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Vermietung von Baumaschinen – Darauf muss unbedingt geachtet werden

Die Form des Mietens ist ein etabliertes Modell, das sich längst nicht mehr ausschließlich auf den Wohnraum oder Autos beschränkt. Auch Baumaschinen werden mittlerweile an- und vermietet, wodurch vor allem Mieter mehrere Vorteile realisieren können.

Aschendorff Medien

In Hinblick auf die Miete von Baumaschinen sollte eine Versicherung abgeschlossen werden, um sich vor dem Risiko des Maschinenbruchs zu schützen. Foto: Pixabay

Einerseits wird ein gewisser Betrag fällig, der jedoch im Vergleich zu den Anschaffungskosten gering ist, andererseits fällt die Problematik der Lagerung weg. Zusätzlich wird nur das gemietet, was tatsächlich in diesem Zeitraum gebraucht wird, und der Wertverlust aufgrund des Alters, der vor allem in der ersten Zeit sehr hoch ist, wird vom Vermieter getragen. Auch ist meist eine große Auswahl an mietbaren Geräten gegeben, sodass Modelle, die den neusten Stand der Technik entsprechen, genutzt werden können.

Die Anzahl der Vermieter von Baumaschinen nimmt zu, weshalb es wesentlich ist, auf bestimmte Kriterien besonders zu achten, um von der positiven Seite des Mietens tatsächlich profitieren zu können. Aus diesem Grund müssen folgende Aspekte genauer berücksichtigt werden:

1.     Versicherung

Vor dem Abschluss einer Mietverbindlichkeit, ist es unbedingt notwendig, Informationen über bestehende Versicherung im Zusammenhang mit der gemieteten Baumaschine einzuholen. Die Haftung von etwaigen Schäden sowie die Höhe des Selbstbehalts spielen eine wesentliche Rolle, um schlussendlich nicht mit hohen Kosten konfrontiert zu sein. Sollte noch keine Versicherungen diesbezüglich abgeschlossen sein, so ist es empfehlenswert, diesen Umstand zu ändern, sodass zumindest ein potenzieller Maschinenbruch abgedeckt wäre.

2.     Einsatzbereich

Ein weiteres wesentliches Kriterium stellt der Einsatzbereich der Baumaschine dar. Vor Abschluss des Mietvertrags muss abgeklärt werden, für welchen Bereich diese genutzt werden darf. Sollte der gewünschte Einsatzbereich nicht inkludiert sein, so besteht oftmals die Option durch Spezialanbaugeräte das Funktionsspektrum der Baumaschine zu erweitern. Daher ist es auch in diesem Aspekt wichtig, sich zu informieren, um ein Gerät zu mieten, das den jeweiligen Bedürfnissen des Verwendungszweckes entspricht.

3.     Mietdauer

Bei dem Abschluss eines Mietvertrages solcher Geräte besteht stets ein Risiko, dass die vertraglich festgelegte Mietdauer nicht immer der tatsächlich benötigten entspricht. Große Projekte hängen oftmals von verschiedensten Faktoren ab. Lieferengpässe, eine Krankheitswelle sowie andere unvorhergesehene Ereignisse können eine Verlängerung der Mietdauer verschulden. Aus diesem Grund sollte bei Abschluss des Mietvertrages darauf geachtet werden, dass eine hohe Flexibilität in Hinblick auf eine Abänderung der ursprünglichen Mietdauer gegeben ist.

4.     Mietkonditionen

In Hinblick auf die Miete einer Baumaschine kommt dem Preis ebenfalls eine große Bedeutung zu. Neben den Preis für das Gerät an sich werden Nebenkosten verrechnet. Diese setzen sich beispielsweise aus der Versicherungsprämie, Kosten für Anbaugeräte und Verschließteile zusammen. Bei langfristigen Mietverträgen werden durchzuführende Serviceleistungen zusätzlich inkludiert. Um sämtliche mit der Miete in Verbindung stehende Kosten in die Planung einkalkulieren zu können, sollten stets Transparenz und Klarheit gegeben sein.

5.     Zustand der Maschinen

Im Regelfall sollten die Geräte vom Vermieter regelmäßig serviciert werden, gepflegt sein und keine technischen Mängel aufweisen, um diese sofort nutzen zu können. Einwandfreie Baumaschinen sind ein wesentliches Kriterium bei der Wahl des vermietenden Unternehmens, da ungewollte Verzögerungen nicht nur die Mietdauer, sondern Projektlaufzeiten negativ beeinflussen könnten.

6.     Der Standort

Ist die gesuchte Maschine in der richtigen Ausführung gefunden, so spielt der Standort, wo sie sich befindet, eine zentrale Rolle. Hier gibt es wiederum bei besonders engagierten Unternehmen die Möglichkeit, eine Anlieferung der Maschine kostengünstig an den individuell gewählten Ort zu veranlassen, sodass kein weiterer Betrieb mit dem Transport des angemieteten Objekts betraut werden muss.

7.     Flexibilität

Sollte es zu einem Engpass kommen und Baumaschinen innerhalb kürzester Zeit angemietet werden müssen, um die Nachfrage weiterhin zu befriedigen, oder sollte eine oder mehrere Baumaschinen(n) aufgrund etwaiger Schäden langfristig ausfallen, so ist es ratsam, einen Betrieb zu wählen, der über die Kapazitäten verfügt, kurzfristig Geräte zur Miete bereitzustellen. Flexibilität repräsentiert einen entscheidenden Faktor, sobald notwendige Baumaschinen nicht vorhanden sind und ein Neukauf keine Option darstellt.

In Hinblick auf die Miete von Baumaschinen müssen verschiedenste Faktoren berücksichtigt werden. Welche Kriterien diesbezüglich eine höhere Gewichtung erhalten und welche nur eine geringfügige Rolle einnehmen, muss abhängig von den individuellen Gegebenheiten entschieden werden. In jedem Fall sollten jedoch sämtliche Bereiche abgeklärt werden, um einen gewissen Grad an Sicherheit in Hinblick auf die eingegangenen Bedingungen des Mietverhältnisses zu erlangen.

Im besten Fall wird das vermietende Unternehmen zu einem langjährigen Partner, der sich durch seine Zuverlässigkeit und Flexibilität auszeichnet und einen optimalen Lösungsweg mit sich bringt, durch den bestimmte hochpreisige Neuinvestitionen vermieden werden können.

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