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Antisemitismusskandal

Farenholtz wird Interims-Geschäftsführer für documenta

Kassel (dpa)

Nach dem Rücktritt von Generaldirektorin Sabine Schormann hat die documenta zwei Tage später eine Lösung präsentiert: Ein Interims-Geschäftsführer soll zunächst bis Ende September übernehmen.

Von dpa

Besucher der documenta fifteen gehen am Museum Fridericianum vorbei. Foto: Swen Pförtner/dpa

Nach dem Rücktritt der documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann ist ein Interims-Geschäftsführer für die Weltkunstschau gefunden. Einstimmig sei am Montag Alexander Farenholtz mit dieser Aufgabe betraut worden, teilte die documenta und Museum Fridericianum gGmbH mit.

Die Gesellschafter der documenta seien froh, in einer so herausfordernden Situation einen so erfahrenen und renommierten Kulturmanager gewonnen zu haben. Er werde die Aufgabe bereits am Dienstag übernehmen und sein Engagement sei zunächst bis 30. September befristet.

Farenholtz sei unter anderem an der Realisierung der documenta 9 beteiligt gewesen, übernahm die Leitung des Kulturprogramms der Weltausstellung Expo 2000 und war Verwaltungsdirektor der Kulturstiftung des Bundes.

Im Zuge des Antisemitismusskandals um die Kunstschau und die schleppende Aufarbeitung hatte Schormann ihr Amt niedergelegt. Bereits vor Beginn der documenta fifteen in Kassel waren Antisemitismus-Vorwürfe gegen das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa laut geworden, das die 100-Tage-Ausstellung kuratiert hatte. Kurz nach der Eröffnung der Schau, die neben der Biennale in Venedig als wichtigste Ausstellung für Gegenwartskunst gilt, wurde eine Arbeit mit antisemitischer Bildsprache entdeckt.

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