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Team-WM

Schindlers Kniefall im Darts-Tempel

Frankfurt/Main (dpa)

Das war knapp. Gegen Außenseiter Spanien entgeht Deutschland bei der Darts-Team-WM nur mit großer Mühe dem Aus. Spätestens gegen die Topnationen werden sich Clemens und Schindler steigern müssen.

Von dpa

Verwandelte unter maximalem Druck den elften Matchdart: Martin Schindler (Team Deutschland). Foto: Hannes P. Albert/dpa

Nach dem verrückten Ende im lauten Frankfurter Darts-Tempel sank Martin Schindler auf die Knie.

Zehn Matchdarts hatten er und sein Teamkollege Gabriel Clemens zum Start in die Team-WM zunächst liegen lassen, zum 5:4-Auftaktsieg gegen Außenseiter Spanien reichte es am Ende nur mit allergrößter Mühe und einer großen Portion Glück.

«Ich habe auf gut Deutsch den ganzen Druck und die ganze Anspannung rausgelassen. Ich wusste, der letzte Dart muss es sein. Gaga hat es geschafft, da musste es einfach alles raus. Es ging nicht anders», kommentierte Schindler, der seine Topleistungen aus dem Jahr 2022 diesmal nur phasenweise bestätigen konnte. Nachdem der 25-Jährige in der Eissporthalle wieder aufstand, herzte er seinen Teamkollegen, bevor die beiden einen unfreiwilligen kleinen Tanz vor 1700 Fans aufführten.

Gastgeber-Duo muss sich steigern

Clemens war es, der schließlich unter maximalem Druck den elften Matchdart verwandelte. «Man weiß, die anderen stehen bei 24 Punkten Rest. Es wäre nicht schlecht, wenn ich ausmachen würde, weil sonst die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen relativ gering wird», sagte der Saarländer, der mit Max Hopp 2020 das Team-WM-Halbfinale erreichte und damit für das bisher beste deutsche Abschneiden sorgte. Wenn es für die Topteams wie Wales (Gerwyn Price und Jonny Clayton) oder England (Michael Smith und James Wade) reichen soll, muss sich das Gastgeber-Duo aber schnell steigern - und deutlich.

Im Achtelfinale wartet nun Dänemark, das Singapur mit dem 68 Jahre alten Kapitän Paul Lim mit 5:2 besiegt hatte. Wladimir Andersen und Andreas Toft Jörgensen sahen den ersten deutschen Auftritt gespannt von den Rängen und hofften insgeheim auf einen spanischen Sieg. Nun müssen sie gegen das deutsche Publikum ran. «Das wird ein großartiges und ganz besonderes Erlebnis. Die Deutschen gehören zu den Mitfavoriten, gerade mit diesem Publikum hier», sagte Andersen. Jeder müsse sich «vor diesem Duo in Acht nehmen».

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