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Getränkebringdienst für eine Milliarde übernommen

Oetker kauft „Flaschenpost“

Bielefeld/Münster

Dr. Oetker kauft den Getränke-Bringdienst „Flaschenpost“ aus Münster. Entsprechende Informationen bestätigte ein Oetker-Sprecher am Sonntag gegenüber unserer Zeitung. Einzelheiten zu der Übernahme will Oetker diesen Montag mitteilen.

Andreas Fier

Der Getränkebringdienst Flaschenpost wird künftig zum Bielefelder Oetker-Konzern gehören. Foto: imago images/Rüdiger Wölk

Um das Start­up „Flaschenpost“ hatte es zuletzt mehrfach Verkaufsgerüchte gegeben. Der Lieferdienst hatte die Branche 2016 mit einem innovativen Logistik-Konzept aufgerollt. Inzwischen ist „Flaschenpost“ in 23 Städten aktiv. Nach Informationen des Portals „Deutsche Startups“ soll der Kaufpreis für die „Flaschenpost“ bei rund einer Milliarde Euro liegen. Demnach hat der Lieferdienst alleine im Oktober 2020 einen Umsatz von etwa 27 Millionen Euro eingefahren. Auf zwölf Monate hochgerechnet würde der Jahresumsatz damit über 300 Millionen Euro liegen.

Oetker ist Marktführer im deutschen Biergeschäft und hat mehr als 40 Marken (Jever, Radeberger) im Portfolio. Oetker hatte das Konzept der „Flaschenpost“ 2017 mit dem eigenen Bringdienst „Durstexpress“ kopiert, nachdem Gespräche mit den Münsteranern gescheitert waren. Nach dem Start in Berlin und Leipzig ist der Oetker-Ableger an zwölf Standorten vertreten. Das Liefergebiet der beiden Dienste überschneidet sich in den Städten Leipzig, München, Dresden, Hamburg, Frankfurt, Hannover und Bochum. Schwerpunkt der „Flaschenpost“ ist NRW.

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