu einem negativen Eintrag bei der Schufa führen. Daher sollten Verbraucher neben dem pünktlichen Zahlen von Rechnungen sowie Darlehensraten solche Mahnungen überaus ernst nehmen und den Aufforderungen, falls bisher versäumt, umgehend nachkommen.

So haben sie die Chance, durch das Vermeiden einer Verschlechterung ihres Schufa-Scores gleichzeitig im übertragenen Sinne ihre Bonität zu verbessern. Grundsätzlich kann es zudem sinnvoll sein, möglichst wenig Schulden aufzunehmen.

Die Höhe der Schulden an sich hat zwar keinen direkten Einfluss auf den Schufa-Score. Allerdings helfen keine oder geringe Schulden Verbrauchern dabei, erst gar nicht in eine Situation zu kommen, in der die Zahlung der Raten problematisch wird, wodurch sich ihre Bonitätseinstufung verschlechtern kann.

Bonität verbessern durch offene und klare Kommunikation

Wie bereits angeklungen ist die Zuverlässigkeit eines Kreditnehmers oder Kunden ein besonders wichtiger Faktor für eine gute Bonität. Dies gilt natürlich vorwiegend bezüglich der Zahlungen.

Gleichzeitig jedoch kann eine offene Kommunikation beim Verbessern der Bonität helfen. Wenn beispielsweise eine Rate eines Darlehens erst verspätet gezahlt werden kann, ist es sinnvoll, dies mit dem Darlehensgeber zu besprechen und bereits im Vorhinein anzukündigen. Natürlich entbindet dieses Vorgehen nicht von der Zahlungsverpflichtung.

Allerdings kann womöglich im Gespräch eine Lösung für das Problem gefunden werden. Des Weiteren zeigt sich der Kreditnehmer durch das Kommunizieren zumindest in Teilen als zuverlässiger Partner, indem er die Umstände nicht ignoriert, sondern offen angeht.

Bleibt die Kommunikation aus, könnte der Kreditgeber vermuten, dass der Kunde absichtlich nicht zahlt oder ihm die zuverlässige Zahlung nicht wichtig ist. Oftmals werden diese Umstände daraufhin an die Schufa weitergeleitet.

Im Rahmen des direkten Gespräches besteht die Chance, dass der Kreditgeber aufgrund der offenen Kommunikation des Darlehensnehmers zunächst von einer Meldung an die Schufa absieht. Dadurch können negative Auswirkungen auf den Schufa-Score vermieden werden. Verbraucher sollten sich allerdings bewusst sein, dass der Erfolg einer solchen Kommunikation nicht verallgemeinert werden kann, sondern vielmehr vom Einzelfall abhängig ist.

Eine offene und klare Kommunikation von Problemen bei Zahlungen kann in einigen Fällen dabei helfen, die Bonität zu verbessern. Foto: Adobe Stock/ Jeanette Dietl

Kredite richtig anfragen

Um die Bonität zu verbessern kann es des Weiteren auf Details ankommen. Dazu gehört zum Beispiel, wie eine Anfrage für ein Darlehen gestellt wird. Für Verbraucher ist es empfehlenswert, statt einer Kreditanfrage eine Konditionsanfrage zu stellen.

Dies gilt in besonderem Maße, wenn der Darlehensnehmer Angebote von mehreren Banken einholt. Kreditanfragen bleiben bei der Schufa für einen längeren Zeitraum gespeichert, zudem sind sie für kurze Zeit für Dritte einsehbar.

Mehrere Kreditanfragen führen zu einem schlechteren Schufa-Score, da die Auskunftei vermutet, dass einige der Anfragen eventuell abgelehnt wurden. Das macht es dem Darlehensnehmer schwerer, einen Anbieter von seinem Anliegen zu überzeugen. Konditionsanfragen wiederum haben keinen Einfluss auf den Schufa-Score und sind nicht für Dritte einsehbar – sie sind für eine gute Bonität unbedenklich.

Bonität verbessern durch den Gesamtstand der Finanzen

Der folgende Punkt hat keinen direkten Einfluss auf den Schufa-Score. Allerdings kann es die Vertrauenswürdigkeit eines potenziellen Kreditnehmers bei einer Bank deutlich steigern, wenn das Institut sieht, dass der Kunde mehr Einnahmen als Ausgaben hat.

Dazu empfiehlt es sich, einen Teil des Einkommens zu sparen. Regelmäßige und sichere Geldzuflüsse (beispielsweise durch eine unbefristete Arbeitsstelle) sind ebenfalls eine Hilfe hierbei und können die Bonität verbessern. Der Grund: Die Bank könnte durch diese Umstände von einer höheren und vor allem sichereren Zahlungsfähigkeit ausgehen, die Wahrscheinlichkeit einer Kreditvergabe steigt.

Ein hoher, regelmäßiger und zuverlässiger Geldzufluss, beispielsweise durch eine unbefristete Arbeitsstelle, hinterlässt einen guten Eindruck bei der Bank und steigert die Wahrscheinlichkeit einer Kreditzusage. Foto: Adobe Stock/ Halfpoint

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass verschiedene Faktoren dabei helfen können, die Bonität zu verbessern. Insgesamt ist vor allem ein vertrauenswürdiges und zuverlässiges Verhalten in Finanzfragen eine Hilfe. Zudem sollten Verbraucher auf einzelne Details achten, die den Schufa-Score beeinflussen können.

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