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Tiere

Hundefutter-Deklaration: Das beste Futter für den Bürohund

Viele Vierbeiner begleiten Herrchen und Frauchen ins Büro. Studien beweisen, dass sich die Anwesenheit von Hunden im Büro positiv auf das Arbeitsklima und die Produktivität auswirkt. Auch hier ist eine artgerechte Ernährung wichtig. Gibt es eine Alternative zum recht komplizierten Barfen?

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Der Vierbeiner, immer dabei

Die meisten Hunde, die ihren Menschen ins Büro begleiten sind glücklicher, weil sie keinen Trennungsschmerz von Herrchen und Frauchen erleiden müssen. Damit der Hund im Büro für alle Beteiligten eine Win-win-Situation darstellt, sollten allerdings einige Dinge beachtet werden.

Der Büroarbeitsplatz für den Hund

Damit Hunde im Büro glücklich sind, sollten klare Regeln aufgestellt werden, die allen gerecht werden. Genau wie Menschen, haben Hunde Bedürfnisse, die auch im Büroalltag nicht untergehen dürfen. Im Büro geht die Arbeit zwar vor, aber das Tierwohl darf nicht aus den Augen gelassen werden.

Grundsätzlich sollte das Büro im Sommer nicht zu heiß werden und gut gelüftet sein. Wenn mehrere Hunde im Büro sind, sollte unbedingt auf die Verträglichkeit untereinander geachtet werden. Für schlecht sozialisierte Hunde bedeuten zu viele Artgenossen auf engem Raum Stress.

Der Bürohund benötigt einen festen Liegeplatz, an den er sich zurückziehen und Ruhe finden kann. Ein stark frequentierter Platz mit viel Durchgangsverkehr ist für den Hund ungeeignet und führt zu Dauerstress bei Hunden. Regelmäßige Gassi-Runden und kleine Spielpausen vermeiden Langeweile bei Bürohunden.

Ruhe für den Vierbeiner

Für die Arbeitskollegen müssen ebenfalls klare Regeln definiert werden. Zum Beispiel sollte der Hund auf jeden Fall in Ruhe gelassen werden, wenn er auf seinem festen Platz liegt.

Auch Leckerli sollten als Tabuthema angesprochen werden. Ein unkontrolliertes Füttern mit Leckerli führt zu Übergewicht des Hundes und wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.

Die gesunde Ernährung von Bürohunden

Wie beim Menschen sollte auch im Büroalltag auf die gesunde Ernährung des Hundes geachtet werden.  Vergleichbar mit dem Mittagessen für Menschen reicht eine leichte und vor allem bekömmliche Mahlzeit zwischendurch aus.

Hochwertiges Trockenfutter ist die beste Methode

Am besten eignet sich Trockenfutter im Büro. Es ist leicht zu portionieren und benötigt wenig Zeit, das Futter bereitzustellen. Große Müllberge von Nassfutter aus Dosen entfallen ebenfalls. Bei der Auswahl eines gesunden Trockenfutters sollte allerdings darauf geachtet werden, dass diese wenige Füllstoffe wie zum Beispiel Tiermehle oder Getreide enthalten. Auch Trockenfutter sollte zum größten Teil aus Frischfleisch bestehen.

Extrusionsverfahren sorgt für minderwertiges Futter

Bei der Herstellung von Trockenfutter gibt es verschiedene Herstellungsverfahren. Das wohl bekannteste ist das sogenannte Extrusionsverfahren. Hierbei werden verschiedene Zutaten mit Wasser bei sehr hoher Temperatur und hohem Druck in eine Teigmasse umgewandelt. Diese wird durch Düsen gepresst und die herauskommenden Stränge in kleine Stücke geschnitten. Die Stücke werden wiederum bei hohen Temperaturen getrocknet, sodass die bekannten Hundekroketten entstehen. Der Nachteil bei dem Verfahren ist, dass sich Frischfleisch zur Herstellung nicht eignet und den Zutaten durch die hohen Temperaturen jegliche Nährstoffe und auch der Geschmack entzogen wird. Der Geschmack wird dem Trockenfutter in Form von künstlichen Aromen oder Fetten wieder zugesetzt.

Ein weiterer Nachteil sind Füllstoffe, die bei der Herstellung verwendet werden. Beim Extrusionsverfahren werden Tiermehle und tierische Proteine in getrockneter Form verarbeitet. Diese beinhalten bereits wenige Nährstoffe und werden im Extrusionsverfahren zusammengepresst. Im Magen des Hundes quellen diese auf. Der Hund wird träge und das Risiko einer gefährlichen Magendrehung ist deutlich erhöht. Für den Verdauungsapparat des Hundes ist im Extrusionsverfahren hergestelltes Hundefutter also wertlos.

Derselbe Effekt entsteht, wenn Menschen in der Mittagspause regelmäßig Fast Food zu sich nehmen. Sie werden träge und tun mit der eigenen Ernährung ihrem Körper und dem Verdauungsapparat keinen Gefallen.

Nährstoffreiches Trockenfutter aus Fleischsaftgarung

Besser ist es, auf Trockenfutter zurückzugreifen, welches in dem Verfahren der Fleischsaftgarung hergestellt worden ist. In der Fleischsaftgarung wird ausschließlich Frischfleisch verwendet. Auf Füllstoffe wie Tiermehle oder einen hohen Kohlenhydratanteil wird bei diesem Herstellungsverfahren verzichtet.

Für Trockenfutter aus Fleischsaftgarung wird ausschließlich Frischfleisch im eigenen Fleischsaft, bei niedrigen Temperaturen gegart. Mit der aus der Küche bekannten Reduziertechnik wird der Fleischsaft konzentriert, das lässt die bekömmlichen Kroketten den Hunden gut schmecken. Durch die Restfeuchte des Fleischsaftes haben sie eine kaubar-weiche Konsistenz.

Fleischsaftgarung sorgt für artgerechtes Futter

Nährstoffe, die sich überwiegend in dem Fleischsaft befinden, bleiben erhalten. Auf Füllstoffe wie Tiermehle oder auf viel Kohlenhydrate kann verzichtet werden, da der Hund allein von dem Frischfleischanteil satt wird. Auch ist die Akzeptanz des in Fleischsaft gegarten Trockenfutters ist bei Hunden sehr hoch, da der Geschmack durch die Technik des Reduzierens des Fleischsaftes wesentlich intensiver ist als in anderen Herstellungsverfahren. Es kann also auf die Zugabe von künstlichen Aromen oder Fetten verzichtet werden.

Wer auch im Büro auf eine artgerechte und gesunde Ernährung seines tierischen Kollegen Wert legt, sollte auf der Verpackung entsprechend auf die Deklaration der Zutaten achten. Ist dort hauptsächlich Frischfleisch deklariert, kann man davon ausgehen, dass das Trockenfutter aus der Fleischsaftgarung gewonnen wird. Sind frische Tierbestandteile ohne das Wort Fleisch, Tiermehle, tierische Nebenerzeugnisse und Getreide angegeben handelt es sich nicht um ein gesundes Futter für den Bürohund.

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