1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Ueberregional
  4. >
  5. Wirtschaft
  6. >
  7. Entspannung auf dem OWL-Ausbildungsmarkt

  8. >

8,2 Prozent weniger Bewerber ohne Lehrstelle – mehr offene Stellen

Entspannung auf dem OWL-Ausbildungsmarkt

Bielefeld (WB). In diesem Sommer können mehr Schulabgänger entspannt in die Ferien fahren. Die Zahl der Jugendlichen, die einen Monat vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch keine Lehrstelle haben, ist nämlich deutlich gesunken.

Bernhard Hertlein

Symbolbild. Foto: dpa

Mit 5216 liegt sie nach Angaben der Arbeitsagenturen in OWL um 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Genauso wichtig: Die Zahl der offenen Lehrstellen ist um 6,3 Prozent höher als Anfang Juli 2017 und mit 5121 fast auf gleicher Höhe mit denen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben.

Allerdings rechnet nicht einmal Swen Binner, Geschäftsführer und Ausbildungsexperte der IHK Ostwestfalen, damit, dass die rechnerische Lücke bis Jahresende vollständig ausgeglichen wird. Dagegen stünden mangelnde Flexibilität bei den Jugendlichen und Ansprüche der Unternehmen an die Bewerber.

Deutliche Zuwachs bei gewerblich-technischer Ausbildung

Auffallend ist der deutliche Zuwachs bei der gewerblich-technischen Ausbildung. 2138 bei der IHK in Bielefeld gemeldete neue Lehrverträge bedeuten ein Plus von 9,5 Prozent. Mit 2934 liegt die Zahl im kaufmännischen Bereich zwar höher, blieb aber im Vergleich zum Vorjahr nur stabil.

Der Trend zur Digitalisierung spiegelt sich auch im Ausbildungsmarkt. 302 neue Verträge für künftige Fachinformatiker in Ostwestfalen bedeuten ein Plus von 32,1 Prozent. Bei den IT-Systemkaufleuten beträgt der Zuwachs 34,8 Prozent.

Handwerk mit »hervorragenden Zukunftschancen«

Einen deutlichen Anstieg um 6,17 Prozent von 1912 auf 2030 neue Ausbildungsverhältnisse meldet auch das Handwerk. Zu den Bereichen, die händeringend Auszubildende suchen, gehört nach Angaben der OWL vor allem der Lebensmittelsektor – also Bäcker, Fleischer, Konditoren und Fachverkäufer.

Unterm Strich aber sieht Birgit Stehl, Geschäftsführerin der OWL-Handwerkskammer, in der steigenden Zahl der Lehrverträge einen Beleg, dass immer mehr Jugendliche »die hervorragenden Zukunftschancen, die das Handwerk bietet, erkennen«.

Startseite