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Mehr Ordnung: So wird der Kleiderschrank fit für den Frühling

Der Frühling steht zwar noch nicht ganz in den Startlöchern, trotzdem zeigt der Blick in den Kalender: Allzu lange muss niemand mehr auf das Frühjahr mit seinen milden Temperaturen und der aufblühenden Natur warten. Grund genug also, um auch den Kleiderschrank rechtzeitig auf die neue Jahreszeit – und die neue Modesaison – vorzubereiten. Es ist sozusagen Zeit, auch im Kleiderschrank einen „Frühjahrsputz“ zu machen, und zwar nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Selbst Putzmuffeln gelingt nämlich mit wenigen Handgriffen das Projekt „Frühlingsfitter Kleiderschrank“.

Foto: stock.adobe.com © marog-pixcells

Schritt 1: Ausmisten

Der schwierigste Teil, wenn wieder mehr Überblick im Kleiderschrank geschaffen werden soll, ist das Ausmisten. Dabei zeigt die Japanerin Marie Kondo seit Jahren und mit wachsender Fan-Gemeinde, wie einfach Ordnung ins Chaos gebracht werden kann. Aufräumen als Philosophie sozusagen, denn mit ihrer KonMari-Methode lässt sich im Prinzip das ganze Leben ordnen und sortieren – und mit dem Kleiderschrank rät sie dabei anzufangen. Also sollte dieser eigentlich keine allzu große Herausforderung darstellen:

  • Die Bestandsaufnahme

Zu Beginn einer jeden Entrümpelungsaktion ist es sinnvoll, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Das gilt auch für den Kleiderschrank. Am besten werden also alle vorhandenen Klamotten zusammengetragen – auch jene, die vielleicht noch an der Garderobe hängen, im Wäschekorb liegen oder beim Trocknen sind. So wird beim Ausmisten nichts vergessen.

Nun kann es helfen, diese Klamotten auf einer freien Fläche auszubreiten, sprich aus dem Kleiderschrank und eventuellen Behältnissen wie einer Box zu nehmen. Auch, wenn der Anblick nun erst einmal „erschlägt“, ist damit der erste Schritt getan…und der Rest wird viel leichter. Wichtig ist daher, sich an dieser Stelle nicht entmutigen zu lassen, sondern motiviert und voller Vorfreude auf den geordneten Schrank sowie freien Platz für neue Klamotten an die Sache heranzugehen.

  • Das Sortieren

Erst ausmisten, dann aufräumen – so lautet die Grundregel bei der KonMari-Methode. Daher ist es an der Zeit, sich von Kleidungsstücken zu verabschieden, die nicht mehr passen oder gefallen. Hierbei ist es hilfreich, verschiedene Stapel anzulegen. Sinnvoll ist zum Beispiel die Unterteilung in für Kleidung, die

  1. unbedingt behalten,
  2. vielleicht behalten,
  3. nicht behalten oder
  4. als Erinnerungsstück behalten werden soll.

Bei einigen Klamotten dürfte die Entscheidung auf der Hand liegen, weil sie beispielsweise schon seit Längerem nicht mehr passen oder ganz im Gegenteil zu den absoluten Lieblingsstücken gehören. Doch bei vielen anderen Kleidern fällt die Wahl oft nicht so einfach. Diese gilt es dann, in Ruhe anzuprobieren, ihren Zustand zu überprüfen – ob sie beispielsweise Löcher haben oder ausgewaschen sind – oder neue Kombination zu testen, wie die Stücke getragen werden könnten.

Das Ausmisten führt also auch oft dazu, alte Lieblingsteile wiederzuentdecken oder neue Lieblingskombinationen zu kreieren und somit im kommenden Frühjahr den eigenen Look (wieder) aufzupeppen.

  • Die Entscheidung

Jetzt muss „nur“ noch die endgültige Entscheidung getroffen werden, welche Klamotten zurück in den Kleiderschrank wandern und welche stattdessen aussortiert werden. Vor allem beim „Vielleicht“-Stapel ist das oft schwierig, denn niemand möchte hinterher bereuen, etwas hergegeben zu haben. Allerdings steht ja auch der Wunsch im Raum, wieder mehr Platz im Kleiderschrank zu haben.

