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Karriere

So erkennen Sie echte Top Arbeitgeber

Damit der neue Job zu einem vollen Erfolg werden kann, ist es wichtig, den potenziellen Arbeitgeber kritisch zu betrachten. Die Fragen, ob das Unternehmen authentisch ist und man sich selbst vorstellen kann, dort über einen längeren Zeitraum hinweg zu arbeiten, sind nur zwei dieser Punkte.

Aschendorff Medien

Foto: mohamed Hassan auf Pixabay

Um herauszufinden, ob es sich wirklich um einen Top Arbeitgeber (DIQP) handelt, sollten die folgenden Kriterien berücksichtigt werden. Diese helfen dabei, die Jobsuche zu verbessern und so dem eigenen Traumjob ein Stückchen näher zu kommen.

Was zeichnet einen Top Arbeitgeber (DIQP) aus?

Ein neuer Job ist immer wieder eine Herausforderung, die mit Freude und Aufregung einhergeht. Damit die Freude nicht bereits nach kurzer Zeit eventuellen Zweifeln weicht, sollte die Wahl des Arbeitgebers auf keinen Fall vernachlässigt werden. Selbst wenn es sich bei der ausgeschriebenen Stelle um den eigenen Traumjob handelt, muss auch das Umfeld stimmen. Wie wichtig welches Kriterium dabei ist, hängt stark von den individuellen Wünschen und Bedürfnissen ab und kann keinesfalls verallgemeinert werden.

Doch obwohl jeder seine eigenen Schwerpunkte legen mag, gibt es einige Punkte, die meist von gesteigertem Interesse sind. Das sind beispielsweise die persönlichen Werte und Normen oder aber die entsprechenden K.O.-Kriterien. Die folgenden Punkte können erste Anhaltspunkte oder Auswahlkriterien für einen potenziellen Arbeitgeber darstellen.

Ein Top Arbeitgeber muss die eigenen Kriterien erfüllen

Auf den ersten Blick bietet sich die Analyse des Aufgabenbereichs an. Wird der Arbeitsplatz gewechselt, weil die Aufgaben mit der Zeit zu langweilig geworden sind, dann sollte das Aufgabenspektrum genau betrachtet werden. Unterscheiden sie sich von denen, die aktuell ausgeübt werden? Und stellen sie eine gewisse Herausforderung dar? Ist das nicht der Fall, dann kann es schnell dazu kommen, dass auch diese Position nicht mehr zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen passt. Wem es wichtig ist, eigenverantwortlich zu arbeiten, der sollte auch darauf achten, dass es sich um eben solch eine Stelle handelt. Dasselbe gilt für Teamplayer, die sich am wohlsten in einem großen Team fühlen.

Im Vorfeld lassen sich weitere wichtige Faktoren überprüfen, beispielsweise ob es sich bei der Stelle um einen sicheren Arbeitsplatz handelt. Das ist der Fall, wenn das Unternehmen geschäftlich erfolgreich ist. Werte wie Familienfreundlichkeit und eine respektvolle Führung können ebenfalls von Vorteil sein, wenn es die eigenen Lebensumstände erfordern. Die Angabe zu möglichen Weiterbildungen oder verschiedene Entwicklungsperspektiven wird meist in der Ausschreibung erwähnt, sollte andernfalls aber im Vorstellungsgespräch erfragt werden. Dasselbe gilt für das Gehalt, das der Arbeitgeber bereit ist zu bezahlen. In vielen Fällen findet sich eine ungefähre Angabe in der Stellenbeschreibung, vor allem dann, wenn sie über eines der gängigen Stellenportale veröffentlicht wurde. Auch hier gilt, dass das Gehalt gesondert im Vorstellungsgespräch besprochen werden sollte. Sollte besonderer Wert auf die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder firmeninternen Angeboten gelegt werden, sollte die Ausschreibung daraufhin geprüft werden.

Um herauszufinden, ob der künftige Arbeitgeber sämtliche Kriterien und Ansprüche erfüllt, ist ein wenig Recherche vonnöten. Deshalb ist es sinnvoll, bereits vor dem Einstieg in den Bewerbungsprozess zu recherchieren.

Unabhängig davon, ob es sich um einen bekannten Arbeitgeber handelt oder nicht, stellt die Webseite der Firma einen ersten Anhaltspunkt dar. Hier finden sich zahlreiche Informationen über die Geschichte des Unternehmens, die Werte und Normen, die gelebt werden und eine passende Karriereseite. Zusätzlich kann auf der Website die Teilnahme an Sozialen Netzwerken ermittelt werden, die beispielsweise eine Verbindung zu LinkedIn, Twitter, Instagram oder YouTube bietet.

