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Spiel gegen 1899 Hoffenheim

Leipzig will mit einem Sieg den Druck auf Bayern erhöhen

Leipzig (dpa) - Mit einem Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim will RB Leipzig seine Mini-Chance auf die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga wahren.

dpa

Sieht in einem Sieg über Hoffenheim «unter Umständen einen kleinen psychologischen Vorteil»: Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann. Foto: Carmen Jaspersen

Mit einem Heimerfolg im Freitagsspiel (20.30 Uhr/DAZN) rücken die Sachsen vorübergehend bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter FC Bayern München heran. «Ein Sieg am Freitagabend hat unter Umständen einen kleinen psychologischen Vorteil», sagte Trainer Julian Nagelsmann auf der Online-Pressekonferenz.

Der 33-Jährige wolle allerdings nicht vor jedem Spieltag die Situation im Titelrennen neu bewerten. Nach der 0:1-Niederlage gegen die Bayern Anfang April hatte Nagelsmann gesagt, dass sich der Kampf um die Meisterschaft «erledigt» habe. Nach dem Sieg der Leipziger am vergangenen Spieltag in Bremen und dem Unentschieden des FC Bayern gegen den 1. FC Union Berlin konnten die Sachsen den Rückstand auf die Münchner wieder auf fünf Zähler verkürzen.

«Ich kann so offen sagen, dass wir natürlich nach wie vor gern Meister werden möchten. Es geht darum, dass wir alle Spiele gewinnen müssen und Bayern nach Adam Riese noch zwei verlieren muss, um dann die Schale nach Leipzig zu holen», erklärte Nagelsmann. «Das ist ein sehr weiter Weg, aber wir werden ihn gehen und schauen, was am Ende rauskommt.»

Für die Partie gegen Hoffenheim steht Stürmer Yussuf Poulsen nach einer auskurierten Oberschenkelverletzung wieder zur Verfügung. Auch bei den angeschlagenen Tyler Adams, Lukas Klostermann und Justin Kluivert besteht laut Nagelsmann Hoffnung auf einen Einsatz am Freitag. Hee-Chan Hwang (Innenbanddehnung im Sprunggelenk) droht dagegen auszufallen.

Gerüchte über mögliche Kontakte zum FC Bayern München hat Nagelsmann dementiert. «Es gab und gibt keine Gespräche», sagte der Trainer auf der Online-Pressekonferenz. «Das gilt natürlich auch für meine Berater. Sie sind nicht autark unterwegs, sondern machen Dinge, die ich vorgebe. Demnach gab es auch da keine Gespräche.»

Rekord-Nationalspieler und TV-Experte Lothar Matthäus hatte nach dem Champions-League-Aus der Münchner bei Sky erklärt, Nagelsmann habe sich schon mit den Bayern unterhalten. «Ich weiß nicht, woher er die Informationen hat», erklärte Nagelsmann.

Der 33-Jährige verwies auf seinen bis 30. Juni 2023 laufenden Vertrag in Leipzig: «Ich habe schon häufig gesagt, dass es oft Entwicklungen im Fußball gibt, die man nicht vorhersehen kann. Ich würde niemals einen öffentlichen Kampf über die Medien anfangen, um mich aus irgendetwas rauszuboxen. Es muss immer für beide Seiten passen, aber es gab und gibt auch keine Gespräche mit RB oder mit Oliver Mintzlaff.»

© dpa-infocom, dpa:210414-99-202512/3

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