Hierbei gilt folgender Tipp: Wer sich unsicher ist, kann einen Stapel auch in den Keller räumen und dort ein Jahr liegen lassen, sozusagen bis zum nächsten Frühjahrsputz. Was bis dahin nicht vermisst wurde, kann guten Gewissens aussortiert werden. Kommt hingegen doch plötzlich der Wunsch auf, etwas vom „Vielleicht“-Stapel zu tragen, so ist es noch in greifbarer Nähe und kann jederzeit zurück in den Kleiderschrank wandern.

Übrigens können der Keller, Dachboden oder einfach die hinterste Ecke im Kleiderschrank, wenn ausreichend Platz ist, auch ein hervorragender Ort zur Aufbewahrung der Erinnerungsstücke sein. Diese müssen also nicht im Schrank zwischen den Alltagsklamotten liegen und Platz wegnehmen, falls diese ohnehin nicht mehr getragen werden. Jene Kleidungsstücke, die hergegeben werden sollen, werden derweil am besten in einem gesonderten Karton gesammelt.

  • Die Nachhaltigkeit

Eine Mülltüte ist für sie nicht der richtige Ort, da Klamotten immer zu gut sind für die Tonne – selbst, wenn sie Löcher oder Flecken haben. Denn die Textilien können für zahlreiche andere Zwecke verwendet werden. Die Nachhaltigkeit ist daher beim Ausmisten ein wichtiges Thema, das stets berücksichtigt werden sollte, nicht nur beim Kleiderschrank.

Viele Klamotten befinden sich gewiss noch in einem guten Zustand und können ohne Weiteres verkauft werden. Das bedeutet zusätzliches Kleingeld für den Kauf neuer Klamotten und einen glücklichen Käufer, der die Sachen noch weiterhin trägt. Eine Win-Win-Situation! Für diesen Verkauf können zum Beispiel Online-Kleinanzeigen, spezielle Plattformen im Internet oder Second-Hand-Shops genutzt werden.

Was hingegen kein Geld mehr bringt, aber noch in einem guten Zustand ist, kann auch verschenkt werden. Vielleicht gibt es ja jemanden im Bekanntenkreis, der sich darüber freuen würde. Oder die Sachen werden an spezielle Kaufhäuser für Menschen in Armut oder an gemeinnützige Initiativen abgegeben. Wichtig ist, dass diese im Inland tätig sind, denn der Export von entsorgter Kleidung nach Afrika wird stark kritisiert.

Nur, was wirklich nicht mehr tragbar ist, kann tatsächlich entsorgt werden. Der Hausmüll ist dabei eine Option, doch es gibt mittlerweile auch spezielle Sammelaktionen, wo solche Alttextilien eingesammelt und weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu Dämmmaterial. So entsteht ein Minimum an Verschwendung.

Verschwendung ist außerdem ein gutes Stichwort, wenn es darum geht, anschließend an das Ausmisten neue Kleidung zu kaufen. Hierbei sollte sich nämlich jeder fragen, ob das tatsächlich notwendig ist. Stattdessen klingt doch auch die Option gut, sich an einem ordentlichen und übersichtlichen Kleiderschrank zu erfreuen und die vorhandenen Lieblingsteile umso häufiger zu tragen. Neue Kombinationsmöglichkeiten eröffnen dabei vielfältige Gestaltungsräume für Kreativität oder einen veränderten Look, ohne tatsächlich neue Klamotten zu brauchen. Weniger ist eben doch manchmal mehr und auch das Sparschwein wird es danken!

Schritt 2: Ordnen

Die Auswahl ist getroffen, der Klamottenbestand höchstwahrscheinlich deutlich geschrumpft und das, was noch übrig ist, kann jetzt zurück in die Fächer. Solange der Schrank noch leer ist, ergibt sich damit die beste Gelegenheit, um beim erneuten Befüllen direkt mit System vorzugehen – und einigen cleveren Tricks:

  • Einräumen nach Prinzip

Das Ziel beim Einräumen ist natürlich, dass sich eine sinnvolle Ordnung ergibt und somit das gewünschte Outfit direkt griffbereit ist. Zudem soll der Kleiderschrank übersichtlich sein und als Inspiration dienen, welche Klamotten zur Auswahl stehen und miteinander kombiniert werden könnten.

Der erste Tipp beim Ordnen der Kleidung lautet daher, diese nach der Saison zu trennen. Das gilt zum Beispiel für Herbst- und Wintermode sowie Frühjahrs- und Sommermode. Aber auch individuelle Kategorien sind möglich, zum Beispiel Tag, Nacht, Sport, Freizeit, Arbeit, etc. Welche Trennung des Schrankinhalts am meisten Sinn macht, hängt also zu großen Teilen von den eigenen Lebensgewohnheiten ab.

