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SC Freiburg

«Blödsinn»: Streichs Reue nach der Nullnummer in Mainz

Mainz (dpa)

Mainz 05 und der SC Freiburg gehören zu den Underdogs der Bundesliga. Derzeit grüßen beide Vereine aber aus den oberen Tabellenregionen. Spitzenteams sind sie deshalb aber nach eigener Ansicht noch lange nicht.

Von Eric Dobias, dpa

Freiburgs Trainer Christian Streich (l) recht sich bei einer Szene im Spiel beim FSV Mainz auf. Foto: Torsten Silz/dpa

Christian Streich zeigte Reue. Nicht etwa, weil seine Mannschaft bei der faden Nullnummer im vermeintlichen Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 05 eine schwache Vorstellung geboten hatte.

Der Trainer des SC Freiburg entschuldigte sich vielmehr beim Gegner in aller Form für seine Aussagen vor der Partie, in denen er den Mainzern das Potenzial für Europa attestiert hatte. «Ich bin beeindruckt, was Mainz seit Jahresbeginn geleistet hat und habe dann über den Europapokal geredet. Ich habe mich die letzten zwei Tage über diesen Scheiß abartig geärgert, dass ich mich am 5. Spieltag zu so einem Blödsinn habe hinreißen lassen», sagte Streich.

Streich: «Es war kein schönes Spiel»

Nicht nur seiner Ansicht nach ist der Blick auf die Tabelle momentan irreführend, weist er doch sowohl die Mainzer (10 Punkte) als auch die Freiburger (9) als Spitzenteam aus. Die 90 Minuten am Samstag vor 13.500 Fans vermittelten einen anderen Eindruck. Zweikämpfe, Fouls und Fehlpässe prägten die Partie auf schwachem Niveau. «Natürlich wollen wir besser Fußball spielen. Es war kein schönes Spiel», sagte Streich, «aber ich bin zufrieden, weil wir eine gewisse Form von Stabilität gezeigt haben.»

Immerhin blieben die Breisgauer weiter ungeschlagen und stellten damit ihren Vereinsrekord ein. Fünf Spiele ohne Niederlage zum Saisonstart gab es zuvor erst zweimal: 2000/01 und 2004/05. «Es ist gut, dass wir noch nicht verloren haben. Das bedeutet, wir haben bisher immer Punkte geholt. Darüber sind wir froh», sagte Streich.

Für Mainz ist das 0:0 «ein guter Punkt»

Die Mainzer haben zwar schon eine Niederlage kassiert, blieben in den anderen vier Partien aber ohne Gegentor. Damit stellen sie derzeit die beste Abwehr der Liga. Und das Punktekonto war nach fünf Spielen auch erst einmal besser gefüllt. In der Saison 2010/11 startete der FSV mit fünf Siegen und wurde am Ende Fünfter.

Trainer Bo Svensson will sich von den vielen positiven Zahlen aber nicht blenden lassen. «Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit nicht das abgerufen, was uns auszeichnet», monierte der Däne. Erst in der zweiten Halbzeit wurde sein Team etwas stärker, konnte die wenigen Chancen aber nicht nutzen. «Nach der Pause war es besser, aber nicht auf dem Niveau der letzten Spiele», sagte Torwart Robin Zentner.

Mit einer Glanzparade bei einem Schuss von Vincenzo Grifo bewahrte Zentner die 05er in letzter Sekunde vor einer Niederlage. Für Sportdirektor Martin Schmidt war das 0:0 daher «ein guter Punkt. Wenn man ein Spiel nicht gewinnen kann, muss man gucken, dass man es nicht verliert. Wir haben zehn Punkte nach fünf Spielen - Strich drunter, weiter so.» So sahen es auch die beiden Trainer, die sich nach dem Abpfiff gegenseitig anerkennend auf die Schulter klopften.

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