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Sonderveröffentlichung

Ringgröße ermitteln - so klappt es sogar heimlich

Wer seinen Lieblingsmenschen mit einem Ring überraschen möchte oder sich selbst ein neues Schmuckstück gönnen will, muss zuerst die richtige Ringgröße kennen. Die Ringgröße lässt sich einfach herausfinden - sogar heimlich, wenn es sein muss.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Ringgröße: kein einheitliches System

Bei Ringgrößen gibt es keinen weltweiten Standard. In Deutschland wird der Umfang des Fingers in Millimeter als Ringgröße verwendet. Für Frauen sind die Ringgrößen 50 bis 60 gängig. Bei Herrenringen liegen die typischen Ringgrößen zwischen 62 und 70. Viele Ringhersteller produzieren keine kleineren und größeren Ringgrößen.

Manchmal wird beim Ringkauf der Innendurchmesser statt dem Umfang angegeben. Ein zarter Finger kann beispielsweise einen Umfang von 50 mm aufweisen, was einem Innendurchmesser von 15,9 mm entspricht. Die Umrechnung funktioniert so: Umfang durch 3,14 teilen. Andersherum wird der Innendurchmesser mit 3,14 multipliziert.

In Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA werden andere Ringgrößen-Systeme verwendet. Umrechnungstabellen helfen bei Onlinebestellungen aus dem Ausland oder beim Kauf im Urlaub.

Ringgröße messen ohne Ring: Faden und Papier als mögliche Hilfsmittel

Die Ringgröße lässt sich ermitteln, indem der Umfang des Fingers gemessen wird. Ein simples Hilfsmittel ist ein etwa 0,5 cm breiter Papierstreifen. Dieser wird um den gewünschten Finger gelegt. Wichtig ist, das Papier nicht zu fest zusammenzuziehen. Es sollte sich noch um den Finger drehen lassen. Die Stelle, an der das Streifenende auf dem Papier aufliegt, wird mit einem Stift markiert. So lässt sich mit einem Lineal, Zollstock oder Maßband der exakte Fingerumfang am Papierstreifen abmessen.

Ist kein Papier zur Hand, funktioniert es auch mit einem Faden. Auf einem hellen Faden lässt sich die Markierung mit einem Kugelschreiber oder Filzstift besser erkennen.

Ist der Umfang gemessen, ist zumindest die deutsche Ringgröße ermittelt. Der Innendurchmesser lässt sich mit einer kurzen Rechnung oder per Umrechnungstabelle herausfinden.

Die Papiermethode ist schnell und unkompliziert. Sie kann etwa vor einem geplanten Heiratsantrag oder Geburtstagsgeschenk helfen, die Ringgröße herauszufinden. Unauffällig gelingt das Nachmessen, wenn der Schatz schläft.

Ringgröße ermitteln mit Ring

Wenn bereits Ringe getragen werden, lässt sich die Ringgröße daran abmessen. Dabei unbedingt einen Ring vom richtigen Finger nehmen, ansonsten könnte es am Ende doch nicht passen. Um die Ringgröße herauszufinden, wird der Ring auf einem Lineal oder Maßband platziert. Anschließend kann der Innendurchmesser abgelesen werden. Eine Umrechnungstabelle oder kurze Rechnung reicht, um den Umfang und damit die deutsche Ringgröße zu ermitteln.

Fehlen Lineal, Zollstock oder Maßband, etwa im Urlaub, kann der Ring alternativ in ein weiches Seifenstück gedrückt werden. Später lässt sich der Ringabdruck in der Seife ausmessen. Damit das heimliche Ermitteln der Ringgröße nicht auffällt, sollten keine Seifenreste am Ring zurückbleiben.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Ringschablone zum Ausdrucken aus dem Internet. Sie muss gemäß den Anweisungen ausgedruckt werden, damit die aufgedruckten Kreise tatsächlich den Ringgrößen entsprechen. Gute Ringschablonen zeigen beide Werte: den Innendurchmesser und die deutsche Ringgröße. Einfach den Ring nacheinander auf die Kreise legen bis sie übereinstimmen. Dann einfach ablesen, um welche Größe es sich handelt.

Tipps: Immer abends messen, dann sind die Finger am dicksten. Im Zweifelsfall den Ring etwas größer kaufen und sicherstellen, dass er verkleinert werden kann. Denn nicht alle zu großen oder zu kleinen Ringe können beim Juwelier individuell angepasst werden.

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