Doch Fakt ist, dass der dicke Schal und die Wollmütze im Sommer nicht ganz vorne liegen müssen und im Winter nicht die Jeans-Shorts oder das Sommerkleid. Eine gewisse Trennung nach Saison empfiehlt sich daher in jedem Fall. KonMari gibt außerdem folgende Tipps für eine sinnvolle Ordnung im Kleiderschrank:

  • Alle Kleidungsstücke, die nicht aufgehängt werden müssen, werden zu kleinen Päckchen gefaltet und vertikal gestapelt. So können sie platzsparend verstaut werden und dennoch bleibt der Kleiderschrank übersichtlich.
  • Wer will, kann Jeans und Röcke in speziellen Boxen unterbringen. Auch dann gilt es, diese zu falten und aufrecht in die Box zu legen, sodass also bei einem Blick von oben direkt alle einzelnen Stücke erkannt werden können.
  • Für Klamotten, die aufgehängt werden, empfiehlt sie das Prinzip der „aufsteigenden Linie“. Von einer zur anderen Seite sollten die Kleidungsstücke also immer kürzer werden, sodass sich eine Diagonale ergibt. Allerdings ist es auch hier erlaubt, eine eigene Ordnung zu finden, zum Beispiel von warm (Winterjacken, Mäntel, etc.) zu luftig (Blusen, Sommerkleider, etc.). Hauptsache, das gesuchte Kleidungsstück wird mit einem Handgriff gefunden.
  • Zuletzt ist es im gesamten Kleiderschrank sinnvoll, den Inhalt auch nach Farben zu sortieren. Innerhalb der einzelnen Stapel, zum Beispiel eben bei T-Shirts oder Pullovern, sollte sich also ein stimmiger Farbverlauf ergeben, sodass zum Beispiel blaue Teile beieinander sind, die dunkelsten Stücke stets unten liegen und die hellsten ganz oben – oder so ähnlich. Wer seine Kleidung sogar in „vorne“ und „hinten“ sortiert, sollte stets die dunkleren Farben nach hinten schieben und die hellen in den Vordergrund rücken. Denn so kommt einem beim Öffnen der Schranktür oder Schublade eine „Welle des Glücks“ entgegen, verrät Marie Kondo.
  • Dieses Prinzip gilt es auch bei Schuhen anzuwenden. Das bedeutet: Schwere Schuhe kommen nach unten und leichte Sommerschuhe wie Sandalen oder Ballerinas nach oben. Zudem können auch hier dunklere Modelle nach hinten in den Kleiderschrank wandern, während hellere Paare vorne stehen.

Die KonMari-Methode gibt also hilfreiche Tipps, doch schlussendlich kann jeder selbst entscheiden, welches das sinnvollste System ist. Hauptsache, der Schrank hat am Ende eine logische Ordnung, sodass sich die Auswahl an Klamotten möglichst auf einen Blick erfassen lässt und das gewünschte Kleidungsstück problemlos herausgesucht sowie anschließend auch wieder verstaut werden kann. Denn Ziel ist natürlich, diese Ordnung nicht nur kurzfristig beizubehalten, sondern mindestens bis zum nächsten Frühjahrsputz.

  • Life Hacks für den Kleiderschrank

Allerdings gibt es auch Dinge wie Gürtel, Unterwäsche, Taschen, Socken oder Schmuck, die noch nicht perfekt untergebracht sind. Schließlich sollen diese nicht wild durcheinander gewürfelt, sondern ebenfalls sinnvoll sortiert und vor Beschädigungen geschützt werden. An dieser Stelle können folgende Tipps behilflich sein:

