1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Ueberregional
  4. >
  5. Wirtschaft
  6. >
  7. Schweinestau durch Genehmigungsstau

  8. >

Tönnies

Schweinestau durch Genehmigungsstau

Clemens Tönnies (64) hatte am Mittwoch im Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück Besuch von einigen Landwirten. Sie forderten höhere Preise für Schweinefleisch, aber vor allem eine Beseitigung des Schlachttier-Staus.

Bernhard Hertlein

Deutschlands größtes Schlachtunternehmen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Foto: Horst

Rheda-Wiedenbrück (WB). Clemens Tönnies (64) hatte am Mittwoch im Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück Besuch von einigen Landwirten. Sie forderten höhere Preise für Schweinefleisch, aber vor allem eine Beseitigung des Schlachttier-Staus.

Tönnies antwortete, dass er seit längerer Zeit auf die Genehmigung warte, die neue Schinkenzerlegung in Betrieb zu nehmen. Mit ihr könnte Tönnies pro Woche 20.000 bis 25.000 Schweine mehr schlachten und käme so wieder auf die Kapazität vor Beginn der Pandemie. Die Investitionssumme beziffert der Konzern auf einen einstelligen Millionenbetrag.

In Deutschland sind aktuell 600.000 Schweine schlachtreif, können aber aufgrund fehlender Kapazitäten nicht geschlachtet werden.

Indessem hat die Tönnies-Gruppe in Rheda-Wiedenbrück seine Spitzenposition im Jahr 2019 noch ausgebaut. Während Tönnies die Zahl der Schlachtungen nach Angaben der „Lebensmittelzeitung“ von 16,6 auf 16,7 Millionen steigerte, folgen Westfleisch (Münster mit Schlachthof in Lübbecke) und Vion erst mit jeweils 7,7 Millionen auf Platz 2 bzw. 3. Westfleisch ging um 0,2, ­Vion um 0,1 Million zurück. Danish Crown folgt mit 3,3 Millionen auf Platz 4.

Bei Rinderschlachtungen liegt Vion mit 725.000 Schlachtungen vor Tönnies und Westfleisch. Bei Geflügel schlachtete PH (Wiesenhof) mehr als doppelt so viel wie die Nummer 2, Rothkötter

Startseite