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18. Spieltag

Bebou verhilft Hoffenheim zu Platz drei - FCA enttäuscht

Sinsheim (dpa)

Das Bundesliga-Debüt von Augsburgs Neuzugang Ricardo Pepi geht fast unter beim Hoffenheimer Sieg. Die abstiegsbedrohte Weinzierl-Mannschaft schwächelt weiter in der Offensive.

Von Ulrike John, dpa

Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz kann das Tor zum 2:1 für Hoffenheim nicht verhindern. Foto: Uwe Anspach/dpa

Ihlas Bebou trifft und trifft, und die TSG 1899 Hoffenheim steht nach einem gelungenen Rückrundenauftakt plötzlich als Tabellendritter da. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß besiegte in der Fußball-Bundesliga den harmlosen FC Augsburg mit 3:1 (2:1).

Der 27 Jahre alte Bebou drehte das Spiel nach dem 0:1 durch Michael Gregoritsch (5. Minute) mit einem Doppelpack (38./44.) und hat nun sieben Treffer stehen. «Wir waren von Anfang an griffig. Ich freue mich einfach, dass wir gewonnen haben», sagte der strahlende Matchwinner nach dem Abpfiff. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Nationalspieler David Raum zum Endstand. «Es ist immer noch nur ein Moment. Aber natürlich ist es ein Stück weit eine Bestätigung für einen guten Weg, den wir eingeschlagen haben», sagte TSG-Coach Hoeneß zum Platz in der Spitzengruppe. «Trotzdem können wir uns nix dafür kaufen.»

Augsburgs Rekordeinkauf Ricardo Pepi konnte sich vor coronabedingt nur 500 Zuschauern in Sinsheim noch nicht in den Vordergrund spielen. Coach Markus Weinzierl brachte den 18 Jahre jungen US-Stürmer mit der Rückennummer 18 erst nach einer Stunde. Pepi war für eine Ablöse von 13 Millionen Euro plus Bonuszahlungen vom MLS-Club FC Dallas geholt und mit einem Vertrag bis 2026 plus Option auf eine weitere Saison ausgestattet worden. «Für das, dass er noch nicht mal alle Vornamen kennt, hat er es ordentlich gemacht», sagte Weinzierl.

Hoffenheim untermauert Ambitionen

Mit nun lediglich 18 Toren in 18 Spielen demonstrieren die Augsburger erneut eines ihrer Probleme im Abstiegskampf. Während das Weinzierl-Team auf den Relegationsplatz 16 abrutschte, untermauerten die Hoffenheimer ihre internationalen Ambitionen. Seit nun sieben Spielen ist die TSG ungeschlagen, dabei holte sie fünf Dreier.

Beide Teams waren nur geringfügig von Corona-Fällen betroffen: Bei Augsburg fehlte Ersatzkeeper Tomas Koubek, bei Hoffenheim der ohnehin langzeitverletzte Ermin Bicakcic. Offensichtlich schwerer ins Gewicht fiel bei der TSG zunächst der erkältungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Florian Grillitsch. Beim Augsburger Führungstreffer nach einer Flanke von Arne Maier konnte sich Gregoritsch mit einer kurzen Bewegung den nötigen Freiraum verschaffen und köpfte aus fünf Metern ein.

Ereignisreiche Anfangsphase

Den ersten Aufreger einer ereignisreichen Anfangsphase gab es schon nach nicht einmal 60 Sekunden. Munas Dabbur stocherte den Ball über die Torlinie, als ihn FCA-Keeper Rafal Gikiewicz und Niklas Dorsch nicht weg bekamen. Der Videobeweis zeigte aber, dass Dabbur die Hand zur Hilfe genommen hatte. Das Tor zählte nicht.

Sehr diszipliniert und körperlich präsent verteidigten die Gäste zunächst - bis eine Hereingabe von Raum genau bei Bebou landete und der Angreifer für das 1:1 sorgte. Als der Pass wenige Minuten später von der anderen Seite von Kevin Akpoguma kam, war Bebou wieder mit der Fußspitze zur Stelle und besorgte das 2:1.

Nach vorne ging viel zu wenig bei den Augsburgern, die Glück hatten, dass der Gegner in einigen vielversprechenden Szenen den Ball vertändelte. Pepi und der ebenfalls eingewechselte Florian Niederlechner sollten dann die Offensive beleben. Der Amerikaner hatte dann nach einer Flanke den Fuß dran (68.), konnte seiner Mannschaft aber nicht mehr zum Ausgleich verhelfen. Stattdessen gelang Raum für Hoffenheim ganz spät der Schlusspunkt.

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