  • Wenn im Schrank Platzmangel herrscht oder Kleinigkeiten wie Ketten sinnvoll untergebracht werden sollen, können dafür Wäscheklammern an die Innenseite der Tür geklebt werden. Sie bieten die Möglichkeit, kleine Dinge der Wahl aufzuhängen, ohne dabei zusätzlichen Platz wegzunehmen.
  • Für Schals oder Gürtel sind kleine Stücke von PVC-Rohren eine perfekte Lösung. Sie können in eine Schublade gelegt werden, bleiben somit fest an Ort und Stelle und bieten zugleich die Möglichkeit, einen eingerollten Schal, einen Gürtel, aber auch Socken oder Unterwäsche praktisch zu verstauen.
  • Natürlich sind Boxen, Kartons oder alle Behältnisse, die sich zur Aufbewahrung eignen, ebenfalls eine hervorragende Möglichkeit, um mehr Ordnung in den Kleiderschrank zu bringen. So kann es beispielsweise eine Box für Socken geben, einen Karton für Unterwäsche und ein kleines Einmachglas, in welchem die Ringe aufbewahrt werden. Hier ist also schlichtweg ein bisschen Kreativität gefragt.
  • Dosen-Verschlüsse können ebenfalls zum echten Platzwunder werden. Denn es ist möglich, eine Seite über einen Kleiderhaken zu hängen und in dem anderen Loch dann einen weiteren Kleiderbügel zu befestigen. So wird die Stange nicht zu überfüllt, dennoch können aber doppelt so viele Kleidungsstücke daran Platz finden. Zudem bleiben dadurch Dinge, die zusammengehören, zum Beispiel ein Kleid und sein Gürtel, auch stets beieinander.
  • Eine ähnlich praktische Lösung, um noch mehr Kleiderbügel im Schrank unterzubringen, sind Ketten. Sie werden vertikal in den Schrank gehängt und in jeder Öse findet nun ein Kleiderbügel Platz.
  • Zuletzt kann auch ein günstiger Duschvorhang mehr Platz sowie Ordnung im Kleiderschrank schaffen – genauer gesagt dessen Ringe. Denn diese können über einen Kleiderbügel gehängt werden und eignen sich hervorragend, um daran Schals, Gürtel oder andere Accessoires zu befestigen.

Mit etwas Kreativität und solchen Life Hacks lässt sich also selbst in kleinen Kleiderschränken ausreichend Platz finden, um alle Dinge ordentlich zu verstauen und dabei einen hervorragenden Überblick zu behalten.

Schritt 3: Pflegen

Genauso wie beim Frühjahrsputz in der Küche, ist beim Kleiderschrank das Ausmisten zudem die beste Gelegenheit, um Aufbewahrungsmöbel und Klamotten gleichermaßen zu pflegen. So kommt die Herbst- und Winterbekleidung, die erst einmal nicht mehr gebraucht wird, zur nächsten kalten Saison wieder tadellos zum Vorschein. Und auch die aktuell verwendete Garderobe kann einsatzbereit gemacht werden, damit der Frühling im entsprechenden Outfit begrüßt wird. Nachdem nun also ein sinnvolles Ordnungssystem gefunden wurde, gilt es, die Kleidungsstücke und Accessoires vor dem Einräumen noch auf Vordermann zu bringen:

  • Pflegetipps für Klamotten

Sämtliche Kleidungsstücke sollten vor dem Einräumen in den Kleiderschrank auf einen makellosen Zustand überprüft werden. Was in letzter Zeit getragen wurde, wandert erst einmal in die Waschmaschine oder Reinigung. Nur frische Klamotten kommen also zurück in den Schrank. Hierbei gilt:

  • Nur Kleidungsstücke mit ähnlichen Farben gemeinsam waschen und vor allem helle Klamotten von den anderen trennen.
  • Pflegesymbole beachten und ein geeignetes Waschmittel verwenden.
  • Empfindliche Materialien wie Wolle, Seide oder Kaschmir lieber von Hand waschen oder in die Reinigung geben.
  • Wolle zum Trocknen nicht aufhängen, sondern legen, damit die Kleidungsstücke ihre Form behalten.
  • Glattleder kann mit einem feuchten Tuch sowie Sattelseife und einem Lederpflegebalsam behandelt werden.
  • Wildleder darf hingegen nur gebürstet werden, nachdem eventueller feuchter Schmutz getrocknet ist.
  • Dessous kommen beim Waschen in einen gesonderten Beutel. So kann die empfindliche Spitze nirgendwo hängen bleiben und die Haken am BH beschädigen auch nicht die anderen Kleidungsstücke.
  • Handelt es sich um ein Kleidungsstück, das gebügelt werden muss, so gibt es auch hier einiges zu beachten. Was darf überhaupt gebügelt werden und mit welcher Einstellung?
  • Zuletzt ist es natürlich wichtig, eventuelle Löcher, aufgegangene Nähte oder andere Beschädigungen zu reparieren. Bei Bedarf können die betroffenen Teile dafür auch zu einem Schneider beziehungsweise einer Schneiderin gebracht werden. Solch kleine Reparaturen werden von ihnen oft schon für wenige Euro ausgeführt und das Kleidungsstück ist anschließend wie neu.
  • Die Profis können es zudem umschneidern, falls es noch in gutem Zustand ist, aber schlichtweg nicht mehr den eigenen Geschmack trifft. Auch so ist es also möglich, „neue“ Lieblingsteile zu bekommen, nachhaltig und ohne Geld für das Shopping ausgeben zu müssen.

