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Fachübersetzungen für kleine Betriebe:

Wie eine gute Übersetzung den Erfolg vergrößern kann

Ein international erfolgreiches Unternehmen lebt unter anderem davon, dass sein Angebot überall auf der Welt erhältlich und verständlich ist. Englisch und andere Fremdsprachen sind hier unverzichtbar. Nimmt man eine deutsche Firma, die auf internationalem Terrain Erfolg hat, so hat sie immer die Top-Übersetzer an der Hand, die nur die besten Übersetzungen liefern. Jedoch sind solche guten und fachlichen Translationen nicht nur in solch einem großen Rahmen sehr wichtig, sondern auch auf der kleinen Bühne, wenn Unternehmen nur innerhalb Deutschlands oder einer Region ihre Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Vor allem für den Tourismussektor mit seinen Hotellerie- und Gastronomie-Betrieben sind fachgerechte Übersetzungen essenziell.

Selbst kleine Unternehmen sollten unter anderem auf ihren Websites auf korrekte Übersetzungen achten. Sie sind wie eine digitale Visitenkarte. Foto: unsplash.com

Kleiner Betrieb = schlechte Übersetzung?

Leider ist doch sehr oft der Fall. Im Gegensatz zu den Texten großer Unternehmen wird beispielsweise der Übersetzung der Speisekarte eines Restaurants häufig gespart. Das wirkt sich natürlich am Ende auf die Qualität aus. Meistens wird pro Zeile gezahlt. Je schneller der Übersetzer ist, umso mehr verdient er. Außerdem fehlt vielen einfach die richtige Ausbildung. Mit einem Germanistik-Studium ist man nicht unbedingt dafür geschaffen, fachgerechte Übersetzungen anzufertigen. Meist fehlt es schlicht und einfach am Sprachgefühl, was unfreiwillig zu teils lustigen Übersetzungsfehlern führen kann.

Aber nicht nur bei der Sprache selbst hapert es häufig, sondern auch an den Themengebiet. Kein Übersetzer kann sich zu 100 Prozent auf jedem Gebiet auskennen. Hier ist es für Unternehmen wichtig, Fachübersetzungen anzufertigen zu lassen, die von Spezialisten in ihrem Gebiet verfasst werden. Sie bedenken zudem eventuelle kulturelle Unterschiede und kennen sich in dem Wortschatz ihres Spezialgebiets aus. Sodass man ihnen quasi blind vertrauen kann

Denn nicht jeder Kfz-Mechaniker kann beurteilen, ob seine Homepage korrekt von einem Laien übersetzt wurde. Er selbst ist in den meisten Fällen schlicht und einfach nicht die Zielgruppe. Allerdings nützt selbst der beste Übersetzer nichts, wenn das Ausgangsmaterial schon fehlerhaft oder minderwertig ist.

Ohne Englisch hat man schon verloren

Nicht jeder Mensch muss die englische Sprache beherrschen. Im Zweifel kann man sich im Gespräch mit Grundkenntnissen und zur Not mit Zeichensprache durchschlagen. Wenn man allerdings viel Kundenkontakt hat, wie beispielsweise in der Gastronomie oder der Hotellerie, ist Englisch jedoch eine Grundvoraussetzung.

Es beginnt bei der Homepage: Sie sollte quasi die Visitenkarte und das Aushängeschild des Ladens sein. Viele Touristen aus dem Ausland informieren sich bereits vor ihrem Besuch über mögliche Restaurants oder Hotels, die sie besuchen möchten. Wenn sich dann Fehler in der Übersetzung beim Online-Auftritt häufen, kann das unprofessionell, wenn nicht sogar abschreckend wirken.

Ähnliches gilt für die Speisekarte vor Ort. Bevor sich mögliche Gäste für ein Restaurant entscheiden, schauen sie sich gerne vorher noch die Karte an. Vor allem hier können sich viele Fehler einschleichen, wenn es um die Beschreibung der Gerichte geht.

Aber auch von den Angestellten wird zumindest eine gewisse Sprachgewandtheit in Englisch verlangt, besser wären sogar noch mehr Sprachen. Allerdings hört es hier nicht auf. Selbst für kleine Unternehmen kann es sinnvoll sein, Flyer, Visitenkarten und sonstige Infomaterialien oder Werbeträger zu übersetzen. Wer hier einzig auf die deutsche Sprache baut, bleibt am Ende möglicherweise hinter seiner Konkurrenz zurück.

Nicht blind auf Google Translate setzen

Selbst bei einfachen Texten können sich schon Fehler bei dem Google-Übersetzer einschleichen. Sätze, die zunächst vermeintlich richtig erscheinen, werden einfach ungeprüft verwendet. Das kann schwerwiegende Folgen für das Image der Firma haben. Falsche Übersetzungen sind häufig nicht nur peinlich, sondern könnten von Muttersprachlern, je nach Kulturkreis, sogar als unhöflich oder im schlimmsten Fall als Beleidigung aufgefasst werden.

Auf dem B2B Sektor kann es imageschädigend sein, wenn man eine vermeintlich harmlose Phrase aus dem Deutschen ins Englische übersetzt. Denn nicht nur die grammatische Korrektheit spielt eine Rolle, sondern auch der Inhalt und die Metaebene eines Satzes, die von einem Muttersprachler missverständlich interpretiert werden könnte.

Das könnte wiederrum Geschäftspartner verärgern. Ähnlich sieht es mit der Tatsache aus, dass eine Übersetzung einfach ungeprüft freigegeben wurde. Das ruft beim Gegenüber möglicherweise das Gefühl hervor, dass man schlecht vorbereitet und die Geschäftsbeziehung ohnehin nicht wichtig genug ist. Deshalb sollte man sich ebenfalls auf professionelle Übersetzer verlassen.

Der Weg zu einer guten Übersetzung

Selbst wenn ein qualitativ hochwertiger Ausgangstext zu Grunde liegt, braucht eine fachgerechte Übersetzung ihre Zeit. Je nach Art des Textes und der Länge sollten mindestens zwei Wochen veranschlagt werden. Natürlich sollte die Sprache ebenfalls im Vorfeld festgelegt werden. Dabei sollte man stets die entsprechende Zielgruppe im Hinterkopf behalten. Beispielsweise ist Englisch nicht gleich Englisch, denn in den USA spricht man nicht nur anders als in Großbritannien, sondern es wird auch anders geschrieben.

Wenn der Text dann übersetzt ist, muss man sich noch darum kümmern, dass der Text Korrektur gelesen wird – im Idealfall von einem Muttersprachler. Vielleicht gibt es Personen im Bekanntenkreis oder im Unternehmen, die das übernehmen können. Nach ein bis zwei Korrekturschleifen sollte der Text dann fertig sein und für das Zielpublikum fachgerecht und ansprechend sprachlich gestaltet sein.

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