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Immer mehr OWL-Modefirmen unterstützen Initiative „Handeln für den Handel“

Forderung: Öffnung am 1. März

Paderborn/Herford...

Der verlängerte Lockdown bis mindestens zum 7. März treibt immer mehr Modeunternehmen in zum Teil existenzielle Nöte. Nun fordert eine Initiative die Gleichstellung mit den Friseurbetrieben – und damit die Öffnung der Geschäfte bereits zum 1. März.

Paul Edgar Fels

Noch geschlossen: Die Kaufleute wollen mit den Friseurbetrieben gleichgesetzt werden – und auch am 1. März öffnen. Foto: imago images/Michael Weber

An der Initiative „Handeln für den Handel“ beteiligen sich auch immer mehr Hersteller und Händler aus Ostwestfalen-Lippe – darunter Bugatti (Herford), Gerry Weber (Halle), Seidensticker (Bielefeld), Klingenthal (Paderborn/Salzkotten), das Modehaus Brand (Lage), Backs & Co (Bad Oeynhausen), Browns (Lippstadt), Modehaus Strunk (Löhne) und Sigid Moden (Bad Salzuflen).

Der vom Premium-Label Riani mit Sitz im schwäbischen Schorndorf ins Leben gerufenen Initiative haben sich mehr als 100 Firmen angeschlossen. Der Umgang der Politik mit der Modeindustrie und dem Einzelhandel sei nicht weiter tragbar, heißt es. Daher sehe sich die Branche gezwungen, gegen die am 10. Februar von der Politik beschlossene Verlängerung des Lockdowns vorzugehen.

Am Mittwoch teilte der Herforder Modehersteller Bugatti mit: „Wir solidarisieren uns mit der Initiative, weil Handel und Industrie wirtschaftlich in einem Boot sitzen. Damit wollen wir auf die derzeit katastrophale Lage in der Modebranche aufmerksam machen und uns für Zukunftsperspektiven einsetzen“, erklärte dessen geschäftsführender Gesellschafter Julius Brinkmann.

„Wir fordern eine baldige Öffnung und bereiten uns sehr konkret darauf vor“, sagt der Vorstandschef von Gerry Weber, Alexander Gedat. „Studien haben ergeben, dass der Handel nicht Treiber dieser Pandemie ist.“ Und Gerry-Weber-Vorständin Angelika Schindler-Obenhaus fügt hinzu: „Bei Einhaltung der bestehenden strengen Hygienekonzepte und übrigens der auch sowieso deutlich verminderten Frequenz seit Ausbruch der Corona-Pandemie sehen wir absolut kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu den Friseur-Betrieben.“

Der Handelsverband Textil erklärte kürzlich, bis Ende Februar dürften sich die Verluste des Winter-Lockdowns in den Textil-, Schuh- und Lederwarengeschäften auf rund 15 Milliarden Euro summiert haben.

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