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Versammlung am Donnerstag in Enger – Alno AG setzt Investorengespräche fort

Wellmann-Mitarbeiter werden freigestellt

Pfullendorf/Enger (dpa/WB/LaRo). Die Krise beim insolventen Küchenbauer Alno spitzt sich zu. Fast alle der 400 Mitarbeiter der Tochterfirma Wellmann GmbH in Enger (Kreis Herford) werden mit Wirkung zu Freitag, 13. Oktober, offiziell von der Arbeit freigestellt. Das teilte der Insolvenzverwalter des Alno-Konzerns der Belegschaft bei einer Versammlung vor Ort am Donnerstag mit.

Der Sitz der Alno-Tochter Wellmann ist Enger-Besenkamp. Foto: Oliver Schwabe

Das heißt: Es ist kein Geld mehr da, um das Personal zu bezahlen.

Ausgenommen seien »ein Team für insolvenzspezifische Abwicklungsausgaben«. Als Grund nennt der insolvente Küchenbauer Alno die Liquiditätssituation von Wellmann. Die Firma ist auf Mittelklasse-Küchen spezialisiert.

Die freigestellten Beschäftigten bekommen nun Geld vom Arbeitsamt in Höhe des Arbeitslosengeldes. Kündigungen haben sie noch nicht erhalten.

Investorengespräche gehen weiter

Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Prof. Martin Hörmann, werde »kurzfristig« Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen, »um einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die Mitarbeiter zu verhandeln«.

Ungeachtet der Freistellungen bei Wellmann würden die Investorengespräche fortgesetzt, heißt es weiter. Generell gilt aber, dass die Chancen auf einen Investoreneinstieg nach der Freistellung des Personals sinken.

1600 Mitarbeiter

Seit Mitte September ruht die Alno-Produktion.  Am Mittwoch wurde bekannt, dass Kunden nach Branchenangaben länger auf ihre neuen Küchen warten müssen.

Alno mit seinen rund 1600 Mitarbeitern hatte im Juli Insolvenz angemeldet, das Insolvenzverfahren läuft seit Oktober. Bei einem Erlös von 493,2 Millionen Euro machte man 2016 einen Verlust von 67,2 Millionen Euro.

 Bekannt ist bereits, dass das Unternehmen zerschlagen wird , denn Tochter Pino wird von  Küchenmöbel-Marktführer Nobilia (Verl) übernommen.  Die Schweizer Tochter Forster ist bereits verkauft.

Lesen Sie mehr am Freitag, 13. Oktober, im WESTFALEN-BLATT.

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