Die Angaben, die sich vonseiten des Unternehmens finden, werden selbstverständlich durchweg positiv sein. Schließlich würde sich kein Arbeitgeber als schlecht darstellen. Allerdings finden sich zwischen den Zeilen zahlreiche gute Anhaltspunkte dazu, was der Firma wichtig ist und wie mit Kunden, Neukunden und Kritik am Unternehmen umgegangen wird.

Neben der Website des potenziellen Arbeitgebers gehören auch Medienberichte zu den Quellen, denen wertvolle Informationen entnommen werden können. Das liegt unter anderem daran, dass diese Quellen in der Regel neutral sind und von der Teilnahme des Unternehmens am öffentlichen Leben berichten. Auch finden sich in verschiedenen Interviews oder Magazingeschichten Hinweise darauf, wie es wirtschaftlich um die Firma steht. Außerdem gewähren solche Berichte einen ersten Einblick in die Führungs- und Unternehmenskultur. Anders als große Unternehmen sind kleinere oder mittelständische Betriebe und Firmen vor allem in der Lokalpresse vertreten.

Wenn auch weniger neutral, so sind die Arbeitgeberbewertungsportale eine hervorragende Quelle. Ist das Unternehmen hier zu finden, dann können dort sowohl positive als auch kritische Stimmen von Mitarbeitern oder Ex-Mitarbeitern recherchiert werden. Diese sollte jedoch in Kombination mit den zuvor gesammelten Informationen betrachtet werden. Obwohl hier jeder Mitarbeiter die Möglichkeit dazu hat, seine eigene Stimme abzugeben, finden sich doch meist frustrierte Ex-Mitarbeiter, da im Allgemeinen eher dann Bewertungen erfolgen, wenn man selbst unzufrieden mit der jeweiligen Situation ist.

Darauf kann bereits bei der Jobsuche geachtet werden

Für eine berufliche Veränderung oder Neuorientierung spricht in erster Linie, dass neue Aufgabenbereiche und neue Herausforderungen die vorherigen ersetzen sollen. Deshalb ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld darüber nachzudenken, inwiefern sich die anfallenden Aufgaben unterscheiden sollen oder ob es tatsächlich einfach ein Arbeitgeberwechsel sein soll. Die folgenden Fragen sollten während des aufmerksamen Lesens der Stellenangebote berücksichtigt werden.

  • Welche Aufgaben gehören zu dem Stellenprofil und was erwartet der Arbeitgeber?
  • Wird eine hohe Belastbarkeit erwartet? Wie wahrscheinlich sind Überstunden oder Stress?
  • Kommt das Wort "Team" in der Stellenanzeige vor?
  • Werden Karriereperspektiven, wie Entwicklung oder Weiterbildung erwähnt?

Die Stellenanzeige wird in erster Linie auf die notwendigen Qualifikationen und die anstehenden Aufgaben der ausgeschriebenen Stelle eingehen. Dennoch lässt sich in vielen Fällen das tatsächliche Arbeitsklima erahnen. Das gilt ebenfalls für alles, was nicht im Jobangebot geschrieben steht.

Das Vorstellungsgespräch: Hier finden sich zahlreiche wichtige Hinweise

Auch das Vorstellungsgespräch gibt Aufschluss darüber, inwieweit das Unternehmen für die eigene Karriere geeignet ist. Allerdings fällt es vielen Bewerbern schwer, in diesem Moment einen neutralen Blick beizubehalten, was in erster Linie auf die eigene Nervosität und die positive Selbstdarstellung zurückzuführen ist. Trotzdem sollten auch hier die wichtigsten Punkte beachtet werden. Während eines solchen Gesprächs kann einiges mitgenommen werden: der Empfang des Bewerbers, der Umgang der Mitarbeiter untereinander, die Kleiderordnung und letztlich auch, ob die Mitarbeiter zufrieden wirken. Diese können mit den zuvor gesammelten Informationen abgeglichen werden und erleichtern letztlich die Entscheidung für oder gegen das Unternehmen. Auch ein Arbeitgebersiegel, wie etwa das Top Arbeitgebersiegel (DIQP) kann Aufschluss über den potentiellen Arbeitgeber geben. Bei einem solchen Siegel muss der Arbeitgeber sich unabhängigen Prüfungen unterziehen, die er nicht beeinflussen kann. Sollte die Bewertung am Ende positiv ausfallen, lässt das gute Rückschlüsse auf die Arbeitsatmosphäre zu.

Um den eigenen Traumjob bei einem Top Arbeitgeber (DIQP) zu finden, ist außerdem ein wenig Recherche in Eigenregie notwendig. Dadurch können ungewollte Kompromisse frühzeitig abgewendet und die Zeit, die für den Bewerbungsprozess anfällt, möglichst geringgehalten werden.

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