Nun müssen die Klamotten nur noch sorgfältig gefaltet beziehungsweise aufgehängt und an ihrem Platz im Kleiderschrank verstaut werden…und sind sozusagen sofort bereit zum Tragen.

  • Pflegetipps für Schuhe

Noch mehr als Klamotten, kommen Schuhe mit Schmutz, Wasser und anderen Umwelteinflüssen in Berührung. Sie können zudem meist nicht einfach in die Waschmaschine geworfen werden. Dennoch – oder gerade deshalb – ist es wichtig, sie richtig zu pflegen. Dann bleiben sie lange Zeit schön, komfortabel sowie robust.

Sogar Schuhe, die auf den ersten Blick schon sehr heruntergekommen wirken, lassen sich oft mit einigen wenigen Handgriffen wieder auf Vordermann bringen und sehen dann aus wie neu. Der erste Schritt ist dabei natürlich die Reinigung, um Schmutz, Salzränder oder Staub zu entfernen. Wie das geht, hängt vom jeweiligen Material ab. Während einige Stoff- oder Turnschuhe durchaus in die Waschmaschine wandern können, gilt das zum Beispiel nicht für Modelle aus Leder.

Nach der gründlichen und vor allem richtigen Reinigung der Schuhe, sollten diese auf Beschädigungen überprüft werden. Vielleicht ist die Sohle schon sehr abgelaufen oder der Absatz bricht beinahe ab. In solchen Fällen können sie in die Reparatur gegeben werden und sehen anschließend aus wie neu. Auch die Schuhbändel sollten sauber sowie neu aussehen, sprich sie müssen bei Bedarf ausgetauscht oder einmal bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Schon solche Maßnahmen können echte Wunder bewirken.

Zuletzt gilt es natürlich, die Schuhe vor dem Einlagern noch zu imprägnieren sowie mit einem geeigneten Pflegemittel zu behandeln. Vor allem Lederschuhe werden dann am besten mit einem Schuhspanner versehen und behalten dadurch ihre Form – selbst, wenn sie für mehrere Monate im Schrank stehen.

  • Pflegetipps für Accessoires

Zuletzt gelten dieselben Grundregeln natürlich auch für Accessoires, sprich: Diese sollten vor dem Einräumen überprüft und gepflegt werden. Zum Beispiel ist es wichtig, Verschmutzungen von Taschen zu beseitigen, denn je länger sie darauf haften, umso hartnäckiger werden sie. Dafür reicht oft schon das Abwischen mit einem feuchten Tuch. Natürlich können auch spezielle Pflegemittel für das jeweilige Material genutzt werden, zum Beispiel für Ledertaschen.

Und auch Schmuck kann gereinigt werden. Bei Schmuckstücken aus echtem Gold oder Silber darf dafür fließendes Wasser verwendet werden. Sollten sie angelaufen sein, kann die Reinigung mit einem speziellen Tuch stattfinden oder ein sogenanntes Schmuckbad verleiht ihnen frischen Glanz. An dieser Stelle kann ein Juwelier beraten. Vorsicht ist hingegen bei Edelsteinen geboten. Auch diesbezüglich ist es also sinnvoll, sich professionellen Rat einzuholen.

Modeschmuck sollte hingegen nicht mit fließendem Wasser in Berührung kommen. Hier reicht es aus, ein feuchtes Tuch oder ein Mikrofasertuch zur Reinigung zu verwenden. Sollte das nicht ausreichen, weil der Schmuck zum Beispiel angelaufen ist, können verschiedene Hausmittel helfen, bevorzugt

  1. Natron,
  2. Alufolie,
  3. Backpulver,
  4. Salz,
  5. Spülmittel oder
  6. Zahnpasta.

Mit diesen Tipps kommt der Kleiderschrank und sein Inhalt also sprichwörtlich wieder auf Hochglanz und ist somit bereit für die warme – sowie für viele Menschen schönste – Jahreszeit!

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