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Virtuelle Erlebnisse während der Pandemie: Wie Unternehmen den Weg zu ihren Kunden finden & nachhaltig profitieren

Während der Corona-Pandemie gelten in vielen Nationen Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen oder sogar Ausgangssperren. Manche Bereiche sind nach wie vor davon betroffen. Während Endkunden den Online-Marktplatz nutzen, stehen Unternehmen im B2B-Bereich jedoch vor einem Problem: Wie lassen sich Gewerbe- und Industrieprodukte erfolgreich abseits der realen Welt präsentieren? Wie finden sich neue Kunden – und wie lassen sich diese überzeugen?

Von Aschendorff Medien

Foto: pixabay.com

Virtueller Firmencampus & Online-Industriemessen

Die klassischen Kanäle zur Generierung von Leads werden nach Pandemieende wieder einen Aufschwung erleben. Während der letzten Monate haben sich allerdings zahlreiche Events in den Online-Bereich verschoben: Messen wie etwa die Formnext, die Weltleitmesse für die additive Fertigung, haben im Jahr 2020 rein virtuell stattgefunden. Dabei gab es zum Beispiel Audio- und Videoübertragungen sowie Ergänzungen durch „normale“ Webinhalte wie Bild und Text. Der direkte Kontakt zum Unternehmen fand ausschließlich online statt. Auch der LiSEC Campus „all in one solutions“ wird im Jahr 2021 nach der Erstauflage im Herbst 2020 zur virtuellen Erlebniswelt für Flachglasverarbeiter.

Die Kundenakquise hat sich verändert: Während vor Corona noch Besucher und (potentielle) Kunden empfangen werden können, muss während der Pandemie ein neues Medium her: Auch hier haben virtuelle Rundgänge oder Produktpräsentationen im Internet, teils sogar interaktiv, neue Maßstäbe gesetzt. Doch nicht nur während der Pandemie, sondern auch langfristig werden Unternehmen auf virtuelle Anwendungen setzen. Eine gute Kombination aus klassischen Marketing- und Vertriebskanälen sowie zusätzlichen Online-Angeboten wird den Unterschied machen.

Neue Technologien und virtuelle Realität

Die Antwort auf die eingangs gestellten Fragen liefern also gleich mehrere teils neue Technologien, allen voran das Internet, über welches sich Unternehmen mit ihren Produkten präsentieren können und dank Suchmaschinenoptimierung gefunden werden. Doch zweidimensionale „Erlebnisse“ wie Websites oder große Leinwände sind in Sachen Präsentation längst überholt: Virtuelle Realität lautet ein neuer Trend, der zugegebenermaßen auch schon einige Jahre in der Entwicklung steckt. Die Corona-Pandemie verleiht diesem Trend jedoch neuen Schwung – schlicht aus dem Zwang heraus, eine möglichst multidimensionale Alternative zur Realität zu finden.

Begegnungen im virtuellen Raum sind eindrucksvoller als 2D-Fotos

Virtuelle Realitäten sind nur schwer zu erfassen, wenn sie auf einen zweidimensionalen Bildschirm begrenzt sind. Die Leistungsfähigkeit moderner Computer, die Miniaturisierung von Computerchips, die hohen Datenübertragungsraten im Web, Fortschritte in der Softwaretechnik – all das ermöglicht es heute, über den Computer dreidimensionale und interaktive Szenen zu erstellen, die entweder über den Bildschirm oder besser noch via Virtual-Reality-Brille erfasst werden können. Entsprechende Brillen gibt es in verschiedenen Ausführungen und unterschiedlichen Preisklassen – selbst professionelle Varianten wie die Oculus Quest 2 sind mittlerweile erstaunlich günstig geworden. Sie ermöglichen es, sich im virtuellen Raum mit mindestens zwei der fünf Sinne zu begegnen: Virtuelle Realitäten schließen damit das Sehen und Hören ein, teils sogar das Fühlen. Das Ergebnis ist eine lebensechtere Simulation.

VR, AR und MR

Neben VR erfahren auch AR und MR, also Augmented und Mixed Reality, einen Aufwärtstrend. Die beiden Technologien unterscheiden sich von VR durch eine reale Komponente, die wieder vermehrt an Bedeutung gewinnt: Bei AR wird die reale Welt um virtuelle Objekte erweitert, die teils auch in der realen Welt verankert sind. MR geht noch einen Schritt weiter: Hier ist ein fließender Übergang zwischen VR und AR möglich, sodass zum Beispiel eine komplett virtuelle Welt an die realen Räumlichkeiten angepasst wird. Unternehmenspräsentationen beschränken sich aktuell jedoch meist allein auf VR oder AR.

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