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Flugbeobachtungsdienst

Pelosis Taiwan-Flug beschert Flightradar24 Rekordaufrufe

Kuala Lumpur/Stockholm (dpa)

Bis zuletzt war unklar, ob Pelosi wirklich Taiwan besuchen wird. Auch deshalb haben Millionen Menschen ihren Flug über den Flugbeobachtungsdienst verfolgt. So viele, dass die Seite abzustürzen drohte.

Von dpa

Der Screenshot der Internetseite von «flightradar24.com» zeigt die Flugroute der US-Regierungsmaschine mit der US-Spitzenpolitikerin Pelosi an Bord von Kuala Lumpur, Hauptstadt von Malaysia, nach Taipeh, Hauptstadt von Taiwan. Foto: Flightradar24/dpa

Der von chinesischen Drohungen begleitete Flug der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi von Malaysia nach Taiwan hat dem Flugbeobachtungsdienst Flightradar24 einen Rekord beschert. Mehr als 708.000 Menschen hätten die Landung des Flugs SPAR19 am Dienstagabend (Ortszeit) in Taipeh in Echtzeit beobachtet, mehr als bei jedem anderen Flug zuvor, teilte der schwedische Internetdienst in der Nacht zu Mittwoch mit.

Infrastruktur der Seite in Schwierigkeiten

2,92 Millionen Menschen verfolgten demnach zumindest einen Teil des Flugs auf seiner siebenstündigen Route von Kuala Lumpur nach Taipeh. Nach den Daten des Diensts mied Pelosis Flug dabei die direkte Strecke über das Südchinesische Meer. Die Maschine flog stattdessen zunächst nach Osten über Indonesien und dann an den Philippinen vorbei nach Norden. Auf der Seite des Internetdiensts konnte die Route des Flugs in Echtzeit auf einer Karte verfolgt werden. Der große Ansturm habe die Infrastruktur der Seite vorübergehend in Schwierigkeiten gebracht, teilte Flightradar24 weiter mit.

Die 82-jährige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses hatte bis zuletzt offen gelassen, ob sie zwischen Besuchen in Malaysia und Südkorea auch die demokratische Inselrepublik Taiwan vor der Küste Chinas besuchen werde. China hatte mit Gegenmaßnahmen gedroht und militärische Aktionen in Aussicht gestellt. Kurz vor Pelosis Ankunft überflogen chinesische Kampfflugzeuge den Meeresweg der Taiwanstraße. Peking sieht Taiwan als Teil der Volksrepublik an und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh strikt ab.

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