Der Warsteiner gewinnt bei seinem Heimturnier im zehnten Versuch endlich ein Match

Struff besiegt den Halle-Fluch

Halle (WB). Jan-Lennard Struff ist mit einer überzeugenden Vorstellung bei den Noventi Open ins Achtelfinale eingezogen. Der zweitbeste deutsche Tennisprofi besiegte beim 6:4, 6:4 am Dienstag nicht nur den Serben Laslo Djere, sondern auch den Fluch von Halle.

Hans Peter Tipp

Druckvoll und konzentriert: Jan-Lennard Struff schlägt in Halle zu. Foto: Oliver Schwabe

Neun Mal war der 29-Jährige aus Warstein bislang beim Rasenturnier vor seiner Haustür angetreten. Noch nie hatte er ein Spiel gewonnen. Dreimal scheiterte Struff in der Qualifikation, sechs Mal in der Auftaktrunde. Diese schwarze Serie gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Struff, der als Nummer 35 der Welt derzeit so gut dasteht wie noch nie, löste die Aufgabe gegen den um acht Ränge besser eingestuften Serben mit Bravour. Der Deutsche spielte couragiert, nutzte seinen Chancen und strahlte viel Selbstvetrauen aus.

Mit dem verwandelten Matchball wich nach 68 Minuten endgültig jene Anspannung, die sich in der Vergangenheit aufgebaut hatte. »Jedes Jahr habe ich darauf hingearbeitet, mit jeder Niederlage wurde es wieder schwieriger«, sagte Struff: »Ich bin happy mit der Art, wie ich gespielt und mir den Sieg geholt habe.« Im Achtelfinale trifft er nun auf den an Nummer drei gesetzten Russen Karen Khachanov. Leichter wird es also für den Warsteiner nicht.

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