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Mieten oder kaufen – was lohnt sich mehr?

Viele Menschen stehen vor der Frage, ob die nächste Bleibe wieder gemietet werden soll oder ein Hauskauf nicht eine bessere Alternative darstellt. Die Investition in ein Eigenheim erscheint sinnvoll, schließlich verlieren Immobilien so gut wie nie an Wert. Wer klug handelt, kann im Alter im komplett abbezahlten Haus leben – und es noch an die eigenen Kinder oder Enkel vererben. Doch lohnt es sich wirklich, viel Geld in eine Immobilie zu investieren?

Aschendorff Medien

In Großstädten wie Dortmund oder Hagen kostet Wohnraum im Verhältnis mehr als in ländlichen Regionen. Foto: Pixabay.com © hpgruesen

In urbanen Gegenden ist Eigentum teuer

Speziell in städtischen Lagen ist es verhältnismäßig teuer, eine Immobilie zum Kauf zu finden. Eigentumswohnungen bilden hier die beliebte Variante. In Dortmund und anderen Großstädten steigen die Preise für Baugrund und Immobilien in den letzten Jahren zunehmend. Gleichzeitig möchten die Menschen nicht mehr mit zehn, 15 anderen Parteien in einem Haus leben und über jede kleine Änderung am Haus abstimmen müssen. Der Wunsch nach einem eigenen Haus wird, nicht zuletzt aufgrund der Coronapandemie, immer größer. Vor allem der eigene Garten hat es den Menschen angetan. Dabei besitzt im Schnitt jeder zweite Privathaushalt in Deutschland bereits einen Garten. Zumeist handelt es sich dabei um Schrebergärten. Ein Garten direkt am eigenen Heim hingegen ist für viele nach wie vor ein Traum.

Wer in einer Großstadt wie Dortmund nach bezahlbaren Immobilien sucht, informiert sich zunächst genau über mögliche Wohngegenden. Denn die Preise können ja nach Stadtteil stark variieren. Ein erster Anhaltspunkt hierzu sind die Bodenrichtwerte für Dortmund. Sie zeigen vor allem, ob die veranschlagten Preise für Grundstücke oder Häuser gerechtfertigt sind. Die endgültigen Preise werden natürlich von weiteren Faktoren beeinflusst:

·         Ausstattung der Immobilie

·         Instandhaltung oder Renovierung

·         Notarkosten

·         Maklerprovision

Bezahlbarer Wohnraum ist rar

Auch für Mieter gilt, dass es schwierig ist, bezahlbare Wohnungen zu finden. In Hinblick auf die Bundestagswahl 2021 zeigt sich, dass das Thema nach wie vor aktuell ist und die Bundespolitik beschäftigt. Die Menschen verzichten heute eher auf diversen Luxus, bevor sie ihre Wohnung aufgeben oder sich räumlich verkleinern. Gleichsam ist es kaum möglich, größere Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis zu finden. Auch hier ist natürlich die Lage ein entscheidender Faktor. Je besser die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, die Dortmunder Universität oder die Innenstadt ist, desto teurer ist es, dort zu wohnen. Da können auch kleine Wohnungen mit nur 2,5 Zimmern schnell viele Hundert Euro kosten. Wohnungen mit vier oder mehr Zimmern sind ohnehin kaum zu finden. Wer sich also langfristig binden möchte und ein gewisses Eigenkapital mitbringt, sollte über die Möglichkeit, eine Immobilie zu kaufen, nachdenken. Langfristig winken so bessere Konditionen.

Viele Menschen träumen ihr Leben lang von einem eigenen Häuschen mit Garten. Foto: Pixabay.com © 13902

Die Vorteile des Eigenheims

Die Investition in eine eigene Immobilie bietet insgesamt zahlreiche Vorzüge. Natürlich sind die Anfangskosten nicht zu unterschätzen. Die Maklerprovision beträgt für den Käufer und Verkäufer je 3,57 Prozent des Verkaufspreises. Hinzu kommen die Kosten für den Notar und etwaige Renovierungskosten. Viele Käufer finanzieren ihre Immobilie über einen Kredit. Dieser muss natürlich jeden Monat anteilig zurückgezahlt werden. Die Wohnnebenkosten und Steuern für Immobilienbesitzer kommen noch dazu. Trotzdem kann sich der Kauf langfristig lohnen. Denn nach einigen Jahren ist der Kredit bei der Bank abbezahlt und es müssen nur noch Steuern und Betriebskosten bezahlt werden. Wer klug spart, kann die Kosten für Instandhaltung und Renovierung problemlos decken und muss sich dann für den Rest seines Lebens keine Gedanken um die Bleibe machen. Auch ist es möglich, die Immobilie zu Lebzeiten zu verschenken oder später zu vererben. Hier bitte die Regelungen zu Erbschafts- und Schenkungssteuer beachten.

Ein Eigenheim bietet weitere Vorteile. So lässt es sich an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse anpassen. Es ist möglich, bauliche Veränderungen vorzunehmen und das Haus beispielsweise barriereärmer oder barrierefrei zu gestalten. So ist es auch im Alter möglich, bequem im Eigenheim zu leben und nicht in ein Seniorenheim umziehen zu müssen.

Auf dem Land lebt es sich günstiger als in der Stadt. Wer nicht gebunden ist, findet hier schnell ein schönes Heim. Foto: Pixabay.com © analogicus

Tipp: Wer ländlich lebt, lebt günstiger

Für Menschen, die nicht an eine bestimmte Stadt gebunden sind, ist es sinnvoll, sich in ländlicheren Gegenden nach Immobilien umzusehen. Hier ist es insgesamt meist günstiger, eine Immobilie zu kaufen. Das liegt unter anderem daran, dass die Anbindung an den ÖPNV und die Innenstädte schlechter ist. Ist dieser Aspekt nicht so wichtig, kann sich ein Kauf auf dem Land lohnen. Für Familien mit Kindern erscheint das Leben auf dem Land attraktiver. Hier können die Kinder tagsüber problemlos gemeinsam in den Gärten und vor den Häusern spielen und Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen. Die ländlicheren Regionen in Westfalen haben diese Entwicklung mitbekommen und kommen den potentiellen Käufern entgegen. So will die Stadt Bad Oeynhausen zahlreiche Grundstücke für Eigenheime zur Verfügung stellen.

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