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Gesundheit

Die perfekte Matratze - worauf Sie beim Kauf einer Matratze achten sollten

Spätestens alle zehn Jahre, laut TÜV sogar alle fünf bis acht Jahre, sollte die alte Matratze gegen eine neue ausgetauscht werden.

Aschendorff Medien

Foto: Pixabay

Auf welche Dinge sollten Sie beim Kauf achten?

1. Größe:

Es gibt sehr viele verschiedene Größen und nicht jede Matratze ist die Richtige für Ihr Bett. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig Augenmerk auf eine passende Kombination von Matratze und Bett zu legen. Daneben ist auch das richtige Bett ein wichtiger Faktor, wenn es um erholsamen und gesunden Schlaf geht. Übrigens: Die Wahl des perfekten Betts fällt nicht schwerer als der Matratzenkauf. Tolle Anregungen gibt es hierfür bei dem Onlinemöbelhaus Möbel-Eins. Hier finden Sie Betten aus Massivholz in unterschiedlichen Größen und Designs. Für Massivholzbetten gibt es bei Möbel-Eins außerdem passgenaue Matratzen.

  • 80 x 90
  • 90 x 190
  • 90 x 200
  • 140 x 200
  • 180 x 200
  • 200 x 200

Soll eine große Matratze anstatt zwei kleiner in das Doppelbett, so müssen beide Schläfer weitgehend die gleichen Schlafgewohnheiten aufzeigen und auch Ihr Körpergewicht sollte sich nicht zu groß unterscheiden.

Ansonsten sollte zu zwei kleinen Matratzen gegriffen werden und die dazwischenliegende Lücke kann mit einem Matratzen-Topper beseitigt werden. Dieser Topper ist mehrere Zentimeter dick und kann die Matratze sogar mit weiteren Eigenschaften aufwerten.

2. Material:

Die Matratzen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Material. Jedes Material weist seine eigenen Eigenschaften auf, die den individuellen Ansprüchen des Schläfers gerecht werden.

  • Taschenfederkernmatratze: Die Federkernmatratze gehört zu den Klassikern unter den Matratzen. Ihr Inneres besteht aus Stahlfedern. Sind sie mit kleinen Stofftaschen umwickelt, so spricht man von Taschenfederkernmatratzen.Sie ist deshalb so beliebt, da sie genau dort nachgibt, wo sich am meisten Gewicht befindet. Schläfer, die schnell und/oder viel schwitzen, werden mit dieser Matratze zufrieden sein, da sie sehr gut belüftet ist.
  • Kaltschaummatratze: Der Kern der Matratze besteht aus Kaltschaum und verleiht ihr eine feste Struktur. Eine hohe Rückstellkraft und eine hohe Punktelastizität sind weitere positive Eigenschaften. Außerdem ist sie trotz hoher Wärmeisolation sehr atmungsaktiv.
  • Komfortschaummatratze: Im Gegensatz zur Kaltschaummatratze besteht ihr Inneres aus Komfortschaum. Auch sie hat eine hohe Rückstellkraft und ist atmungsaktiv. Sie ist besonders für leichte Menschen geeignet, denn schwere Schläfer würden aufgrund der geringen Elastizität zu tief einsinken.
  • Viscoseschaummatratze: Ihr sogenannter Memory Foam sorgt dafür, dass sich das Material optimal an den Körper des Schläfers anpasst und sehr langsam in seine Ausgangsposition zurückgelangt. Sie ist ebenfalls für ruhigere Schläfer geeignet. Vor allem Menschen, die Probleme mit dem Rücken oder den Gelenken haben, profitieren von diesem Material.
  • Gelmatratze: Der Kern dieser Matratze ist eine zähflüssige Masse, was sie sehr weich macht. Bevorzugt werden Gelschaummatratzen, welche eine Kombination aus Kaltschaum- und Viscoseschaummatratzen ist: Ihre positiven Eigenschaften wie Körperanpassung und hohe Rückstellkraft können genutzt werden.
  • Latexmatratze: Die Matratze aus Latex zählt zu den hochwertigen Matratzen auf dem Markt. Sie besteht aus Naturlatex mit synthetischem Anteil. Je größer der Naturlatexanteil, desto besser ist ihre Rückläufigkeit. Fester wird die Matratze, wenn der synthetische Anteil größer wird. Durch ihre hohe Punktelastizität sinken nur die schwereren Teile des Körpers ein, die leichteren Partien werden unterstützt. Geeignet ist die Latexmatratze für Aktivschläfer. Allergiker profitieren ebenfalls, denn Milben und Staub können sich nur schwer anhaften.
  • One-fits-all-Matratze: Hat der Schläfer kein besonderes Schlafverhalten, extremes Unter- oder Übergewicht oder körperliche Probleme, so ist diese Matratze eine trendige Universallösung.
  • Baby- und Kindermatratze: Die Kleinen haben noch eine gerade Wirbelsäule, die sich erst noch S-förmig ausbilden muss. Bis dahin muss sie speziell durch eine geeignete Matratze im Schlaf gestützt werden.

