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Finanzchef Rejek beziffert das Volumen auf rund eine Million Euro

Arminen verzichten auf Gehalt

Bielefeld (WB). Die Auswirkungen der Corona-Krise haben auch den DSC Arminia Bielefeld mit voller Wucht erwischt. Am Freitag wurde beim Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga eine Kombination aus Gehaltsverzicht und Stundungen vereinbart, die dem Klub durch diese schwierige Zeit helfen sollen. Zudem tritt beim DSC das Modell der Kurzarbeit in Kraft.

Dirk Schuster

Die Arminia-Geschäftsführer Markus Rejek (rechts) und Samir Arabi Foto: Thomas F. Starke

„Es haben alle Mitarbeiter der Verwaltung einer Kurzarbeitsregelung zugestimmt. Der entsprechende Antrag auf Kurzarbeitergeld wurde vom DSC Arminia bei der Agentur für Arbeit gestellt“, sagte Markus Rejek. Arminias Finanz-Geschäftsführer sprach den Mitarbeitern seinen Dank aus, „dass sie mit der Zustimmung zu dieser Regelung einen wertvollen Beitrag im Sinne des Vereins geleistet haben“.

Bereits am Mittwoch war es zu einem Krisen-Treffen des Lizenzspielerkaders gekommen, bei dem es um einen möglichen Gehaltsverzicht der Spieler ging. Eine Einigung wurde nicht erzielt, obwohl am Vorabend bereits ein Vorgespräch mit dem Mannschaftsrat des DSC stattgefunden hatte. Am Freitag erzielte die Klubführung um Rejek, Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und Präsident Hans-Jürgen Laufer dann den Durchbruch.

„Beim DSC Arminia Bielefeld haben sich die Spieler der Lizenzabteilung, das Trainerteam und die Geschäftsführung zu einer Kombination aus Gehaltsverzicht und Stundungen bis zum 30. Juni dieses Jahres bereiterklärt“, äußerte Rejek. „Das macht insgesamt ein Volumen von knapp einer Million Euro aus.“ Der 51-Jährige: „Diese Zeiten fordern von allen Menschen ein großes Maß an Solidarität. Um gemeinsam auch diese Herausforderung zu meistern, müssen wir zusammenstehen und füreinander da sein. Daher sind wir den Spielern und dem Trainerteam sehr dankbar für dieses Signal, das sie gesendet haben.“

Seit dem 9. März (1:1 beim VfB Stuttgart) hat Arminia kein Punktspiel mehr bestritten. Die fehlenden Einnahmen durch ausbleibende TV-Übertragungen und Eintrittsgelder haben dem Klub arg zugesetzt. Wann in der 2. Liga wieder der Ball rollen wird, ist angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus vollkommen Ungewiss. Die Saison endet offiziell am 17. Mai, möglich ist eine Verschiebung bis zum 30. Juni. Dann enden die Verträge vieler Spieler.

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