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Fußballfans und andere Gegner der Weltmeisterschaft vernetzen sich - Treffen in Frankfurt

Kicken statt gucken: "Katar ist nicht unsere WM"

Frankfurt

Mit Fußballturnieren unter dem Motto „kicken statt gucken“, Kunstaktionen und weiteren Aktivitäten wollen Fans in den kommenden Monaten ihren Protest gegen die Weltmeisterschaft in Katar ausdrücken.

Von dpa

Der offizielle Spielball für die Fußball WM 2022 in Katar liegt bei einer Pressekonferenz auf einem Podium. Foto: Christian Charisius/dpa

Bei einem Treffen in Frankfurt am Main stellten Fanvertreter und andere Engagierte aus ganz Deutschland am Samstag Ideen vor, sich gegen die umstrittene WM zu positionieren. Ziel war auch, sich zu vernetzen, um öffentlichkeitswirksamere Aktionen zu organisieren.

„Das Zeitfenster, das wir jetzt noch haben, ist total wertvoll“, sagte Katja Müller-Fahlbusch von Amnesty International mit Blick auf die Aufmerksamkeit, die Katar durch die Weltmeisterschaft erfährt.

Ausländische Bauarbeiter verlassen eine Baustelle für die Fußball-WM in Katar. Foto: Str/EPA/dpa

„Das werden wir so schnell nicht mehr haben.“ Müller-Fahlbusch, die bei der Menschenrechtsorganisation Fachreferentin Naher Osten und Nordafrika ist, berichtete unter anderem über die Situation von Arbeitsmigranten und Meinungsfreiheit beim WM-Gastgeber.

Fanvertreter berichteten auch von dem Problem, andere Vereinsanhänger beim Thema Katar zu erreichen. Viele aktive Fans interessierten sich einfach nicht für die Nationalmannschaft und die WM, sagten unter anderen Dario Minden von „Unsere Kurve“ und Sig Zelt von „ProFans“. „Es geht aber nicht um den Sport, sondern um Menschenrechte“, sagte Zelt. „ProFans“ hat den Deutschen Fußball-Bund dazu aufgefordert, eine Mitgliederbefragung über die WM-Teilnahme zu starten. Zelt warb dafür, dass weitere Fanbündnisse sich in Offenen Briefen an den DFB wenden.

Das «Zulal Wellness Resort», Quartier für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft während der WM in Katar, liegt etwa eine Stunde von der Hauptstadt Doha entfernt. Foto: Christian Charisius/dpa

Die WM beginnt am 21. November und dauert bis zum 18. Dezember. Unter anderem wegen der Menschenrechtssituation in dem Emirat steht die Turniervergabe dorthin in der Kritik.

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