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American Football

Alles Brady? Wer im Super Bowl noch zum Star werden könnte

Vor dem Super Bowl dreht sich fast alles um die beiden Quarterbacks Tom Brady und Patrick Mahomes. Alleine entscheiden werden sie das Duell der Tampa Bay Buccaneers mit den Kansas Chiefs aber nicht. Gute Chancen auf Hauptrollen haben auch andere.

dpa

Tampa Bays Quarterback Tom Brady (l) vertraut seinem Tight End Rob Gronkowski. Foto: Dirk Shadd

Tampa (dpa) - US-Medien diskutieren vor dem Super Bowl derzeit vor allem ein Thema: Tom Brady gegen Patrick Mahomes.

Brady, der erfolgreichste Quarterback der NFL-Geschichte, trifft mit seinen Tampa Bay Buccaneers auf den Mann, dem viele seine Nachfolge als dominierender Spielmacher der Liga zutrauen: Mahomes von Meister Kansas City Chiefs.

Alleine entscheiden können die beiden Superstars das Finale um die Meisterschaft in der National Football League in der Nacht zum Montag (0.30 Uhr MEZ, ProSieben/DAZN) aber nicht. «Es wird das Team gewinnen, das die beste Teamleistung bringt. Es wird jeder Spielzug eine entscheidende Rolle spielen», sagte der deutsche NFL-Profi Jakob Johnson der Deutschen Presse-Agentur. «Football ist am Ende des Tages ein Teamsport - beide Defenses haben eine riesengroße Herausforderung vor sich. Jeder, der Verteidiger spielt, kann eine Riesenrolle spielen. Wie in jedem Spiel werden Turnovers entscheidend sein.»

Wer außer Brady und Mahomes im Mittelpunkt des Super Bowls stehen kann:

ROB GRONKOWSKI UND TRAVIS KELCE: Beide sind 1,98 Meter groß und knapp 120 Kilogramm schwer - Gronkowski und Kelce sind Naturgewalten. Sowohl Brady wie auch Mahomes vertrauen den Tight Ends in kritischen Situationen gerne den Ball an. Kelce war schon im vergangenen Jahr beim Super-Bowl-Sieg der Chiefs dabei und zählt zu den wichtigsten Spielern im Kader. Gronkowski, genannt Gronk, kam aus dem Ruhestand zurück, um in Tampa mit seinem Kumpel noch mal zusammen Football spielen zu können. Mit Tom Brady stand er in der gemeinsamen Zeit bei den New England Patriots fünf Mal im Super Bowl, drei Mal holte er dort den Sieg.

TYREEK HILL: Fans der Buccaneers schlafen wegen Hill womöglich ganz schlecht. Als die Chiefs im November gegen die Bucs spielten und 27:24 gewannen, kam der Ballempfänger im ersten Viertel der Partie auf 203 Yards Raumgewinn nach Pässen und erzielte zwei Touchdowns. Hill ist einer der schnellsten Spieler in der NFL und wegen seiner Explosivität kaum von nur einem Gegenspieler alleine zu verteidigen.

ANTONIO BROWN: Der inzwischen 32-Jährige galt einmal als bester Receiver der Liga und stand in seiner ersten NFL-Saison mit den Pittsburgh Steelers bereits einmal im Super Bowl. Seit dem erzwungenen Abschied aus Pittsburgh waren die Schlagzeilen über sein Verhalten abseits des Felds aber selbstverschuldet fast nur noch negativ und seine Karriere schien zerstört. Mit Brady harmoniert Brown jedoch gut, das wurde schon beim kurzen Intermezzo für die New England Patriots klar. In Tampa ist Brown nicht mehr die Nummer eins in der Receiver-Hierarchie der Bucs - aber er ist noch immer ein Spieler, der Partien entscheiden kann.

DIE RUNNING BACKS: Weder die Chiefs noch die Bucs haben in dieser Saison besonders viel auf Laufspielzüge gesetzt. In den Conference Finals haben die Bucs gerade Mal 22 Laufversuche unternommen, bei den Chiefs waren es sogar nur 19. Beide Mannschaften haben aber Qualität auf der Position: Leonard Fournette und Ronald Jones bei den Bucs verstehen ihr Handwerk ebenso wie Clyde Edwards-Helaire oder Le’Veon Bell bei den Chiefs und geben ihren Trainern taktische Freiheiten für unerwartete Manöver. Als die Chiefs vor einem Jahr den Titel holten, war Damien Williams mit zwei Touchdowns und 17 Laufspielzügen ein ganz entscheidender Faktor - weil er wegen Corona auf die Saison verzichtete, kann Kansas City darauf diesmal allerdings nicht hoffen.

SARAH THOMAS: Beim Super Bowl kommt es zu einem Novum: Erstmals in der Geschichte wird eine Schiedsrichterin unter den sieben Unparteiischen sein. Sarah Thomas ist als so genannte Downjudge im Einsatz und damit beispielsweise dafür verantwortlich, Abseitspositionen zu erkennen. Die Bucs sind mit Maral Javadifar und Lori Locust das einzige NFL-Team mit zwei Trainerinnen im Betreuerstab.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-298060/2

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