3. Schlafposition:

  • Der Rückenschläfer: Für ihn eignet sich eine punktelastische Matratze. Er kann zwischen Kaltschaum-, Viscoseschaum-, Gelschaum- und Latexmatratzen wählen.
  • Der Seitenschläfer: Dieser benötigt eine Matratze, die flexibel ist. Er hat die Wahl zwischen Kaltschaum-, Viscoseschaum- und Gelschaummatratzen.
  • Der Bauchschläfer: Er schläft am besten auf einer festen Matratze, die gleichzeitig eine hohe Rückläufigkeit hat. Dazu gehören die Taschenfederkern- oder auch die Kaltschaummatratzen.
  • Der Aktivschläfer: Dieser wechselt seine Schlafposition sehr häufig in der Nacht. Er benötigt, wie auch der Bauchschläfer, eine Matratze mit starker Rückläufigkeit. Auch eine Latexmatratze ist eine gute Wahl.

Grundsätzlich soll die Matratze die eigene natürliche Form im Schlaf stützen, welche man im Stand auch hat.

4. Härtegrad:

Leider gibt es keinen Standard, sondern nur eine grobe Orientierung, in welche Kategorien der Härtegrad eingeteilt ist:

Je größer und schwerer der Schläfer ist, desto höher sollte der Härtegrad der Matratze sein.

5. Raumdichte bzw. Raumgewicht:

Dieses spielt vor allem bei Matratzen mit Schaumstoff eine große Rolle. Je mehr Rohmaterial verwendet wurde, desto höher ist das Raumgewicht. Die Matratze ist qualitativ höher und hat dadurch eine höhere Lebensdauer.

6. Liegezonen und Punktelastizität:

In der Matratze sind verschiedene Liegezonen hineingearbeitet, damit die verschiedenen Körperpartien unterschiedlich gestützt werden. Beispielsweise sinkt die Schulter tiefer in die Matratze ein als die Lendenwirbelpartie. Bei seitlicher Schlafposition muss die Wirbelsäule so gestützt sein, dass sie ihre natürliche Biegung beibehält.

Weitere Tipps beim Matratzenkauf

Qualitätssiegel sind ein Zeichen dafür, ob die Matratze ohne Schadstoffe hergestellt und dass sie auf Haltbarkeit getestet wurde. LGA-Gütesiegel, OEKO-TEX-Gütesiegel und Stiftung Warentest sind entsprechende Siegel. Allergiker sollten auf das NOMITE-Zeichen achten.

Wie können Sie die Lebensdauer verlängern?

  • Hat die Matratze einen Bezug, so waschen Sie diesen alle zwei Monate. Ansonsten benutzen Sie eine Matratzenauflage, welche Flüssigkeiten und Schmutz fern hält. Diese gibt es in unterschiedlichen Stoffen und Steppungen, u. a. aus Baumwolle, Frottee, Vliesstoff oder auch mit Extrapolsterung.
  • Die Matratze muss gelüftet werden, damit Feuchtigkeit abtrocknen und sich kein Schimmel bilden kann.
  • Spätestens alle zwei Monate sollte die Matratze gedreht werden, damit sich keine Liegekuhlen bilden. Diese sind für Rückenschmerzen und eine mangelnde Schlafqualität verantwortlich.
  • Sowohl Lattenrost als auch Federkern haben Einfluss auf die Matratze, daher sollte die Matratze schon beim Kauf passend dazu gewählt werden.

Fazit:

Um die perfekte Matratze zu finden, müssen einige Punkte berücksichtigt werden. Achten Sie allerdings darauf, so steht einem gesunden Schlaf nichts mehr im Wege. Nun können Sie entspannt und gut erholt in den neuen Tag starten. Achten Sie zusätzlich auf ausreichenden Schlaf, damit sich Ihr Körper regenerieren kann.

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