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Bundesliga

BVB befürchtet keinen Verlust von Haaland - Hitz verlängert

Dortmund (dpa) - Michael Zorc hat gelassen auf die jüngsten Äußerungen von Berater Mino Raiola zur Zukunft des Dortmunder Torjägers Erling Haaland reagiert.

dpa

Spielt beim BVB eine überragende Saison: Torjäger Erling Haaland. Foto: Martin Meissner

«Da gibt es keinen Dissens. Wir sind happy, dass wir Erling hier haben und planen weiter mit ihm. Ich glaube auch nicht, dass er sich unbedingt unwohl in Dortmund fühlt», sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten.

Spekulationen, dass der Tabellensechste ohne Champions-League-Teilnahme in diesem Sommer zu einem Verkauf des 20 Jahre alten Norwegers gezwungen sein könnte, bezeichnete Zorc als verfrüht: «Diese ganzen Rechenspielchen, was wird, wenn wir das nicht erreichen, stellen wir irgendwann an. Aber das ist der komplett falsche Zeitpunkt. Wir gehen davon aus, dass wir am Ende die Champions-League-Qualifikation erreichen werden.»

Berater Raiola sieht seinen Schützling Haaland als einen der «Stars des nächsten Jahrzehnts». Deshalb sei die Zahl der Fußball-Clubs überschaubar, für die eine Verpflichtung finanzierbar wäre. «Nur maximal zehn Vereine können es sich leisten, ihn zu kaufen und ihm die Plattform zu geben, die man nach einem Verein wie Dortmund braucht», sagte der Italiener dem britischen Sender BBC. Diese Aussage bewertete Zorc als «wenig aufregend»: «Dass Erling nach seiner Zeit bei Borussia Dortmund irgendwann nicht zu jedem Club wechseln wird, erschließt sich jedem. Ich komme - wenn ich ehrlich bin - noch nicht einmal auf zehn.»

Laut Raiola profitiert Haaland von der Entwicklung, «dass Stars wie Ibrahimovic, Ronaldo und Messi in ein Alter kommen, wo sich jeder fragt: 'Wie lange können wir sie noch genießen?' Also schaut jeder gerade auf die neue Generation.»

Haaland war vor gut einem Jahr für 20 Millionen Euro aus Salzburg nach Dortmund gewechselt. Dem Vernehmen nach enthält sein bis 2024 datierter Vertrag eine Ausstiegsklausel, die einen Wechsel im Sommer 2022 ermöglichen würde. «Ich glaube nicht, dass es einen Sportdirektor oder Trainer auf der Welt gibt, der nicht interessiert ist. Es ist, als ob man sagen würde: 'Gibt es ein Formel-1-Team, das nicht daran interessiert wäre, Lewis Hamilton zu haben?», sagte Raiola.

Weiter gemeinsame Wege gehen der BVB und Marwin Hitz. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, wurde der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit dem 33 Jahre alten Torhüter bis zum 30. Juni 2023 verlängert. «Marwin genießt bei uns sowohl sportlich als auch menschlich eine sehr hohe Wertschätzung. Die Vertragsverlängerung ist deshalb folgerichtig», kommentierte Sportdirektor Michael Zorc.

Der zweimalige Schweizer Nationaltorhüter war nach 154 Bundesliga-Einsätzen für Wolfsburg (13) und Augsburg (141) im Sommer 2018 zum BVB gewechselt. Seither kam er in 25 Pflichtspielen zum Einsatz. Derzeit vertritt er Stammkeeper Roman Bürki, der nach auskurierter Schulterverletzung vor einem Comeback steht. Allerdings ließ BVB-Coach Edin Terzic am Donnerstag offen, ob Hitz oder Bürki beim Spiel am 27. Februar (15.30 Uhr) gegen Bielefeld den Vorzug erhält. Dem Vernehmen sucht der Bundesliga-Sechste für die kommende Saison einen neuen Torhüter.

© dpa-infocom, dpa:210225-99-592571/3

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